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Kanton Basel-Landschaft nimmt Stellung zu den Studien der SBB für eine Entflechtung im Raum Liestal

28.09.2011
Der Kanton Basel-Landschaft spricht sich dafür aus, dass die von den SBB geplante kreuzungsfreie Verknüpfung der Bahnstrecken von Frenkendorf-Füllinsdorf und vom Adlertunnel südlich des Bahnhofs Liestal realisiert wird. Wie Regierungsrätin Sabine Pegoraro heute Mittwoch in Liestal an einer Medienkonferenz der Bau- und Umweltschutzdirektion und der Stadt Liestal erklärte, würde diese Variante Süd den grössten Nutzen für Stadt und Kanton generieren.

Die bestehende niveaugleiche Vereinigung der Strecken vom Adlertunnel und von Frenkendorf bewirkt heute stündlich Abkreuzungskonflikte zwischen S-Bahnen, Güterzügen und dem Fernverkehr im Bahnhof Liestal. Um einen stabileren Betrieb zu ermöglichen und die Voraussetzungen für einen Ausbau der Regio-S-Bahn zu schaffen, planen die SBB deshalb im Auftrag des Bundes eine kreuzungsfreie Verknüpfung dieser beiden Strecken. Die Entflechtung Liestal wird dabei als Teil des Grossprojekts "Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur" ZEB durch den Bund finanziert.

Im April dieses Jahres stellten die SBB dem Kanton Basel-Landschaft und der Stadt Liestal erste Studien zu einer sogenannten Entflechtung in Liestal vor. Die Stadt und der Kanton nutzten die Möglichkeit, sich frühzeitig zu den Varianten zu äussern.

Der Kanton Basel-Landschaft steckt grosse Erwartungen in das geplante Bauwerk. Es ist laut Pegoraro von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung der Regio-S-Bahn. Gleichzeitig bietet sich in Kombination mit dem neuen Bushof die Chance, die Attraktivität des wichtigen Umsteigeknotens Liestal weiter zu steigern. Neben diesen Aspekten ist es dem Kanton auch wichtig, dass der Kantonshauptort durch den Ausbau der Bahninfrastruktur nicht in seiner Entwicklung behindert wird, wie Pegoraro ausführte.

Aufgrund der grossen Bedeutung des Projekts begrüsst es der Kanton Basel-Landschaft laut Pegoraro sehr, dass er gemeinsam mit der Stadt Liestal bereits frühzeitig in den Planungsprozess der SBB eingebunden wird und im Rahmen der Variantenwahl dazu Stellung nehmen kann. In seiner Stellungnahme betone der Regierungsrat die Anliegen der Nutzer des öffentlichen Verkehrs der Region und unterstütze die Voten der Stadt Liestal bezüglich den Eingriffen in das Ortsbild und die Infrastruktur von Liestal. Wichtig, so die Vorsteherin der Bau- und Umweltschutzdirektion weiter, erschienen dem Kanton bei der Variantenwahl insbesondere folgende Ziele:
 
  • Möglichst frühzeitige Realisierung eines Wendegleises für die S-Bahn
  • Aufrechterhaltung des heutigen Angebots im Personenverkehr während der Bauzeit
  • Flexibel nutzbare Perronanlagen ohne betriebliche Einschränkungen
  • Optimale Verknüpfung zwischen Perronanlagen und Bushof
  • Minimale Auswirkungen eines Vollausbaus mit Anschluss Wisenbergtunnel auf den Bahnhof Liestal
  • Günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis für Entflechtung und späteren Vollausbau
 
Regierungsrätin Sabine Pegoraro zeigte sich abschliessend überzeugt davon, dass aus Sicht des Kantons Basel-Landschaft diese Zielvorgaben durch eine Entflechtung südlich des Bahnhofs besser erfüllt werden, als durch die beiden Varianten mit einer Entflechtung nördlich des Bahnhofs.
 
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
 
Für Rückfragen:
Markus Meisinger, Amt für Raumplanung, Leiter Abteilung öffentlicher Verkehr, Tel. 061 552 54 08
 
Liestal, 28. September 2011

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