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20.08.2014
Bruch der Erdgasleitung in Reigoldswil: Zwischenbericht
Bruch der Erdgasleitung in Reigoldswil: Zwischenbericht zu den laufenden Abklärungen
Folgeabklärungen im Zusammenhang mit dem Bruch der Transportgasleitung in Reigoldswil haben ergeben, dass die umliegenden Höfe wie auch Werkleitungen (Wasser, Telekommunikation) nicht gefährdet sind. Die Hangbewegungen haben in Folge der ausserordentlich starken Niederschläge der letzten Wochen an gewissen Stellen zwar zugenommen, weshalb der Gemeinderat Reigoldswil beschlossen hat, die im betroffenen Hangbereich vorbeiführende Gemeindestrasse vorsorglich bis auf Weiteres für den Durchgangsverkehr zu sperren. Die oberhalb liegende Deponie Eichenkeller selbst bewegt sich nach wie vor nicht, bleibt aber weiterhin geschlossen.
Am 30. März 2014 barst im Hanggebiet Munimatt der Gemeinde Reigoldswil die Erdgasleitung der Gasverbund Mittelland AG (GVM). Nach Abschluss der Sofortmassnahmen ( Medienmitteilung BUD/GVM vom 17. Juni 2014 ) übernahm das Amt für Umweltschutz und Energie die Federführung für die weiteren Abklärungen.
Die Verantwortlichen von Gemeinde, Gasverbund Mittelland AG sowie der Ingenieurbüros trafen sich unter Leitung des Amts für Umweltschutz und Energie zu zwei Sitzungen. Heute kann folgender Zwischenstand festgehalten werden:
Am 30. März 2014 barst im Hanggebiet Munimatt der Gemeinde Reigoldswil die Erdgasleitung der Gasverbund Mittelland AG (GVM). Nach Abschluss der Sofortmassnahmen ( Medienmitteilung BUD/GVM vom 17. Juni 2014 ) übernahm das Amt für Umweltschutz und Energie die Federführung für die weiteren Abklärungen.
Die Verantwortlichen von Gemeinde, Gasverbund Mittelland AG sowie der Ingenieurbüros trafen sich unter Leitung des Amts für Umweltschutz und Energie zu zwei Sitzungen. Heute kann folgender Zwischenstand festgehalten werden:
- Das Messnetz für die Hangbewegungen wurde in den letzten Wochen massiv erweitert. Dank rund 100 Messpunkten auf 40 Hektaren Fläche ergibt sich ein sehr differenziertes Bild des Gebietes mit Hangbewegungen in ganz unterschiedlichem Ausmass. Diese Hangbewegungen sind laut Geologen grösstenteils natürlichen Ursprungs und ein Charakteristikum der Zone und des Jura.
- Erwartungsgemäss haben die Hangbewegungen in Folge der ausserordentlich starken Niederschläge der letzten Wochen (dreifache Menge als üblicherweise in dieser Jahreszeit) an gewissen Stellen zugenommen.
- Die Abklärungen zeigen, dass die umliegenden Höfe wie auch Werkleitungen (Wasser, Telekommunikation) durch diese Hangbewegungen nicht gefährdet sind.
- Als vorsorgliche Massnahme und um jedes Risiko auszuschliessen, beschloss der Gemeinderat Reigoldswil, die im bewegenden Hangbereich vorbeiführende Gemeindestrasse bis auf Weiteres für den Durchgangsverkehr zu sperren.
- Der Betrieb der unmittelbar angrenzenden Deponie Eichenkeller bleibt weiterhin eingestellt.
- Die Deponie selbst bewegt sich nach wie vor nicht.
- Die Erdgasleitung bleibt weiterhin ausser Betrieb. Die GVM plant eine Umgehung des von den Hangbewegungen betroffenen Bereiches.
- Gemäss dem Eidgenössischen Rohrleitungsinspektorat führten die Hangbewegungen zum Bruch der Gasleitung. Ein Materialfehler konnte nicht festgestellt werden.
- Die Transitgasleitung ist laut den durchgeführten Untersuchungen von den Hangbewegungen nicht betroffen.
Die Situation im gesamten Umfeld der seinerzeitigen Bruchstelle der Erdgastransportleitung und der Deponie wird auch in den kommenden Wochen intensiv überwacht. Die Verantwortlichen werden sich Ende Oktober erneut treffen und die neuen Ergebnisse der Messungen sowie eventuelle Massnahmen besprechen.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation