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Gute Noten für Recyclingdünger

30.03.2012
Die im Kanton Basel-Landschaft in die Landwirtschaft und den Handel gelangenden Recyclingdünger Kompost und Gärgut weisen eine gute Qualität auf. Die Gehalte an Nährstoffen und Schadstoffen erfüllen mehrheitlich die gesetzlichen Vorgaben. Optimierungsbedarf besteht einzig dort, wo Laub und Schnittgut aus dem Strassenrandbereich kompostiert oder vergärt wird. Dies zeigen die Ergebnisse einer Marktkontrolle des Amts für Umweltschutz und Energie.

Im Kanton Basel-Landschaft werden jährlich rund 42'000 Tonnen biogene Abfälle in zentralen Vergärungs- und Kompostierungsanlagen energetisch und stofflich verwertet. Dieses Grüngut stammt aus Haushalten, Gärtnereien, Betrieben sowie Werkhöfen. Aus Grüngut und Gärresten wird schliesslich Kompost, insgesamt 17'000 Tonnen pro Jahr. 70 % davon werden in der Landwirtschaft verwertet, 30 % werden von Gärtnereien und Privaten genutzt.

Zum Schutz der Böden soll nur qualitativ hochwertiger Kompost ausgebracht werden. Komposte müssen deshalb strenge gesetzliche Anforderungen bezüglich der Mindestgehalte an Nährstoffen und der Maximalgehalte an Schadstoffen erfüllen. Rechtliche Grundlage dafür ist die Chemikalien-Risiko-Reduktionsverordnung (ChemRRV) des Bundes. Die Betriebe sind für die regelmässige Qualitätskontrolle verantwortlich. Die Behörde überprüft sporadisch, ob die Betriebe ihre Eigenverantwortung korrekt wahrnehmen.

Eigenverantwortung überprüft
Das Amt für Umweltschutz und Energie hat 2011 im Rahmen einer interkantonalen "Marktkontrolle Dünger" die Wahrnehmung der Eigenverantwortung von Vergärungs- und Kompostierungsanlagen überprüft. Bei 15 Betrieben, die biogene Abfälle verarbeiten, wurden Proben von Kompost und Gärgut genommen. Damit wurden rund 90 % des in den Handel gelangenden Komposts und Gärguts erfasst.

Die Gärgut- und Kompostproben wurden auf Nährstoffe und Schadstoffe untersucht. Gleichzeitig wurde überprüft, ob die Betriebe ihre Eigenverantwortung wahrnehmen.

Gute Qualität der Recyclingdünger
  • Alle untersuchten Proben von Gärgut und Kompost erfüllten bezüglich Nährstoffe die gesetzlichen Anforderungen.
  • Die S chwermetallwerte liegen bei den meisten Proben weit unter dem Grenzwert. Nur bei wenigen Proben sind sie im Bereich des Grenzwertes. 
  • Die Betriebe nehmen ihre Eigenverantwortung korrekt wahr.
  • Einziger Schwachpunkt ist die Verarbeitung von Laub und Schnittgut aus dem Strassenrandbereich. Hier zeigt sich deutlich, dass dieses belastete Grünmaterial die Kompostqualität negativ beeinflusst. In Komposten mit Laub und Schnittgut aus dem Bereich von stark befahrenen Strassen waren die Gehalte an Polyaromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) deutlich über dem Richtwert.

Belastetes Grüngut aus dem Strassenbereich gehört nicht in den Kompost
Qualitativ hochwertiger Kompost ist ein wertvoller Dünger und Bodenverbesserer. Um dies auch in Zukunft sicherzustellen werden nun einzelne Betriebe vom Amt für Umweltschutz und Energie aufgefordert, belastetes Grüngut aus dem Bereich von stark befahrenen Strassen vom übrigen Grüngut zu trennen. Dieses Material soll künftig in der Kehrichtverbrennungsanlage energetisch verwertet werden.

BAU- UND UMWELSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst

Für Rückfragen:
Roland Bono, Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 061 552 61 11

Liestal, den 30.. März 2012

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