Erfolgreicher Leistungstest Transitleitung Birstal

06.12.2021

Seit Anfang 2019 sind die Wasserversorgungen im unteren Birstal und im Leimental über eine neue Transitleitung an das IWB-Versorgungsnetz angeschlossen und besser miteinander vernetzt. Durch die Wasserliefermöglichkeit in beide Richtungen hat sich die regionale Versorgungssicherheit im Hinblick auf Störfälle oder sonstige ausserordentliche Situationen deutlich erhöht. Die Leistungsfähigkeit dieser Verbindung wurde nun in einem praktischen Test bestätigt. 

Die Transitleitung Birstal wurde mit dem Ziel gebaut, die Gemeinden im unteren Birstal und im Leimental bei einem Ausfall der eigenen Grundwasserfassungen mit Trinkwasser von der Hardwasser AG bzw. aus dem IWB-Netz versorgen zu können. Dazu wurden zusätzliche Netzverbindung zwischen dem Wasserwerk Reinach und Umgebung und der Wasserversorgung der Gemeinde Arlesheim sowie zwischen Arlesheim und dem Zweckverband Regionale Wasserversorgung Aesch-Dornach-Pfeffingen erstellt. Das sorgt für eine bessere Vernetzung der Wasserversorgungen untereinander und ermöglicht es weiteren Gemeinden bei Bedarf Trinkwasser von der Transitleitung zu beziehen. 

Die volle Leistungsfähigkeit der Transitleitung Birstal und sämtlicher Schnittstellen zwischen den Wasserversorgungen hat sich nun im November bei umfangreichen mehrtägigen Tests in der Praxis bestätigt. In einem ersten Schritt wurden alle Gemeinden im unteren Birstal (bis Grellingen) und im Leimental vollumfänglich durch Wasserlieferungen von IWB und Hardwasser AG versorgt. Im zweiten Schritt liefen dann die Grundwasserpumpwerke im Birstal mit voller Leistung und das überschüssige Trinkwasser floss in Richtung Basel. Mit dieser zusätzlichen Wassermenge aus dem Birstal konnte IWB fast ein Drittel des mittleren Bedarfs ihres Versorgungsgebietes decken. 

Die strategische Planungsvorgabe des Kantons, dass die Wasserversorgungen über ein zweites unabhängiges Standbein zur Wasserbeschaffung verfügen sollen, ist somit für die Gemeinden im unteren Birs- und im Leimental erfüllt. Dank der neuen Transitleitung können aber auch Wasserüberschüsse aus dem Birstal an IWB abgegeben werden, womit sich auch dort die Versorgungsicherheit erhöht. 

Folgende Wasserwerke und Gemeinden waren am Test beteiligt: IWB, Wasserwerk Reinach und Umgebung (versorgt Reinach und fünf Gemeinden im Leimental), Münchenstein, Arlesheim, Aesch, Dornach, Pfeffingen, Duggingen und Grellingen. Der Test wurde vom Amt für Umweltschutz und Energie mitfinanziert und begleitet. Das Ingenieurbüro Holinger AG in Liestal war mit der fachtechnischen Planung und Koordination der Durchführung beauftragt.