Regierung will 50 Millionen Franken für Energiefördermassnahmen

02.02.2009
Die Baselbieter Regierung will während der nächsten zehn Jahre 50 Millionen Franken für Energiefördermassnahmen zur Verfügung stellen, vor allem für energetische Gebäudesanierungen.  Dabei handelt es sich um einen zentralen Baustein der im letzten Jahr veröffentlichten Strategie des Regierungsrates für die Energiepolitik des Kantons Basel-Landschaft.

Die wichtigen Eckpfeiler des nun ausgearbeiteten Förderprogramms für Energieeffizienz und erneuerbare Energien mit Schwerpunkt Gebäudesanierung hat das Parlament im letzten Jahr einstimmig beschlossen. Ausschlag hatte ein Vorschlag der Umweltschutz- und Energiekommission (UEK) im letzten Sommer gegeben.

Nach Auftrag des Parlaments sollen die bisher verfügbaren energiepolitischen Fördermittel für die nächsten zehn Jahren massiv erhöht werden. Es soll auch ein thematischer Schwerpunkt bei der energetischen Sanierung von Altbauten gesetzt werden. Gemäss der nun ausgearbeiteten Landratsvorlage soll mit 30 bis 35 Mio. Franken ein Grossteil des beantragten Verpflichtungskredits in die energetische Sanierung von Altbauten fliessen. Vorgesehen sind Förderbeiträge an die energetische Sanierung von Einzelbauteilen (z.B. Fenster, Dach, Keller), an die energetische, allenfalls etappierte Gesamtsanierung und an die in diesem Zusammenhang vorgesehe Beratung durch einen ausgewiesenen Energiecoach. Auf diesem Weg soll der üblicherweise sehr hohe Energieverbrauch von Altbauten im Hinblick auf die Zielsetzungen der regierungsrätlichen Energiestrategie sukzessive gesenkt werden. Diese sieht nämlich vor, dass Altbauten bis ins Jahr 2050 den Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft entsprechen sollen.
Neben der energetischen Sanierung von Altbauten werden auch in der bisherigen Förderung von energieeffizienten Neubauten und in der bisherigen Förderung von erneuerbaren Energien zur Wärmeproduktion die verfügbaren Fördermittel aufgestockt.

Insgesamt soll das neue Förderprogramm eine energetische Wirkung von rund 170'000 MWh pro Jahr erreichen und der CO2 -Ausstoss um 60'000 Tonnen reduziert werden. Die erwartete regional-wirtschaftliche Wirkung der Förderung in Höhe von rund 30 Mio. Franken pro Jahr ist  in der aktuellen volkswirtschaftlichen Lage ein willkommener Nebeneffekt.

Die Landratsvorlage geht nun in eine dreimonatige Vernehmlassung und  anschliessend von der Regierung zur Beratung in der UEK an den Landrat überwiesen.

>>> vgl. aktuelle Vernehmlassungen

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst

Für Rückfragen:
Christoph Plattner, Amt für Umweltschutz und Energie,  Ressortleiter Energie und Wasserversorgung, Tel.  061 552 55 21

Liestal, 2. Februar 2009