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Projekt Geographisches Informationssystem der Oberrheinkonferenz erfolgreich abgeschlossen

23.06.2008

Am vergangenen 20. Juni 2008 fand im Schloss Ebenrain in Sissach die Abschlusstagung des Geografischen Informationssystems für den Oberrheinraum statt. Die erstellten Karten und digitalen Daten sollen den grenzüberschreitenden Planungen als Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung dienen.



Die Arbeiten zum Aufbau eines Geographischen Informationssystems im Mandatsgebiet der Oberrheinkonferenz (GISOR) wurden in den Jahren 2004 bis 2008 mit Interreg IIIA Mitteln der Europäischen Union finanziert und von verschiedenen Partnern finanziell mit-unterstützt. Die erstellten Karten und digitalen Daten sollen die grenzüberschreitenden Planungen auf den Ebenen der Oberrheinkonferenz (ORK) sowie der Kreise, Kantone und Départements unterstützen und dementsprechend als Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung dienen. Das Projekt GISOR hat folgende Ziele:

- Zusammenführen und Aufarbeiten von bereits bestehenden Geodaten aus den drei Ländern sowie die Erarbeitung von neuen Grundlagedaten, als Basis für die Raumbeobachtung und -entwicklung.
- Entwicklung einer „gemeinsamen Sprache“ und von gemeinsamen Definitionen, welche die Art der Behandlung der Themen und ihrer Darstellung festlegt und somit die Vergleichbarkeit der national unterschiedlichen Basisdaten gewährleistet.
- Entwicklung eines Datenmodells, das den logischen Zusammenhang dieser Daten sicherstellt und den Datenaustausch ermöglicht.
- Aufbau einer Metadatenbank.
- Regelmässige Aktualisierung der Daten sowie deren Aufbereitung zur Nutzung in unterschiedlichen Massstäben.
- Aufbau einer Kommunikations- und Austauschplattform und einer GIS-Servicestelle mit abgestimmten Daten aus einzelnen Partnerländern. Die Plattform verwaltet auch Daten, die in verschiedenen Projekten erarbeitet wurden, aktualisiert sie und stellt sie anfragenden Stellen/Institutionen zur Verfügung.
- Austausch mit den einzelnen Arbeitsgruppen der Oberrheinkonferenz, um wirksam deren Arbeiten zu unterstützen.
Auf der Internetseite der Oberreinkonferenz können Karten zu diversen Themen, die im Rahmen der ORK diskutiert werden, heruntergeladen werden. Den Karten liegen strukturierte und dokumentierte Geodaten zugrunde, die projektbezogen im Rahmen der ORK weiterverwendet werden können.
Das GISOR-Projekt trägt zur Entwicklung zukünfiger Zusammenarbeitsformen auf Ebene des Oberrheinraumes bei und stärkt gleichzeitig auch dessen internationale Ausrichtung. GISOR bietet die Möglichkeit, « gemeinsam» und nicht wie bisher « allein mit den Daten der anderen » zu entscheiden. Der Einsatz gemeinsamer technischer Infrastrukturen und Bearbeitungsregeln ermöglicht es nicht nur mit grenzüberschreitenden Daten zu arbeiten, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag an die Entwicklung neuer gemeinsamer Sichtweisen und Vorstellungen des Oberrheinraums.

1998 hatte die deutsch-französisch-schweizerische Oberrheinkonferenz ihre Arbeitsgruppe Raumordnung mit der Ausarbeitung kartographischer Planungsgrundlagen beauftragt. Für die Umsetzung wurde der Expertenausschuss Kartographie eingesetzt. Ihm gehören Vertreter verschiedener staatlicher Organe und Planungsträger aus den Mitgliedsländern der ORK an.

Mehr Informationen unter: www.sigrs-gisor.org
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für Rückfragen:  
Thomas Noack, Amt für Raumplanung, Leiter Grundlagen und Informatik, Tel. 061 552 54 97

Liestal, 23. Juni 2008

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