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Projektierung Sanierung und Erweiterung ARA Birsig

07.06.2017 10:00

Für die Ausarbeitung des Vor- und Bauprojekts zur Sanierung, Kapazitätssteigerung und Erweiterung der Kläranlage ARA Birsig mit einer Schlammfaulung und einer Stufe zur Reduktion von Mikroverunreinigungen beantragte der Regierungsrat dem Landrat einmalige Ausgaben in Höhe von 750‘000 Franken (exkl. MWST).

Aufgrund des stetigen Bevölkerungswachstums und der zunehmenden Schmutzfrachten aus Industrie und Gewerbe wird die seit über 20 Jahren in Betrieb stehende Abwasserreinigungsanlage ARA Birsig in Therwil über das damals dimensionierte Mass belastet. Unter normalen Betriebsbedingungen können die bisher gültigen Einleitbedingungen noch eingehalten werden. Die Systemreserven sind aber mittlerweile vollständig ausgeschöpft. In Folge der künftigen Entwicklung der Bevölkerung sowie von Industrie und Gewerbe wird die Lage zunehmend heikler.

Mit einer Machbarkeitsstudie wurden Lösungen für die Werterhaltung und Gewährleistung der Betriebssicherheit erarbeitet und mittels Wirtschaftlichkeitsrechnungen bewertet. Eine maschinelle Vorklärung soll die biologische Reinigungsstufe um 40 bis 50 Prozent entlasten, was zu einer entsprechenden Kapazitätssteigerung führt. Damit wird ein sicherer Betrieb bis 2045 sichergestellt. Dies erfordert auch ein neues, hermetisch abgeschlossenes Schlammbehandlungskonzept. Das anfallende Biogas wird vor Ort genutzt und wird ca. 60 Prozent des Gesamtenergiebedarfs der ARA abdecken. Die Energieeffizienz und die Entsorgungssicherheit verbessern sich.

Die ARA Birsig muss aufgrund der Regelungen der eidgenössischen Gewässerschutzverordnung (GSchV) und gemäss einer Planung des AUE bis spätestens Ende 2028 mit einer Stufe zur Reduktion von Mikroverunreinigungen erweitert werden. Um Synergien für Planung und Bau zu nutzen, wird die zusätzliche Verfahrensstufe zusammen mit den oben erläuterten Massnahmen realisiert. Somit entfällt die Bundesabgabe bereits ab ca. 2021. Als Bestvariante wird eine Ozonung vorgeschlagen. Diese ist bezüglich der Jahreskosten am günstigsten und kann optimal in das bestehende Anlagenlayout integriert werden.

Die mit dieser Vorlage zu bewilligenden Projektierungskosten betragen 750‘000 Franken (exkl. MwSt, Kostengenauigkeit +/- 30 Prozent). Die Planung umfasst die Erarbeitung des Vor- und des Bauprojekts. Auf Basis des Bauprojekts mit einer Kostengenauigkeit von +/- 10 Prozent soll der Baukredit für die Realisierung der Massnahmen erstellt werden.>

> Landratsvorlage

Für Rückfragen:
Pascal Hubmann, Leiter Amt für Industrielle Betriebe, Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD), 061 315 10 10

Weitere Informationen.

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