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Reigoldswil: Erneuerung und Ausbau Kantonsstrasse – Gewässerkorrektion der Hinteren Frenke

12.12.2018

Die Kantonsstrasse Unterbiel ist eine Verbindungsstrasse nach Ziefen, Bretzwil (Lauwil), Titterten und Liedertswil. In den letzten Jahren musste die Strasse mit grösseren und aufwendigen Reparaturen unterhalten werden, damit die Tragfähigkeit gewährleistet werden konnte. Der Regierungsrat beantragte dem Landrat eine einmalige Ausgabe von 20,7 Millionen Franken für die Erneuerung und den Ausbau der Kantonsstrasse Unterbiel sowie für die Gewässerkorrektion der Hinteren Frenke.

Die Strasse befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Die Strassenentwässerung ist mangelhaft und erneuerungsbedürftig. Namentlich ist die Bachmauer einsturzgefährdet und muss dringend erneuert werden. Die Verkehrssicherheit sowohl für Menschen zu Fuss als auch mit dem Velo ist mangelhaft. Im Planungsperimeter befindet sich zudem ein Hauptsammelkanal des Amts für Industrielle Betriebe (AIB). Dieser befindet sich ebenfalls in einem sanierungsbedürftigen Zustand, sodass die Arbeiten koordiniert erfolgen sollen.

Gemäss Chroniken erlebt das hintere Frenkental mit guter Regelmässigkeit in jedem Jahrhundert zwei Hochwasser. Letztmals ist die Hintere Frenke in Reigoldswil im Jahre 1997 über die Ufer getreten und hat entlang der Kantonsstrasse mehrere Liegenschaften überschwemmt. Die im Jahr 2011 erstellte Naturgefahrenkarte „Wasser“ zeigte, dass mehrere Liegenschaften im Projektperimeter in einem mittleren oder hohen Gefahrenbereich liegen. Untersuchungen belegen eine bestehende Abflusskapazität von lediglich der halben Wassermenge eines berechneten hundertjährlichen Hochwassers, was einer Wiederkehrperiode von ungefähr 20 Jahren entspricht. Das finanzielle Schadenpotenzial bei einem hundertjährlichen Ereignis für die Gebiete Rüschel und Unterbiel beträgt gemäss einer Vorstudie rund 9 Millionen Franken.

Es wurden Lösungsansätze für die Verkehrssituation wie auch für die Hochwassersicherheit erarbeitet und verglichen. Als Bestvariante hat sich für die Strasse, auf der sich auch die kantonale Radroute befindet, eine Kernfahrbahn mit beidseitigem Radstreifen sowie der Bau eines durchgehenden Trottoirs erwiesen. Seitens des Hochwasserschutzes sollen eine Absenkung der bestehenden Sohle und eine Verbreiterung der Hinteren Frenke die erforderliche Abflusskapazität des bestehenden Gerinnes sicherstellen. Die unterschiedlichen Ziele (Kantonsstrasse und Gewässer) wurden jeweils aufeinander abgestimmt und im vorliegenden, rechtskräftigen Bauprojekt berücksichtigt.

Die Ausführungskosten betragen 20,7 Millionen Franken (inkl. MwSt.), aufgeteilt auf die Kantonsstrasse und den Hochwasserschutz. Die erforderlichen finanziellen Mittel sind im Investitionsprogramm eingestellt. Der Baubeginn ist für 2020 vorgesehen.

> Landratsvorlage

Weitere Informationen.

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