Luftqualität im Jahr 2013: Mehr Ozon im Sommer

09.01.2014
An stark verkehrsexponierten Lagen ist die Luft nach wie vor sehr hoch mit Stickstoffdioxid belastet. Beim Feinstaub treten während winterlicher Kältephasen grossräumig erhebliche Überschreitungen des Tagesgrenzwertes auf. Die Dauer der übermässigen Ozonbelastung war im Jahr 2013 höher als im Vorjahr aufgrund der mehrtägigen Hitzephase im Juli.

Stickstoffdioxid
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Jahresmittelwerte kaum verändert. Sie lagen zwischen 12 und 58 Mikrogramm pro Kubikmeter. Damit bleibt die Überschreitung des Jahresgrenzwertes (30 Mikrogramm pro Kubikmeter) an stark verkehrsexponierten Strassen hoch bis sehr hoch. An diesen Standorten wird auch der Tagesgrenzwert (80 Mikrogramm pro Kubikmeter) an 8 bis 15 Tagen überschritten. Die maximalen Tageswerte erreichten Werte um 90 Mikrogramm pro Kubikmeter. Übermässige Stickstoffdioxid-Belastung ist damit nur an stark verkehrsbelasteten Lagen nach wie vor noch ein Problem, abseits stark befahrener Strassen werden die Grenzwerte eingehalten.

Feinstaub
Die Jahresmittelwerte als Mass der Dauerbelastung lagen zwischen 15 und 24 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Jahresgrenzwert (20 Mikrogramm pro Kubikmeter) wird an stark verkehrsexponierten Strassen überschritten. Im Vergleich zum Vorjahr war keine Änderung zu beobachten. Der Tagesgrenzwert (50 Mikrogramm pro Kubikmeter) als Mass für die Spitzenwerte wurde mit Werten zwischen 55 und 75 Mikrogramm pro Kubikmeter an allen Stationen überschritten. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Spitzenwerte aber um 20 Prozent abgenommen. Die Zahl der Tage mit Überschreitung des Grenzwertes blieb hingegen mit 1 bis 18 Tagen etwa gleich.

Ozon
Im Sommer 2013 lagen die maximalen Ozonwerte zwischen 127 und 183 Mikrogramm pro Kubikmeter. Damit ist der Grenzwert (120 Mikrogramm pro Kubikmeter) an allen Standorten überschritten worden. Die Dauer der Überschreitung ist sehr unterschiedlich. Sie erreicht in der Stadt bis 160 Stunden, auf den Höhenlagen sind es 550 Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine deutliche Zunahme. Grund dafür war die längere Hitzeperiode im Juli 2013. Im 2012 fehlte eine vergleichbare Periode. Trotzdem hat seit 2004 die Ozonbelastung um 10 – 25 Prozent abgenommen.

Weitere Informationen zur Luftqualität sind abrufbar im Internet ( www.basler-luft.ch ) und über die App "airCHeck" auf dem Smartphone.

Lufthygieneamt beider Basel

Liestal, 9. Januar 2014