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Hochwasser 2007 ausgewertet - Handlungsbedarf erkannt

26.08.2008

Das Hochwasser vom August 2007 im Baselbiet war vor allem im Laufental ein so genanntes Jahrhunderthochwasser. Fachleute haben in den vergangenen Monaten die Entstehung und die Schäden ausgewertet. Fazit: Das kantonale Wasserbaukonzept wird angepasst; erkannte Hochwasserschutzdefizite sind mit der in Bearbeitung befindlichen Gefahrenkarte abzugleichen.



Der Kanton Basel-Landschaft stützt sich in seiner Hochwasserschutzphilosophie auf das Bundes-System der Differenzierung der Schutzziele: Gebiete mit einem hohen Schadenspotenzial erhalten einen höheren Schutz als Gebiete mit geringerem Schadenspotenzial.

Konkret heisst das, dass in ausgewählten Gemeinden entlang der Birs diverse Massnahmen geplant werden müssen, um den Hochwasserschutz zu verbessern und die Durchflusskapazität auf die neue Hochwassermenge zu steigern. Die notwendige Projektierung erfolgt unter Mitwirkung der Gemeinden und interessierten Kreisen. Denkbare Massnahmen sind der Bau von Uferdämmen und -mauern, um bedrohte Gebiete zu schützen.

Ebenso wird ein Frühwarnsystem an den Hauptgewässern des Kantons geprüft. Um ein solches System aber aufzubauen, müssen zuerst die Bedürfnisse der Nutzer geklärt werden. Weitere zu definierende Eckpfeiler sind Warnzeiten, Niederschlagsschwellenwerte, zusätzliche Messtationen, die Übermittlung etc.
Alle diese Massnahmen können ohne die Mitarbeit der Gemeinden und der Grundeigentümer nicht umgesetzt werden. Die Massnahmen sind auch nicht im ordentlichen Wasserbauinvestitionsbudget von ca. vier Mio Franken jährlich enthalten.

Heute liegt der Synthesebericht Hochwasser 2007 im Kanton Basel-Landschaft vor. Die Schutzkonzepte in ausgewählten Abschnitten können erarbeitet werden. Die Konzepte in den Gemeinden Liesberg, Laufen, Zwingen, Grellingen und Duggingen sollten bis Anfang 2009 vorliegen. Die mit der Gefahrenkarte abgestimmten Resultate werden bis voraussichtlich 2010 in das Wasserbaukonzept eingearbeitet.
Das Hochwasser vom 8./9. August 2007 war an der Birs das zweitgrösste der letzten 300 Jahre. Grosse Birshochwasser mit beträchtlichem Schaden ereigneten sich 1881, 1946 und 1973.

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst

Für Rückfragen: 
Jaroslav Mišun, Tiefbauamt, Leiter Wasserbau, Tel. 079 348 39 00

Liestal, 26. August 2008

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