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11.05.2015
Qualifizierte Fachkräfte sichern: Wirtschaft und Kanton setzen sich ein
Qualifizierte Fachkräfte sichern: Wirtschaft und Kanton setzen sich für die Stärkung der dualen Berufsbildung ein
Im Rahmen der Wirtschaftsförderung des Kantons Basel-Landschaft wurde das Teilprojekt
Bildung, Forschung und Innovation initialisiert. Schwerpunkt des Teilprojekts war es, den
Bedarf an Fachkräften in der Region zu konkretisieren. Zu diesem Zweck wurde eine Unternehmensbefragung
im Wirtschaftsraum Basel durchgeführt. Die Stärkung der dualen
Berufsbildung (Ausbildung in Betrieb und Berufsschule/Lehre) sowie eine engere Koordination
mit den Bildungsinstitutionen stellen zentrale Anliegen der befragten Unternehmen
dar.
In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Baselland und der Handelskammer beider Basel
wurde eine qualitative und quantitative Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse der 528 auswertbaren
Fragebögen sowie die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen wurden mit ausgewählten
Unternehmensvertretern besprochen. Der dualen Berufsbildung sowie einer verstärkten
Koordination mit den verantwortlichen Bildungsinstitutionen wurde ein hoher Stellenwert beigemessen.
Gemäss Rückmeldung der Befragten ist die Rekrutierung von Fachkräften in technischen und
gewerblich-industriellen Berufen besonders schwierig. Bei kaufmännischen Berufen und in der
Informatik wird der Fachkräftemangel als weniger gravierend beurteilt. Besonders anspruchsvoll
ist es, Personen mit einer höheren Fachausbildung zu finden. Bei Personen mit dualer Berufsbildung
und akademischer Ausbildung wird die Rekrutierung weniger kritisch beurteilt. Erstaunlich
ist, dass über 40 Prozent der Befragten der Ansicht sind, dass die Basiskenntnisse der Schulabgänger/
innen nicht mehr ausreichend sind, um eine Berufslehre erfolgreich zu absolvieren.
Insgesamt sind die Befragten der Überzeugung, dass die Anforderungen der Unternehmen an
die Grundbildung auf Stufe Sek I und Berufsfachschule besser abgestimmt werden müssen. Aber
auch das Angebot an Lehrstellen sowie die mangelnde Attraktivität als Arbeitgeber werden als
mögliche Einflussfaktoren für den Fachkräftemangel erwähnt. Die Stärkung der dualen Berufsbildung,
der Fokus auf ausländische Bevölkerungsgruppen und Wiedereinsteigerinnen und -
einsteiger sowie die rasche Anpassung der Ausbildungsangebote an die Bedürfnisse der Wirtschaft
sind aus Sicht der Befragten wesentliche Massnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.
Die Beurteilung des Fachkräftemangels muss jeweils unter Berücksichtigung der spezifischen
Situation des Unternehmens vorgenommen werden (unter anderem Branche, Unternehmensgrösse,
Standort). Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sind daher verschiedene Einflussfaktoren
zu berücksichtigen. Anhand der Befragungsergebnisse lassen sich jedoch die nachfolgenden
Stossrichtungen herleiten:
Bildung, Forschung und Innovation initialisiert. Schwerpunkt des Teilprojekts war es, den
Bedarf an Fachkräften in der Region zu konkretisieren. Zu diesem Zweck wurde eine Unternehmensbefragung
im Wirtschaftsraum Basel durchgeführt. Die Stärkung der dualen
Berufsbildung (Ausbildung in Betrieb und Berufsschule/Lehre) sowie eine engere Koordination
mit den Bildungsinstitutionen stellen zentrale Anliegen der befragten Unternehmen
dar.
In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Baselland und der Handelskammer beider Basel
wurde eine qualitative und quantitative Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse der 528 auswertbaren
Fragebögen sowie die daraus resultierenden Handlungsempfehlungen wurden mit ausgewählten
Unternehmensvertretern besprochen. Der dualen Berufsbildung sowie einer verstärkten
Koordination mit den verantwortlichen Bildungsinstitutionen wurde ein hoher Stellenwert beigemessen.
Gemäss Rückmeldung der Befragten ist die Rekrutierung von Fachkräften in technischen und
gewerblich-industriellen Berufen besonders schwierig. Bei kaufmännischen Berufen und in der
Informatik wird der Fachkräftemangel als weniger gravierend beurteilt. Besonders anspruchsvoll
ist es, Personen mit einer höheren Fachausbildung zu finden. Bei Personen mit dualer Berufsbildung
und akademischer Ausbildung wird die Rekrutierung weniger kritisch beurteilt. Erstaunlich
ist, dass über 40 Prozent der Befragten der Ansicht sind, dass die Basiskenntnisse der Schulabgänger/
innen nicht mehr ausreichend sind, um eine Berufslehre erfolgreich zu absolvieren.
