Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Sie sind hier: Startseite / Politik und Behörden / Direktionen / Bau- und Umweltschutzdirektion / Medienmitteilungen / Erneuerung Kantonsstrasse und Traminfrastruktur – Regierungsrat beantragt Ausgabenbewilligung für Projektierung

Erneuerung Kantonsstrasse und Traminfrastruktur – Regierungsrat beantragt Ausgabenbewilligung für Projektierung

18.03.2020

Birsfelden

Die Hauptstrasse und die Rheinfelderstrasse in Birsfelden sollen erneuert und umgestaltet werden. Die Strassen sind stark befahrene kantonale Hauptverkehrsachsen und sind sanierungsbedürftig. Da die Tramgleise ebenfalls saniert und die Haltestellen behindertengerecht umgebaut werden müssen, sollen die Arbeiten koordiniert werden. Für die Erarbeitung des Vor- und Bauprojekts beantragt der Regierungsrat dem Landrat eine Ausgabenbewilligung von 3,2 Millionen Franken.

Die Hauptstrasse und die Rheinfelderstrasse in Birsfelden werden täglich von bis zu 11'500 Fahrzeugen genutzt. Gleichzeitig werden die Strassen auch vom Tram Nummer 3 der Basler Verkehrsbetriebe befahren. Durch die hohe Belastung weist die Strasse Erneuerungsbedarf auf.

Da ab 2024 die Tramgleise saniert werden müssen, hat der Kanton zusammen mit der Gemeinde Birsfelden für die Strassensanierung ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet. Dabei sollen im Rahmen der Erneuerung auch die betrieblichen und gestalterischen Defizite behoben werden.

Der Strassenabschnitt wurde aufgrund der Nutzung und der Topologie in drei Abschnitte unterteilt. Abschnitt Zentrum: Von der Birsbrücke bis zur Schulstrasse, einem Übergangsbereich bis zur Tramhaltestelle Salinenstrasse und dem Abschnitt Hardhügel bis zur Tramwendeschlaufe. Das gewählte Verkehrssystem wurde im Rahmen eines umfangreichen Variantenstudiums erarbeitet und mittels einer Simulation überprüft.

Vorgesehen ist im Zentrum von Birsfelden eine sogenannte Mischverkehrslösung von Tram und motorisiertem Individualverkehr. Ein Mehrzweckstreifen soll das Linksabbiegen für Velos und das Überqueren der Strasse für Fussgänger erleichtern. In den Seitenbereichen besteht die Möglichkeit, neben der Anordnung von Längsparkfeldern, einer städtebaulichen Aufwertung des Strassenabschnittes.

Ab dem neuen Kreisel Schulstrasse bis zur Haltestelle Hard sollen sich das Tram und der Individualverkehr stadtauswärts die Strasse ebenfalls teilen. Stadteinwärts werden Tram und Individualverkehr dagegen getrennt geführt. Somit ist das Tram nicht von temporären Rückstaus des motorisierten Verkehrs zwischen dem Knoten Muttenzerstrasse und der Hard betroffen.

Beim Knoten Bärenstrasse (Rheinstrasse) und Schulstrasse werden die Lichtsignalanlagen durch einen Kreisel ersetzt. Die Vorfahrt des Tramverkehrs wird weiterhin durch ein Lichtsignal geregelt.

Weiter sieht das Projekt vor, die Einmündung der Muttenzerstrasse zu verlegen. Sie soll auf der Höhe der Fuss-/Velounterführung «Im Lerchengarten» in die Rheinfelderstrasse einmünden. Damit wird der Flächenverbrauch der Strasse deutlich reduziert. Neben der verkehrlichen Verbesserung, wird ein grosses städtebauliches Potenzial im Bereich des Theaters Roxy geschaffen. Über die gesamte Stecke sind, zur Umsetzung der kantonalen Veloroute, in beiden Fahrtrichtungen Velostreifen vorgesehen. Die Lage und Anzahl der Tramhaltstellen bleiben bestehen. Aufgrund der Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes müssen die Haltestellen aber entsprechend angepasst werden. Die Haltestellen Bären und Schulstrasse werden in beiden Richtungen zu sogenannten Kaphaltestellen. Die Haltestelle Salinenstrasse ist in Richtung Basel als Insel und in Richtung Dorfausgang als Kaphaltestelle vorgesehen.

Im Gesamtkonzept wurde die Verkehrssteuerung so optimiert, dass die gleiche Verkehrsmenge wie heute ohne zusätzliche Einschränkungen zirkulieren kann. Die Simulationen haben gezeigt, dass sich die Reisezeiten für den gesamten Verkehr während den Spitzenzeiten am Abend leicht reduzieren.

Das vorliegende Betriebs- und Gestaltungskonzept wurde in intensiver Zusammenarbeit mit der Gemeinde Birsfelden erarbeitet; ergänzend wurde noch ein Mitwirkungsverfahren durchgeführt.

Für die Erneuerung der Hauptstrasse und der Rheinfelderstrasse werden Gesamtkosten von rund 40 Millionen Franken geschätzt. Für die Erarbeitung des Vor- und Bauprojekts wird mit dieser Vorlage eine Ausgabenbewilligung von 3,2 Millionen Franken beantragt.

> Fotodownload (Foto: Büro Metron AG)
> Landratsvorlage

 

Weitere Informationen.

Bild Legende:

Foto: Büro Metron AG 

Fusszeile