Fischsterben zwischen Niederdorf und Hölstein

18.01.2015

Fischsterben zwischen Niederdorf und Hölstein: Grundwasserpumpwerke bleiben vorerst ausser Betrieb



Die Ursache für das Fischsterben im Bereich Niederdorf / Hölstein in der Vorderen Frenke ist noch nicht bekannt. Die Art des Schadstoffs und seine Quelle bzw. Herkunft sind darum weiterhin Gegenstand von laufenden Untersuchungen. Die Grundwasserpumpwerke im betroffenen Bereich bleiben zum Schutze des Trinkwassers rein vorsorglich abgestellt.

Mitte letzter Woche wurde ein Schadstoff auf die Abwasserreinigungsanlage ARA Frenke 2 in Niederdorf eingeleitet. Dieser Stoff hat die Mikroorganismen der ARA geschädigt, die für den biologischen Abbau der Abwasserinhaltsstoffe verantwortlich sind. Durch diese Schädigung wurde die Reinigungsleistung der ARA erheblich reduziert und es gelangte ungenügend gereinigtes Abwasser sowie vermutlich Rückstände des Schadstoffes in den Vorfluter. In der Folge kam es am Freitag ab Niederdorf bis im Bereich Hölstein zu einem Fischsterben. Mehrere hundert Fische, vorwiegend Forellen, sind dabei verendet ( siehe Medienmitteilung vom 16. Januar 2015 ).

Sieben Grundwasserpumpwerke in Hölstein, Bubendorf, Liestal, Füllinsdorf und Frenkendorf sind zum Schutze des Trinkwassers rein vorsorglich abgestellt worden. So wird verhindert, dass allfällig belastetes Wasser aus dem Vorfluter in die Pumpwerke gelangen kann.

Die ARA Frenke 2 wird laufend überwacht. Zudem wurde Belebtschlamm, der die Mikroorganismen enthält, von der ARA Frenke 3 in Bubdendorf zugeführt und damit die ARA Frenke 2 angeimpft. Dadurch soll die ARA Frenke 2 ihre normale Reinigungsleistung schneller wieder erreichen. Die Reinigungsleistung hat sich am Wochenende deutlich verbessert. Im Vergleich zum Normalbetrieb sind die Werte jedoch immer noch erhöht. Die ARA wird darum weiterhin überwacht.

Am Montag werden Grundwasserproben aus den sieben Pumpwerken erhoben und analysiert. Die Wiederinbetriebnahme der Grundwasserpumpwerke erfolgt erst dann, wenn die Wasserqualität vom Kantonalen Labor als unbedenklich eingestuft wird.

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation