Mehr Personal für ökologischen Ausgleich im Landwirtschaftsgebiet

18.02.2009
Die Abteilung Natur und Landschaft soll um 150 Stellenprozent aufgestockt werden. Dies für die Arbeiten im Rahmen des kantonalen Naturschutzprogramms "Ökologischer Ausgleich im Landwirtschaftsgebiet". Der Regierungsrat hat an der gestrigen Sitzung die Weiterführung dieses Programms bis 2013 beschlossen.
 
"Ökologischer Ausgleich im Landwirtschaftsgebiet" ist ein erfolgreiches kantonales Naturschutzprogramm. Ökologisch wertvolle Landwirtschaftsflächen werden mit Bewirtschaftungsverträgen als "ökologische Ausgleichsflächen" geschützt und gepflegt. So können einheimische Tier- und Pflanzenarten gefördert und erhalten werden.
 
In Gebieten, wo den einheimischen Tier- und Pflanzenarten nicht mehr genügend Lebensraum zur Verfügung steht, werden naturnahe Flächen neu angelegt und durch Vernetzungskorridore miteinander verbunden. Als Gegenleistung erhalten die Bewirtschafter - in der Regel Landwirte - eine angemessene Abgeltung.
In der Zwischenzeit sind auf einer Fläche von 2000 ha insgesamt über 3000 Areale unter Vertrag. Dies entspricht einem Anteil von 9.3% der Landwirtschaftlichen Nutzfläche. Weitere Areale sollen unter Schutz gestellt werden, bis 11% der Landwirtschaftlichen Fläche unter Vertrag stehen. Der Bund übernimmt dabei 75% der Kosten, im Zusammenhang mit dem neuen Finanzausgleich aber mit Auflagen.
 
Nebst der reinen Umsetzung (Vertragsverhandlungen, Ausfertigen der Verträge) ist neu auch eine Erfolgskontrolle durchzuführen. Es ist nachzuweisen, dass die Massnahmen des ökologischen Ausgleichs tatsächlich zu einer Erhöhung der Artenvielfalt führt. Dies setzt eine deutliche Aufstockung der personellen Ressourcen voraus: 50% für das Abwickeln der Verträge, 100% für die Erfolgskontrolle. Diese Stellen werden dem Amt für Raumplanung, Abteilung Natur und Landschaft, angegliedert.
 
Sofern der Landrat der Weiterführung dieses Naturschutzprogrammes zustimmt, wird die kantonale Naturschutzfachstelle entsprechend aufgewertet. Gleichzeitig wird damit auch die Voraussetzung für eine Neuorganisation der Abteilung geschaffen.
 
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
 
Für Rückfragen:
Jörg Krähenbühl, Regierungsrat, Tel. 061 552 54 03 (erreichbar von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr )