Luftqualität 2008: Weniger Luftbelastung durch Schadstoffe in der Region

25.02.2009
Ein Vergleich über mehr als zehn Jahre zeigt für das Jahr 2008 eine geringe Luftbelastung. Trotzdem bleiben Feinstaub- und Stickstoffdioxid-Werte entlang von verkehrsintensiven Strassen hoch. Die Ozonwerte waren im letzten Jahr wegen dem regnerischen Sommer tiefer als im 2007.

Stickstoffdioxid: Hohe Belastung entlang der Hauptverkehrsstrassen
Die Jahresmittelwerte liegen zwischen 17 und 60 Mikrogramm pro Kubikmeter und zeigen gegenüber dem Vorjahr eine geringe Zunahme. Interessant ist die Abnahme an der Station Basel Feldbergstrasse: Dort hat der Jahresmittelwert wegen der Verkehrsverlagerung auf die Nordtangente von 64 auf 60 Mikrogramm pro Kubikmeter abgenommen. Dieser neue Mittelwert ist allerdings immer noch doppelt so hoch wie der Jahresgrenzwert von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Der Tagesgrenzwert von 80 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde nur direkt an stark befahrenen Hauptstrassen überschritten. An der Station Basel Feldbergstrasse wurden im Jahr 2008 32 Tage mit Grenzwertüberschreitung gezählt. Das sind 17 Tage weniger als im 2007. Die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid ist entlang von Strassen mit hohem Verkehrsaufkommen nach wie vor ein Problem.

Feinstaub: Die Herausforderung bleibt
Der Feinstaub-Jahresmittelwert ist im 2008 mit 18 bis 25 Mikrogramm pro Kubikmeter stabil geblieben. Der Jahresgrenzwert von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter wird dabei grossräumig leicht überschritten.

Die maximalen Tageswerte der verschiedenen Stationen lagen im 2008 zwischen 68 und 96 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Tagesgrenzwert von 50 Kubikmeter wurde je nach Gebiet an fünf bis 15 Tagen überschritten. Dies ist deutlich weniger als im Vorjahr. Wie schon im Winter 2007 liegt der Grund auch im 2008 im Ausbleiben lang dauernder Kältephasen mit ungünstigen atmosphärischen Bedingungen.

Die Bedeutung kalter Winter wird deutlich, wenn man aktuell die ersten Jahreswochen zum Vergleich heranzieht. Alleine während dem eisigen Januar 2009 wurde an der Station Basel St. Johanns-Platz während 14 Tage eine Belastung über dem Tagesgrenzwert gemessen. Im Januar 2008 war dies nur an drei Tagen der Fall.

Ozon: Spitzen über dem Grenzwert - doch Rekordtief seit Messbeginn
Die maximalen Stundenwerte liegen zwischen 145 und 170 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dies ist die tiefste Ozonbelastung seit Messbeginn vor rund 20 Jahren.

Der Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde in der Stadt Basel und in den Tälern des Baselbietes an 36 bis 200 Stunden überschritten. Auf den Höhenlagen wurde der Grenzwert im 2008 an bis 330 Stunden überschritten. Diese Werte sind deutlich tiefer als im Jahr 2007. Die Überschreitungen konzentrierten sich auf die wenigen hochsommerlichen Hitzephasen während der Monate Mai und Juli. Auch beim Ozon haben wir im 2008 von der Witterung profitiert, weil der Sommer regnerisch war. Deshalb wurde weniger Ozon produziert, die intensive lange Sonneneinstrahlung fehlte.

Fazit:
Es ist notwendig, die Umsetzung der Luftreinhalte-Massnahmen auf Kantons- wie auch auf Bundesebene konsequent weiter zu verfolgen.

>>> Jahreskennwerte Luftqualität Jahr 2008 [PDF]

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst

Für Rückfragen:
Markus Camenzind, Lufthygieneamt beider Basel, Tel: 061 552 56 19/20

Liestal, 25. Februar 2009