Laufental-Thierstein: Leitbild Wasserversorgung und Regionales Notwasserkonzept

28.09.2011
Ein im Auftrag der Umweltämter der beiden Kantone Basel-Landschaft und Solothurn erarbeitetes Leitbild für die Wasserversorgung der Region Laufental-Thierstein zeigt auf, wie sich die technischen Wasserversorgungsstrukturen aus übergeordneter regionaler Sicht entwickeln sollen. Es wurde gestern an einer Informationsveranstaltung in Zwingen den Beteiligten vorgestellt. Gemeinsam mit dem parallel dazu in einer Arbeitsgruppe erstellten Regionalen Notwasserkonzept liegen nun alle Grundlagen vor, um die Wasserversorgung hinsichtlich Wasserqualität, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu optimieren und auch Notlagen, wie z.B. ein Hochwasser, zu bewältigen. Die Kantone stehen den Gemeinden bei der Umsetzung der Massnahmen beratend zur Seite.

Als Folge der beim Hochwasser 2007 festgestellten Mängel bei der Trinkwasserversorgung hatten die Umweltämter der beiden Kantone Basel-Landschaft und Solothurn eine gemeinsame Wasserversorgungsplanung für die Region Laufental-Thierstein in Angriff genommen. Die Arbeiten erfolgten unter Einbezug aller betroffenen Akteure und zum Teil in Arbeitsgruppen. Die Resultate liegen nun in Form eines "Technischen Leitbildes" und eines "Regionalen Notwasserkonzeptes" vor und wurden den betroffenen Gemeinden und Wasserversorgungs-Verbänden an zwei Informationsveranstaltungen in Zwingen am 27. Juni 2011 und am 27. September 2011 vorgestellt.
 
Das "Technische Leitbild" zeigt auf, wie sich die Infrastruktur für die Wasserversorgung aus übergeordneter regionale Sicht entwickeln soll, damit die zukünftigen Anforderungen an die Wasserqualität, die Versorgungssicherheit und die Wirtschaftlichkeit optimal erfüllt werden können. Weiteres Optimierungspotenzial liegt in der Vereinfachung der heutigen Organisationsstrukturen.
 
Das "Regionale Notwasserkonzept" soll den Regionalen Führungsstäben bei der Bewältigung zukünftiger Notlagen mit regionalen Auswirkungen auf die Wasserversorgung, wie z.B. bei einem Hochwasser, als Koordinationsinstrument dienen. Das Konzept wurde in einer Arbeitsgruppe unter Mitwirkung aller in Notlagen beteiligten Akteure entwickelt. Enthalten ist darin auch ein Musterkonzept speziell für die Gemeinden der Region Laufental-Thierstein, mit dessen Hilfe diese ihre verbleibende Pflicht zur Erstellung eigener kommunaler Notwasserkonzepte mit minimalem Aufwand erfüllen können.

Damit ist die kantonale Wasserversorgungsplanung für die Region Laufental-Thierstein abgeschlossen. Für die Umsetzung der vorgesehenen Massnahmen sind nun die Gemeinden zuständig. Die Kantone stehen ihnen dabei beratend zur Seite.
 
>>>  Hintergrundinformation
 
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION BL, Kommunikation
 
Liestal, 28. September 2011     

Für Rückfragen:
Christoph Plattner, Amt für Umweltschutz und Energie BL, Tel. 061 552 55 21