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Erzmatt bei Buus - Eine geologische Besonderheit

28.01.2015
In der Erzmatt bei Buus tritt eine Schicht von Brauneisenerz an die Oberfläche. In diesem Erz kommen natürlicherweise die beiden Schwermetalle Arsen und Thallium vor und reichern sich stark im Boden an. Abklärungen des Amtes für Umweltschutz und Energie (AUE) sowie des Kantonalen Laboratoriums ergaben, dass Trinkwasser, Getreide und Milch von Kühen im Gebiet nicht mit diesen Schwermetallen belastet sind.

Das Gebiet der Erzmatt westlich von Buus ist wegen des Auftretens einer Schicht von Brauneisenerz an der Oberfläche einem kleinen Kreis von Geologen bestens bekannt. Der seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesene Flurname weist auf die frühere Verhüttung (Ausschmelzen von Metallen aus Erzen) hin, in diesem Fall von Bohnerz

Schon in den 1920-er Jahren stellten die damaligen Landwirte fest, dass der Ackerbau im Gebiet Erzmatt nicht möglich ist. Untersuchungen durch die damalige Agrikulturchemische Anstalt des Bundes ergaben, dass der Boden stark mit dem Schwermetall Arsen belastet ist. Das Arsen ist natürlicher Bestandteil des Brauneisenerzes. Es führt dazu, dass Pflanzen früh absterben.

Das Amt für Umweltschutz und Energie sowie das Kantonale Laboratorium haben die Thematik in den vergangenen Monaten wieder aufgegriffen. Anlass waren Unsicherheiten über die betroffene Fläche und die Frage nach einer möglichen Belastung von Nahrungsmitteln aus dem Gebiet.

Anlässlich einer Orientierung in Buus vom 27. Januar 2015 für die Gemeindebehörden und die Landwirte konnte – trotz der natürlicherweise hohen Gehalte von Arsen und Thallium im Boden - Entwarnung gegeben werden.

Es wurde festgehalten:
  • In einem Kernbereich von etwa 1.5 Hektaren Landwirtschaftsland sind die Böden aufgrund der geologischen Besonderheit natürlicherweise stark mit Arsen und Thallium belastet. Der Arsengehalt war bis 170 mal höher und der Thalliumgehalt sogar bis 10‘000 mal höher als üblicherweise in den Böden des Kantons. Erhöhte Gehalte im Gebiet wurden auf einer Fläche von rund 65 Hektaren nachgewiesen.
  • Im Kernbereich von etwa 1.5 Hektaren wird in Absprache mit den betroffenen Grundeigentümern die Nutzung als Weide eingestellt und die Fläche wird in eine entschädigungsberechtigte Dauer-Buntbrache umgewandelt. Eine Buntbrache ist eine Brache, auf der einheimische Wildkräuter angesät werden.
  • Die untersuchten Proben von Getreide und Milch von Kühen aus dem Gebiet wurden alle als „in Ordnung“ befunden und mussten nicht beanstandet werden.
  • Ebenso werden die gesetzlichen Werte für das Trinkwasser eingehalten.

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation


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