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Kommunale Abfallstatistik Kanton Basel-Landschaft 2016

30.08.2017 11:20
Die 86 Baselbieter Gemeinden haben im Jahr 2016 rund 92‘500 Tonnen Siedlungsabfälle gesammelt und der Verwertung oder Entsorgung zugeführt. Im Durchschnitt entspricht dies 323 kg Abfall pro Person und Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Abfallmenge leicht zugenommen. Mehr als die Hälfte der Siedlungsabfälle wurde stofflich verwertet. Die restliche Menge wurde unter Energiegewinnung in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Basel verbrannt.
 
Die Sammlung und Bewirtschaftung der Siedlungsabfälle fällt in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden. Die Baselbieter Gemeinden haben im Jahr 2016 rund 92‘500 Tonnen Siedlungsabfällen gesammelt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer leichten Zunahme (+ 1‘500 Tonnen). Pro Person ergibt dies eine Abfallmenge von 323 kg. Die Abfallmenge (+ 1.6 %) hat im Vergleich zur Bevölkerungsentwicklung (+ 0.8 %) leicht überproportional zugenommen.
 
Die Mengen der durch Gemeinden separat gesammelten Wertstoffe unterliegen typischerweise Schwankungen. Seit einigen Jahren rückläufig ist die Menge an Papier und Karton. Ebenfalls eine Abnahme ist 2016 bei Glas und Öl zu verzeichnen. Zugenommen haben die Sammelmengen bei Metallen und Textilien und insbesondere bei den biogenen Abfällen. Die Recyclingquote liegt bei 52.3 %.
 
Im 2016 wurden durch die Baselbieter Gemeinden pro Person folgende Siedlungsabfallmengen gesammelt:
 

Weiterhin kann ein starker Trend zur Entsorgung von Wertstoffen via zentrale, privatwirtschaftliche Entsorgungscenter beobachtet werden. Die so entsorgten Abfallmengen werden durch die kommunale Abfallstatistik nicht erfasst.

Bild Legende:
Die Siedlungsabfallwirtschaft entwickelt sich laufend weiter. Intensiv diskutiert wird gegenwärtig die Sammlung von gemischten Kunststoffabfällen. Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), verschiedenen Verbänden und acht Kantonen (darunter auch der Kanton Basel-Landschaft) haben die Firma Carbotech AG und das Hochschulinstitut UMTEC die Umweltauswirkungen der Verwertungs- und Entsorgungswege von Kunststoffabfällen aus Schweizer Haushalten untersucht (Studie KuRVe). Die Studie kommt zum Schluss, dass die Sammlung von gemischten Kunststoffabfällen aus Haushaltungen generell einen geringen ökologischen Nutzen bringt und hohe Kosten generiert. Die Studie zeigt auch, dass die Energieeffizienz der regional genutzten KVA eine zentrale Rolle spielt. Die Sammlung und Verwertung von gemischten Kunststoffabfällen bringt im Vergleich zur Verbrennung in einer KVA mit hoher Energieeffizienz keinen ökologischen Mehrwert. Die Siedlungsabfälle aus dem Kanton Basel-Landschaft werden in der KVA Basel – der Anlage mit der schweizweit besten Energieeffizienz – verbrannt.
 
Aufgrund dieser Ausgangslage wird die Nutzung der bestehenden, selektiven Separatsammlungen für PET-Getränkeflachen und Kunststoffflaschen (via Detailhändler) empfohlen. Diese Systeme bilden eine gute Grundlage für ein hochstehendes Recycling, da nur Abfälle gesammelt werden, welche auch stofflich verwertbar sind.
Beilage:
Grafik zur Mengenentwicklung der Siedlungsabfälle
Link zur Studie KuRVe:
Bild Legende:

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