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Die Schweiz misst ihren Food Waste: «Aufgabeln 2026» lanciert
Keyvisual Aufgabeln (c) cattaIm Herbst messen im Projekt «Aufgabeln!» mehrere hundert Haushalte in der ganzen Schweiz ihren Food Waste. So werden aussagekräftige Daten zu Lebensmittelverlusten in Privathaushalten erhoben und Teilnehmende erfahren, welche Lebensmittel sie warum wegwerfen. Zeitgleich mit der «Nationalen Woche gegen Food Waste» im September wird die Aktion erstmals schweizweit durchgeführt. Umsetzungspartner sind die Städte Bern und Zürich sowie die Kantone Aargau und Basel-Stadt und Basel-Landschaft.
«Aufgabeln! 2026» richtet sich an alle, die wissen möchten, welchen Food Waste sie in ihrem eigenen Haushalt produzieren und welchen Geldwert die Lebensmittel haben, die sie entsorgen. Die Teilnehmenden erfassen ihre Lebensmittelabfälle während einer dreiwöchigen Messphase im September (davon 14 Messtage). Das persönliche Dashboard in der App zeigt laufend an: Wie viel Food Waste ist angefallen? Was sind die Auswirkungen auf die Umwelt? Und was ist der Geldwert der entsorgten Lebensmittel?
Interessierte, die sich für die Teilnahme an der Food-Waste-Messung anmelden möchten, können dies ab dem 16. Juni 2026 tun unter catta.ch/de/projekte/aufgabeln2026
Food Waste Messung in 600 Haushalten
Das Aufgabeln!-Projekt wurde 2023 und 2024 bereits als Pilot in mehreren Gemeinden im Kanton Aargau erfolgreich durchgeführt. Nun erfolgt die Ausweitung auf die gesamte Schweiz mit dem Ziel, 600 Haushalte für eine Messung zu mobilisieren. Das partizipative Projekt beantwortet die zentralen Fragen: Wie viel Food Waste fällt an? Aus welchen Gründen? Und wie wird er entsorgt? Die erhobenen Daten werden anonymisiert und ausgewertet. Für die teilnehmenden Partnerinnen aus der Verwaltung bilden sie eine Grundlage für mögliche weitere Massnahmen und Prozesse.
Die eigens für das Projekt entwickelte App kann über die Messphase hinaus weiter genutzt werden. Dies ermöglicht, dass Interessierte über einen längeren Zeitraum ihr Food-Waste-Verhalten beobachten können.
Food Waste in der Schweiz: Ein grosses, vermeidbares Problem
In der Schweiz fallen jährlich rund 2,8 Millionen Tonnen vermeidbare Lebensmittelverluste entlang der gesamten Wertschöpfungskette an. Ein grosser Teil davon entsteht in Privathaushalten: Gut ein Drittel des Food Waste entfällt auf Haushalte. Weitere bedeutende Anteile entstehen in der Landwirtschaft, in der Verarbeitung, im Detailhandel sowie in der Gastronomie. Die Folgen sind erheblich: Food Waste verursacht Treibhausgasemissionen, verschwendet Ressourcen wie Wasser, Energie und Boden und belastet letztlich auch das Haushaltsbudget.
Gemeinsam Wirkung erzielen
«Aufgabeln! 2026» schafft einen niederschwelligen und spielerischen Zugang zum Thema Food Waste und ermöglicht, das eigene Verhalten zu reflektieren und nachhaltig zu verändern. Durch die zeitliche Anbindung an die «Nationale Woche gegen Food Waste» wird eine breite Öffentlichkeit erreicht und ein gemeinsames Zeichen gegen Food Waste gesetzt.
Das Projekt wird von Citizen Science Agentur catta durchgeführt. In Zusammenarbeit mit den Städten Bern und Zürich sowie den Kantonen Aargau und Basel-Stadt und Basel-Landschaft und unterstützt durch die Seedling Foundation.
Auf einen Blick:
Aufgabeln! 2026 – Gemeinsam Food Waste messen
Messphase: 31. August bis 20. September 2026
- Teilnehmende messen in diesem Zeitraum während 14 Tagen den Food Waste in ihrem Zuhause.
- Die Teilnahme steht allen offen. Es braucht lediglich eine Küchenwaage sowie die Aufgabeln-App.
- Ein Erklär-Video und Antworten auf die wichtigsten Fragen unter: catta.ch/aufgabeln2026
- Aufgabeln-App ab 16. Juni erhältlich in den gängigen App-Stores
- Anmelden bis 30. August 2026 über catta.ch/aufgabeln2026
Weitere Informationen:
catta.ch/aufgabeln2026