Deponien Muttenz: Feldreben sanierungsbedürftig, Margelacker und Rothausstrasse überwachungsbedürftig

15.09.2008

Die Bau- und Umweltschutzdirektion hat heute die direkt betroffenen Grundeigentümerinnen und -eigentümer, die ehemalige Betreiber und die Abfallerzeuger in Sachen Muttenzer Deponien eingeladen. Ziel der Veranstaltung: Informationsgleichstand und Festlegen des weiteren Vorgehens.



Das federführende Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) bestätigt nach heutigem Kenntnisstand die Schlussfolgerungen der Experten und der Berichte aus der Voruntersuchung. Demnach sind die Deponie Feldreben als sanierungsbedürftig und die Deponien Margelacker und Rothausstrasse als überwachungsbedürftig einzustufen.

Zur Festlegung der Sanierungsziele und -termine für die Deponie Feldreben wird das AUE eine ergänzende und terminlich eng begrenzte Detailuntersuchung anordnen. Auch für die Deponien Rothausstrasse und Margelacker gibt es noch offene Fragen: u.a. die Bedeutung unbekannter Substanzen; die Festlegung von Beurteilungswerten für bekannte Substanzen, die in der Altlastenverordnung bisher nicht geregelt sind; die räumliche Verteilung der bisher gemessenen Stoffkonzentrationen und die Ergänzung der Messstellennetze. Für alle drei Deponien müssen zudem Programme für die Grundwasserüberwachung erarbeitet und vom AUE genehmigt werden. Neben den Massnahmen nach Altlastenverordnung hat das AUE ergänzende hydrogeologische Untersuchungen im Grossraum Muttenz eingeleitet.

Pro Deponie soll an einem Runden Tisch das weitere Vorgehen im Detail vereinbart werden. Dazu gehören Massnahmen, Umsetzungsorganisationen, Verantwortungen und die Finanzierung. Ziel ist es, mit Kooperationsvereinbarungen langwierige juristische Verzögerungen zu vermeiden. Das AUE koordiniert die entsprechdenden Verhandlungen und wird die Betroffenen nach den Herbstferien einladen.

Das Bundesamt für Umwelt teilt die Beurteilung des AUE und unterstützt das Vorgehen.

Ungeachtet der altlastenrechtlichen Beurteilungen und Massnahmen sollen im Rahmen des Testplanungsverfahrens zur Arealentwicklung  "Campus Muttenz" Möglichkeiten einer städtebaulich sinnvollen und wirtschaftlichen Nachnutzung des ehemaligen Deponie-standortes Feldreben aufgezeigt werden.

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst

Für Rückfragen:
Dr. Alberto Isenburg, Leiter Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 079 320 78 64

Liestal, 15. September 2008