Hafenlärm Birsfelden: Messungen aufgenommen

21.12.2009
Seit wenigen Tagen ist die Lärmmessstation auf der Seite Grenzach-Wyhlen in Betrieb. Technische Schwierigkleiten hatten den Start der vereinbarten Lärmmessungen immer wieder verzögert.
 
Die Lärmmessstation befindet sich direkt gegenüber dem Birsfelder Hafen. Der definitive Betrieb soll im Laufe des Januars 2010 erfolgen. Die Messstation ermöglicht, die Lärmimmissionen auf Seite Grenzach-Wyhlen zu verfolgen. Um diese Immissionen eindeutig als Hafenlärm identifizieren zu können, soll im ersten Quartal 2010 eine weitere Messstation im Birsfelder Hafen errichtet werden. Die Bau- und Umweltschutzdirektion erhofft sich mit dieser Massnahme eine weitere Versachlichung der Gespräche um den Hafenlärm.
 
Ebenfalls abgeschlossen ist der Lärmbelastungskataster für den Birsfelderhafen und den Auhafen. Der Kataster weist für den deutschen Raum keine Immissionsgrenzwertüberschreitung aus, während an zwei Standorten in Birsfelden die Grenzwerte leicht überschritten sind. Die Erarbeitung des Lärmbelastungskatasters wurde durch eine deutsche Behörden- und Fachdelegation sowie die Schweizerischen Rheinhäfen begleitet. Der Lärmbelastungskataster soll jährlich aktualisiert werden. Am vergangenen Runden Tisch von Ende November hatten die deutschen Behördenvertreter darauf hingewiesen, dass für die Transparenz des Lärmkatasters die Grunddaten den Behörden offen gelegt werden sollten. Das ist jedoch nur möglich, falls die betroffenen Betriebe die schweizerischen Behörden diesbezüglich vom Betriebsgeheimnis entbinden.
 
Die Hafenbetriebe wurden ebenfalls durch die Abteilung Lärmschutz über die Ergebnisse des Lärmbelastungskatasters und das weitere Vorgehen informiert. Als nächster und letzter Schritt ist bis Ende Februar 2010 eine zusätzliche Gesprächsrunde mit den Hafenbetrieben vorgesehen. Ziel der Gespräche ist die Identifikation technisch und betrieblich möglicher sowie finanziell tragbarer Massnahmen zur Senkung der Immissionen in Birsfelden und auf der deutschen Seite. Diese Massnahmen werden denn auch im Schweizer Umweltrecht unter dem Titel des Vorsorgeprinzips gefordert. Sie sind zu ergreifen, auch wenn die Immissionsgrenzwerte eingehalten sind.
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BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
 
Für Rückfragen: 
Martin Huber, Amt für Raumplanung, Leiter Lärmschutz, Tel. 061 552 59 37
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