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Oberwil: Naturschutzgebiet „Ziegelei" eingeweiht

28.06.2010
Heute hat Regierungsrat Jörg Krähenbühl, Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion, das Naturschutzgebiet „Ziegelei" in Oberwil eingeweiht. 1994 wurde die Ziegelei-Grube ins Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen. Seit 2001 mussten die Kantone Schutzmassnahmen für die erfassten Amphibienlaichgebiete erarbeiten. Entstanden ist eine neue Tümpel-Landschaft, wovon verschiedene Kröten, Frösche und Molche profitieren. Zusätzlich wurde ein Amphibienleitsystem gebaut, damit die Tiere die Kantonsstrasse gefahrlos "überqueren" können.
Während rund 100 Jahren wurde im Gebiet Ziegeleigrube in Oberwil in grossem Umfang Lehm abgebaut zur Herstellung von Backsteinen und Ziegeln. Die Ziegeleigrube entwickelte sich rasch zu einem wertvollen Biotop. Auf Anregung von lokalen Naturschützern entstanden 1970 zusätzliche Tümpel für Amphibien und andere Wasser bewohnende Lebewesen.
1994 wurde die Ziegelei-Grube ins Bundesinventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung (IANB) aufgenommen. Seit 2001 ist dieses Inventar in Kraft, mit der Konsequenz, dass die Kantone innert einer festgesetzten Frist für den Schutz der erfassten Amphibienlaichgebiete zu sorgen hatten. Dies stellte eine Herausforderung dar, weil der Lehmabbau in diesem Gebiet 1997 eingestellt wurde und eine Auffüllverpflichtung für die Grube bestand. Nach fünf Jahren war die Grube aufgefüllt und es entstand eine neue Tümpel-Landschaft, wovon die Amphibien nun profitieren. In diesem Gebiet heimisch sind unter Anderem: Kreuzkröten, Grasfrösche, Teichfrösche und Fadenmolche. Die offene, als extensive Viehweide mit Schottischen Hochlandrindern gepflegte Naturschutzfläche ist auch für zahlreiche seltene Vogelarten attraktiv - sowohl zum Brüten, als auch als Rastplatz für Zugvögel.
Im vergangenen Jahr baute das Tiefbauamt ein rund 600 Meter langes Leitsystem für Amphibien und andere Kleintiere, damit diese die Kantonsstrasse gefahrlos "überqueren" können. Dadurch ist die „Ziegelei" mit dem 1.5 Kilometer entfernten Naturschutzgebiet „Herzogenmatt" in Binningen - ebenfalls ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung - verbunden.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
Für Rückfragen:
Peter Tanner, Amt für Raumplanung, Leiter Abteilung Natur und Landschaft,  
Tel. 061 552 60 46

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