Messung der Stickstoff-Gesamtdeposition in der Schweiz

15.01.2014
Der Stickstoffeintrag in empfindliche Ökosysteme ist nach wie vor zu hoch. Zur Verminderung der Einträge hat der Bund bereits 2009 Emissionsreduktionen beschlossen. Bund und Kantone führen 2014 weitere Messungen durch mit dem Ziel, eine räumliche Gesamtschau sowie eine zeitliche Entwicklung der Stickstoffeinträge zu erhalten.

In der Schweiz erhalten rund 90% der Waldökosysteme und rund 50% der empfindlichen Ökosysteme wie Moore, Magerwiesen und Trockenrasen zu hohe Stickstoffeinträge aus der Luft. Zur Verminderung der Einträge und Einhaltung der Grenzwerte hat der Bundesrat in dem im Jahr 2009 beschlossenen Luftreinhaltekonzept (LRK) weitere Emissionsreduktionen im Bereich Strassenverkehr und Landwirtschaft beschlossen.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und verschiedene Kantone führen im Jahr 2014 eine Messkampagne für die Bestimmung der Gesamtstickstoffdeposition durch. Für die Probenahme werden passive Systeme wie Bulk-Sammler für die nassen und staubförmigen Anteile sowie Stickstoffdioxid- und Ammoniak-Passivsammler für die gasförmigen Anteile eingesetzt. Die Probenahmen dauern vom Januar bis Dezember 2014. Die Messergebnisse werden in einem gemeinsamen Messbericht zusammengefasst.

Ziel der Messungen ist es, eine räumliche Gesamtschau über die Stickstoffeinträge in der Schweiz zu erhalten und zeitliche Entwicklungen durch Wiederholung der Messungen an früher bereits beprobten Standorten, weiterzuverfolgen. In der Region Basel gibt es bis anhin derartige Messungen zur Bestimmung des Stickstoffeintrags in Wäldern. Mit der Aufnahme der Probenahme auf der Nenzlinger Weide als zusätzlicher Standort wird es möglich, eine Aussage über den Stickstoffeintrag in die empfindlichen Trocken- oder Halbtrockenrasen am Blauen-Südhang, zu machen.

Lufthygieneamt beider Basel

Liestal, 15. Januar 2014