Insgesamt sind die Befragten der Überzeugung, dass die Anforderungen der Unternehmen an
die Grundbildung auf Stufe Sek I und Berufsfachschule besser abgestimmt werden müssen. Aber
auch das Angebot an Lehrstellen sowie die mangelnde Attraktivität als Arbeitgeber werden als
mögliche Einflussfaktoren für den Fachkräftemangel erwähnt. Die Stärkung der dualen Berufsbildung,
der Fokus auf ausländische Bevölkerungsgruppen und Wiedereinsteigerinnen und -
einsteiger sowie die rasche Anpassung der Ausbildungsangebote an die Bedürfnisse der Wirtschaft
sind aus Sicht der Befragten wesentliche Massnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels.
Die Beurteilung des Fachkräftemangels muss jeweils unter Berücksichtigung der spezifischen
Situation des Unternehmens vorgenommen werden (unter anderem Branche, Unternehmensgrösse,
Standort). Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels sind daher verschiedene Einflussfaktoren
zu berücksichtigen. Anhand der Befragungsergebnisse lassen sich jedoch die nachfolgenden
Stossrichtungen herleiten:
- Die Stärkung der dualen Berufsbildung wird als wesentlicher Einflussfaktor in Bezug auf den Fachkräftemangel beurteilt. Insbesondere die Förderung der technischen und gewerblich-industriellen Berufe sowie die Steigerung des Bekanntheitsgrads und die Attraktivität der dualen Berufsbildung für schulisch starke Schüler/innen stehen dabei im Vordergrund.
- Die Sicherstellung der Ausbildungsqualität durch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungsinstitutionen sowie durch die Prüfung der Ausbildungsangebote bzw. eine flexible Anpassung an veränderte Bedürfnisse stellt eine weitere Stossrichtung dar. Die Beurteilung der Ausbildungsangebote hinsichtlich des Anteils der Jugendlichen in den Fach- und Wirtschaftsmittelschulen ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Stossrichtung.
- Das Ausschöpfen vorhandener Potenziale bezieht sich auf ausländische Bevölkerungsgruppen, welche die Qualität und Bedeutung der dualen Berufsbildung oftmals weniger gut einschätzen können. Zu aktivieren sind aber auch Wiedereinsteiger/innen, die mittels gezielter Angebote den Einstieg in den Arbeitsmarkt leichter schaffen können.
- Die Bildungsleistungen sollen sich grundsätzlich an den Mechanismen von Angebot und Nachfrage ausrichten. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Ergebnisse ist zu prüfen, ob die Ausgestaltung eines adäquaten Anreizsystems (in Form von synchronisierten Einstiegshürden, zum Beispiel Bewerbungsverfahren) den Fachkräftemangel in den betroffenen Berufsgruppen beeinflussen kann.
Weiteres Vorgehen gemäss Ergebnisbericht
Die Regierung hat den Ergebnisbericht zur Kenntnis genommen und den Auftrag erteilt, bis
Herbst 2015 die genannten Handlungsempfehlungen in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden
zu konkretisieren und weiterführende Optimierungsvorschläge auszuarbeiten. Damit ist
eine solide Grundlage geschaffen worden, um die Anliegen der KMU im Bereich Fachkräftebedarf
aufzunehmen, und die Attraktivität des Wirtschafsstandorts Kanton Basel-Landschaft proaktiv
zu gestalten.
Die Regierung hat den Ergebnisbericht zur Kenntnis genommen und den Auftrag erteilt, bis
Herbst 2015 die genannten Handlungsempfehlungen in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden
zu konkretisieren und weiterführende Optimierungsvorschläge auszuarbeiten. Damit ist
eine solide Grundlage geschaffen worden, um die Anliegen der KMU im Bereich Fachkräftebedarf
aufzunehmen, und die Attraktivität des Wirtschafsstandorts Kanton Basel-Landschaft proaktiv
zu gestalten.
WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG KANTON BASEL-LANDSCHAFT, Kommunikation
Für Rückfragen:
Heinz Mohler, Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, Stv. Amtsleiter, Tel. 061 552 28 56
Doris Fellenstein Wirth, Leiterin Stab Hochschulen, Forschung und Innovation, Tel. 061 552 62 14