Massnahmen greifen: weniger Feinstaub im Winter 2010/2011

03.03.2011
Die Feinstaub-Belastung ist in diesem Winter trotz einigen erhöhten Konzentrationen Ende Dezember 2010 und im Februar 2011 im langjährigen Vergleich gering geblieben. Wegen reduzierten Feinstaub-Emissionen bei verschiedenen Quellen, hat sich die Luftqualität ganzjährig verbessert. Der neue Luftreinhaltplan beider Basel sorgt mit weiteren Massnahmen auch künftig dafür, dass Feinstaub teilweise gar nicht erst entstehen kann.

Besonders während Tagen mit austauscharmen Wetterbedingungen hat sich die Luftqualität im Winter verbessert. Dies zeigen Messungen des Lufthygieneamtes im Winterhalbjahr 2010/2011. Ende Dezember 2010 traten mit Werten um 70 Mikrogramm pro Kubikmeter die ersten hohen Feinstaubwerte in der Region auf. Im Februar 2011 folgten drei kurze Phasen mit Belastungen über dem Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter.

In der Agglomeration Basel und im ländlichen Gebiet kam es nur an ein bis zwei Tagen zu überschrittenen Grenzwerten. Dies ist deutlich weniger als im Mittel der vergangenen Jahre, in denen es an bis zu 10 Tage vorkam. In Basel-Stadt und an verkehrsexponierten Standorten wurde der Tagesgrenzwert hingegen an bis 15 Tage überschritten. Die höchsten gemessenen Konzentrationen lagen im Bereich von rund 70 Mikrogramm pro Kubikmeter. Zum Vergleich: Im Extremwinter 2006 wurde der Grenzwert an 25 Tage überschritten und das mit Spitzenwerten von 125 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Holzfeuerungsanlagen sind in den Wintermonaten für die erhöhten Feinstaubwerte mitverantwortlich. Im vergangenen Jahr wurden ergänzend zu den periodischen Messungen an Holzfeuerungsanlagen auch Stichprobenkontrollen durchgeführt. Bei rund der Hälfte der Anlagen waren lufthygienische Mängel zu beanstanden.

Der neue Luftreinhaltplan beider Basel legt für grosse Holzfeuerungsanlagen verkürzte Sanierungsfristen gegenüber der Luftreinhalteverordnung fest. Diese Massnahme wird die Feinstaubemissionen der Holzfeuerungen weiter reduzieren.

Eine weitere Quelle für Feinstaubemissionen sind die dieselbetriebenen Baumaschinen. Der Dieselruss gilt als besonders gesundheitsschädlich.
Seit einigen Jahren wurde gesamtschweizerisch die Partikelfilterpflicht für Baumaschinen auf Baustellen eingeführt. Im vergangenen Jahr veranlasste das Lufthygieneamt eine flächendeckende Kontrolle in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt. Die Ergebnisse dieser Kontrolle sind sehr erfreulich, bis auf wenige Ausnahmen erfüllten die kontrollierten Baumaschinen die gesetzlichen Vorschriften.

Die stündlich aktualisierten Messdaten können durch eine Filmanimation über 48 Stunden visualisiert und verfolgt werden. www.basler-luft.ch

Für Rückfragen:
Markus Camenzind, Lufthygieneamt beider Basel, Tel. 061 552 56 19

Liestal, 3. März 2011