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18.03.2013
Inertstoffeponien belasten Gewässer nicht
Langjährige Überwachung der Sickerwässer zeigt: Inertstoffeponien belasten Gewässer nicht
Im Kanton Basel-Landschaft werden die gesetzlichen Einleitbedingungen für Sickerwässer in Bäche und Flüsse eingehalten. Das hat eine Auswertung der langjährigen Überwachung der Sickerwässer aus den sieben in Betrieb stehenden und drei ausgewählten abgeschlossenen Inertstoffdeponien sowie ergänzende Analysen des Amts für Umweltschutz und Energie auf Spuren organischer Schadstoffe ergeben.
In den sieben Inertstoffdeponien werden Aushub und andere nicht verwertbare mineralische Bauabfälle aus der Region Nordwestschweiz abgelagert. Das Amt für Umweltschutz und Energie hat die Sickerwässer aus den Inertstoffdeponien auf Schadstoffe untersucht. Es zeigte sich, dass weder die in Betrieb stehenden noch die bereits abgeschlossenen Inertstoffdeponien die Gewässer negativ beeinflussen.
Bei jedem Bauvorhaben in der Region entstehen grosse Mengen an Bauabfällen. Ein wesentlicher Teil dieser Abfälle wird heute wieder verwertet. Es bleibt aber beim Aushub und beim Bauschutt immer noch ein Volumen von jährlich mehreren hunderttausend Kubikmetern, das auf sogenannten Inertstoffdeponien abgelagert werden muss.
In Inertstoffdeponien dürfen nur gesteinsähnliche, schadstoffarme Materialien eingelagert werden, die beim Auswaschen mit Wasser kaum Schadstoffe abgeben. Hierzu gehören zum Beispiel Bauabfälle wie Beton, Ziegel, Glas, Strassenaufbruch sowie unverschmutztes Erdreich, das nicht anderweitig verwendet werden kann. Inertstoffdeponien unterstehen einer Bewilligungspflicht und einer strengen Überwachung. Diese sind in der technischen Verordnung über Abfälle (TVA) des Bundes festgelegt.
Die Überwachung der Sickerwässer aus Inertstoffdeponien ist ebenfalls in der TVA geregelt. Sickerwässer sind in Deponien gelangtes Niederschlagswasser. Auf dem Weg in den Untergrund kann es im ungünstigsten Fall Schadstoffe aufnehmen und so beispielsweise das Grundwasser verunreinigen.
Die Auswertung der langjährigen Überwachung der Sickerwässer aus den sieben in Betrieb stehenden und drei ausgewählten abgeschlossenen Inertstoffdeponien
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sowie ergänzende Analysen des Amts für Umweltschutz und Energie auf Spuren organischer Schadstoffe haben Folgendes ergeben:
- Die gesetzlichen Einleitbedingungen für Sickerwässer in Bäche und Flüsse werden eingehalten. Die Qualität der Sickerwässer liegt im schweizerischen Durchschnitt.
- Bachsedimente (sie sind eigentliche Archive für Umweltbelastungen) unterhalb der Einleitung von Sickerwässern zeigten keine Auffälligkeiten.
- In einzelnen Fällen wurden Spuren organischer Schadstoffe gefunden. Sowohl die Konzentrationen als auch die Frachten lagen in einem sehr tiefen Bereich, so dass keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu befürchten sind.
Die Ergebnisse sind ein erfreuliches Indiz dafür, dass die Eingangskontrolle der Betreiber auf den Deponien gut funktioniert und in der Regel nur zugelassene Inertstoffe abgelagert werden. Die Eingangskontrollen werden ergänzt durch das seit Jahren etablierte kantonale Zulassungsverfahren für die Deponierung von Abfällen. Die Überwachung der Sickerwässer aus Inertstoffdeponien wird - wie vom Gesetz her vorgesehen - weiter geführt.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
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In Betrieb stehende Inertstoffdeponien (ISD)
In Betrieb stehende Inertstoffdeponien (ISD)
- Bennwil, Bruggtal
- Langenbruck, Helfenberg
- Liestal, Höli
- Reigoldswil, Eichenkeller
- Seltisberg, Buchhalde
- Sissach, Strickrain
- Wahlen, Muesch
ausgewählte abgeschlossene ISD
- Arisdorf, Hinterhürst
- Lausen, Chueftel
- Oberwil, Weihergässli