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Kreuzkröten der Zurlindengrube erhalten neues Zuhause im Gebiet der Muttenzer Klingenthalgrube

22.03.2010
Der Kanton Basel-Landschaft (Bau- und Umweltschutzdirektion) sowie die Bürgergemeinde der Stadt Basel informierten heute Montag, 22. März 2010, die Medien über das neue Ampibienschutzgebiet in der Klingenthalgrube in Muttenz. Seit einigen Tagen wird dieses Gebiet für die Kreuzkröten der Zurlindengrube im Gebiet Salina-Raurica vorbereitet. Dies ist das Ergebnis eingehender Verhandlungen zwischen dem Kanton Basel-Landschaft, der Bürgergemeinde der Stadt Basel als Grundeigentümerin sowie den Gemeinden Muttenz und Pratteln. Die eigentliche Umsiedlung der Kröten erfolgt nicht vor 2013.

Die Zurlindengrube war 1994 provisorisch in das Bundesinventar der Ampibienschutzgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen worden. Um den Wert des gesamten Areals, das im Perimeter Salina-Raurica liegt, zu erhalten, hatte sich der Kanton Basel-Landschaft intensiv um einen Ersatzstandort für die geschützten Kreuzkröten bemüht. Deshalb nahm der Kanton Basel-Landschaft Kontakt mit der Bürgergemeinde der Stadt Basel auf, um einen allfälligen Umzug in die Klingenthalgrube in Muttenz zu diskutieren. Die Bürgergemeinde der Stadt Basel bot als Grundeigentümerin Hand zu einer Lösung, damit die langfristige Erhaltung der geschützten Tierarten gewährleistet werden kann.

Im Verlauf der Verhandlungen seit Mai 2007 einigten sich die Beteiligten auf ein Konzept des Amphibienspezialisten Christophe Berney. Dieses hält fest, welche Voraussetzungen für einen Umzug der «Kreuzkrötenpopulation Zurlindengrube» in das Gebiet Klingenthal gegeben sein müssen, und wie dieser neue Lebensraum gestaltet werden soll.  In der Folge wurden die Gesuche für den weiteren Kiesabbau und die anschliessende Renaturierung der Klingenthalgrube erarbeitet. Inzwischen liegen die erforderlichen Bewilligungen vor. Letztes Jahr einigten sich der Kanton Basel-Landschaft und die Bürgergemeinde der Stadt Basel im Grundsatz auch über ein Nutzungsabkommen im zukünftigen Schutzgebiet «Klingenthal».

Um das Gebiet Klingenthal zu einem geeigneten Lebensraum für die Kreuzkröte umzugestalten, wird der auf den aufgefüllten und rekultivierten Flächen wachsende Wald ausgelichtet. Der Boden wird mit einer Kiesschicht überdeckt, und es werden periodisch austrocknende Tümpel angelegt. Um die Tiere vor dem Strassentod zu bewahren, wird entlang der Prattlerstrasse ein Amphibienleitsystem installiert. Ein erster Laich der Kreuzkröten soll im 2011 im neu erstellten Lebensraum Klingenthal ausgesetzt werden. Die bestehende Kreuzkrötenpopulation der Zurlindengrube wird anschliessend umgesiedelt.
Der Kanton Basel-Landschaft nimmt den Start der Gestaltung des neuen Lebensraumes für die Kreuzkröten zum Anlass für einen stärkeren Einbezug der Naturschutzverbände.

Für Donnerstag, 25. März 2010, wird die Anwohnerschaft in unmittelbarer Nähe der Klingenthalgrube zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. 

>>> Hochauflösendes Bild 1 für die Presse
>>> Hochauflösendes Bild 2 für die Presse

Für Rückfragen:
Kanton Basel-Landschaft: Markus Plattner, Amt für Raumplanung, Abt. Natur und Landschaft, Tel. 061 552 55 84

Bürgergemeinde der Stadt Basel: Leonhard Burckhardt, Bürgerrat, Telefon 061 267 12 53

Weitere Informationen.

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