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Gute Qualität von Gärgut und Kompost im Kanton Basel-Landschaft

09.08.2017 09:02
Die im Kanton Basel-Landschaft produzierten Recyclingdünger, Gärgut und Kompost aus Vergärungs- und Kompostierungsanlagen, weisen eine gute Qualität auf. Gegenüber der Kontrolle von 2011 hat sich die Qualität verbessert. Die damals ergriffenen Massnahmen haben Wirkung gezeigt. Dies zeigt eine Untersuchung des Amtes für Umweltschutz und Energie (AUE), in welcher die in die Landwirtschaft und in den Handel gelangenden Recyclingdünger auf Schad- und Fremdstoffe untersucht worden sind. Verbesserungspotenzial besteht insbesondere bei den Fremdstoffen wie Kunststoffe. Hier zählen die Grüngutverwerter auf die Mithilfe aus der Bevölkerung: Es sollen nur biogene Abfälle – ohne weitere Abfälle und Fremdstoffe – via Separatsammlung entsorgt werden.
 
Im Kanton Basel-Landschaft werden jährlich rund 60‘000 Tonnen biogene Abfälle in 15 zentralen Vergärungs- (3) und Kompostierungsanlagen (12) energetisch und stofflich verwertet oder zu Energieholz aufbereitet. Die biogenen Abfälle stammen zu je einem Drittel aus Grüngutsammlungen der Gemeinden, aus dem Gartenbau sowie der Landwirtschaft und Industrie. Rund zwei Drittel des produzierten Gärguts und Komposts werden auf Landwirtschaftsflächen als Recyclingdünger und Bodenverbesserer ausgebracht. Ein Drittel wird als Kompost im Gartenbau und bei Privaten genutzt oder als Energieholz verwertet.
 
Zum Schutz der Böden dürfen nur qualitativ hochwertige Recyclingdünger ausgebracht werden. Gärgut und Kompost müssen strenge gesetzliche Anforderungen betreffend Mindestgehalt an Nährstoffen und Maximalgehalt an Schadstoffen und Fremdstoffen einhalten. Die entsprechenden Regelungen sind in der Chemikalien-Risiko-Reduktionsverordnung (ChemRRV) enthalten. Die Betreiber von Vergärungs- und Kompostierungsanlagen sind für regelmässige Qualitätskontrollen zuständig. Die Wahrnehmung dieser Eigenverantwortung wird durch die Behörden periodisch im Rahmen von Qualitätsuntersuchungen überprüft.
 
Mit der Qualitätsuntersuchung von Recyclingdüngern im 2016 überprüfte das AUE die Wirksamkeit der nach der Kontrolle 2011 getroffenen Massnahmen. Damals wurden teilweise erhöhte Gehalte beim Schadstoff polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gemessen. Im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem Jahre 2011 zeigte sich bei den PAK-Gehalten eine deutliche Verbesserung, welche auf die ergriffenen Massnahmen zurückzuführen ist. Bei den weiteren analysierten Schadstoffen (Schwermetalle, polychlorierte Biphenyle (PCB), Kokzidiostatika, Bisphenol-A und Organochlorpestizide) wurden keine systematischen Auffälligkeiten festgestellt.
 
Neben den Schadstoffen wurde auch der Anteil an Fremdstoffen in Gärgut und Kompost untersucht. Auch für Fremdstoffe sind in der ChemRRV Grenzwerte definiert. Die separat gesammelten biogenen Abfälle weisen zunehmend Fremdstoffe in Form von Verpackungsmaterialien und Folien auf. Eine dominante Rolle spielen dabei Kunststoffe. Die Untersuchungen ergaben, dass der Kunststoffanteil in vielen Recyclingdüngern zu hoch ist. Fremdstoffe wie Kunststoffe von Lebensmittelverpackungen gehören nicht in die Separatsammlung von biogenen Abfällen. Verdorbene Lebensmittel müssen vor der Entsorgung via Separatsammlung ausgepackt werden.
 
Für die Sammlung von Bioabfällen sind ausschliesslich die mit dem Gitternetz gekennzeichneten, kompostierbaren Grünabfallbeutel zu verwenden. Produkte mit dem Vermerk „Recycling“ sind meist aus recykliertem Material hergestellt. Diese Materialien sind in Vergärungs- und Kompostierungsanlagen nicht abbaubar und müssen via Kehricht entsorgt werden. Fremdstoffe in den Sammlungen von Bioabfällen müssen auf den Vergärungs- und Kompostierungsanlagen aussortiert und separat entsorgt werden. Dies ist mit grossem Aufwand und hohen Kosten verbunden.
 
 

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