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Gutes Zeugnis für Organisationen – Optimierungspotential identifiziert

19.08.2020

Die Task-Force Anti-Stau des Kantons Basel-Landschaft hat bei ihren Aktivitäten ab 2018 einen Schwerpunkt auf den Bereich «Ereignismanagement auf Hochleistungsstrassen» gelegt. Um den Ist-Zustand im Ereignismanagement auf Hochleistungsstrassen im Kanton Basel-Landschaft zu erfassen und Optimierungspotential zu identifizieren, beauftragte die Task-Force die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW mit einer Studie. Diese liegt nun vor und stellt den beteiligten Organisationen grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus, weist aber auch auf Verbesserungsmöglichkeiten hin. 

Das Ereignismanagement ist ein kritischer Faktor im Betrieb von Hochleistungsstrassen. Von den Einsatzkräften sind in diesem herausfordernden und gefährlichen Umfeld täglich Höchstleistungen gefordert, damit Unfallstellen gesichert, Opfer gerettet, Unfallinformationen aufgenommen und Verkehrsflächen rasch wieder freigegeben werden können. Die von der Task-Force Anti-Stau in Auftrag gegebene Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW hat die derzeitigen Zuständigkeiten und Prozesse im Ereignismanagement auf Hochleistungsstrassen im Kanton Basel-Landschaft genau analysiert. Sie zeigt Lösungsperspektiven auf, wie dieser Bereich verbessert werden kann.

Gute Kooperation und Kommunikation
Gemäss Studie sind die Abläufe und Kommunikationswege, die Kooperation sowie die Zuständigkeiten beim Ereignismanagement klar definiert. Die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Organisationen wird zudem von allen interviewten Fachpersonen als sehr gut bewertet.

Empfohlene Ausschreibung der Dienstleistung «Pannendienst»
Das «Abschlepp-Konzept für die Polizei Basel-Landschaft» erweist sich gemäss Studie als hinderlich, weil es das Erstaufgebot von passenden Mitteln für die Unfallräumung einschränkt. Das nun über 20-jährige Konzept entspricht den heutigen Gegebenheiten nicht mehr, zumal die Anforderungen aufgrund des technischen Fortschritts, aber auch des viel höheren Verkehrsaufkommens in fachlicher Hinsicht gestiegen sind. Um eine schnellere Unfallräumung zu ermöglichen, ist eine sofortige Vorinformation des Pannendienstes, der über die geeigneten Einsatzmittel verfügt, bei Ereigniseingang erforderlich. Zu diesem Zweck empfiehlt die Studie eine Ausschreibung des Abschleppwesens auf den Hochleistungsstrassen des Kantons Basel-Landschaft.

Ausbau der Nutzung von Kamerabildern
Kamerabilder sind ein wichtiges Mittel bei der Erstbeurteilung von Ereignissen auf den Hochleistungsstrassen. Auch für die Feuerwehr, die Sanität und die Pannendienste ist der Zugriff auf die Kamerabilder wichtig, damit die notwendigen Mittel von Anfang an aufgeboten werden können. Die Studie empfiehlt daher, Möglichkeiten für den Kamerabild-Zugriff aller beteiligter Organisationen, für den Einsatz von schwenkbaren Kameras und für die Planung der bereits vorgeschlagenen neuen Kamerastandorte zu prüfen.

Verhalten der Verkehrsteilnehmenden als wichtige Mittel
Grosses Potential erkennt die Studie schliesslich auch im optimalen Verhalten der Verkehrsteilnehmenden sowohl für die Unfallprävention als auch für das Ereignismanagement.

Die mit der Informationskampagne erreichten Verbesserungen bei der Rettungsgassenbildung bestätigen dies. Es besteht jedoch weiterhin Bedarf nach Aufklärung und Schulung bei Themen wie Ablenkung, Gaffen, Fahrverhalten und Verständnis für die Abläufe des Ereignismanagements.

Weitere Schritte
Die am Ereignismanagement beteiligten Organisationen tauschen sich regelmässig kantons- und länderübergreifend in diversen Fachgremien aus. Sie informieren sich laufend über Neuerungen und testen diverse Praktiken in Pilotprojekten. Die in der Studie identifizierten Lösungs-perspektiven und Ziele bestätigen im Grundsatz die Vorschläge und Konzepte, die durch das Bundesamt für Strassen ASTRA, die Polizei Basel-Landschaft und das Tiefbauamt Basel-Landschaft in entsprechenden Berichten bereits beschrieben und teilweise bereits initiiert worden sind.

In einem nächsten Schritt wird den Abschleppunternehmungen in der Region anlässlich einer Informationsveranstaltung die Studie vorgestellt. Anschliessend wird die Polizei Basel-Landschaft die Ausschreibung der Dienstleistung «Pannendienst» initiieren.

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