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Bodenerosion: Prävention durch Erosions-Karte

31.01.2011
Dank einer neuen Karte zur Bodenerosion im Kanton BL können Landwirtinnen und Landwirte die Bodenbewirtschaftung noch besser auf die Gefährdung der Äcker durch Erosion abstimmen. Denn rund 20 Prozent der Ackerfläche gelten als "gefährdet", zehn Prozent gar als "stark gefährdet".

Auf einer Fläche von rund 8'800 Hektaren wird im Kanton durch Landwirtinnen und Landwirte Ackerbau betrieben. Die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln kann aber auch Probleme verursachen. Ist der Boden nicht stabil und nicht ausreichend durch Pflanzen bedeckt, schwemmen Regen oder Schmelzwasser immer wieder wertvollen Humus ab. Auf den Äckern werden kleine Rillen und grosse Rinnen sichtbar und die Bäche sind braun gefärbt vom abgeschwemmten Boden. Fachleute sprechen von Bodenerosion.

Was im Einzelfall kaum sichtbar ist, kann sich über Generationen hinweg zu einem Problem entwickeln: der schleichende Verlust an wertvollem Boden. Die Böden in unserer Region sind während etwa 10'000 Jahren natürlich gewachsen. Der Mensch muss zu ihnen Sorge tragen, damit sie nicht innert weniger Generationen zerstört werden.

70 % der Ackerfläche nicht oder nur wenig durch Erosion gefährdet
Das Positive vorweg: Mehr als zwei Drittel der Baselbieter Ackerböden weisen keinen oder nur wenig Bodenabtrag auf. Allerdings sind fast 20 % "gefährdet" und weitere rund 10 % durch Erosion "stark gefährdet". Hier besteht Handlungsbedarf. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer neuen Karte zur Erosionsgefährdung der Ackerflächen im Kanton. Die Karte berechnet die Bodenerosion auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand und nutzt die im Baselbiet vorhandenen wertvollen Grundlagen zu Böden, Bewirtschaftung, Landschaft und Topographie. Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Amts für Umweltschutz und Energie, des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain und dem an der Leibniz Universität Hannover tätigen Baselbieter Professor Dr. Thomas Mosimann.

Bodenerosion kann vermindert werden - die Erosionskarte bietet Unterstützung
Die neue Karte zur Erosionsgefährdung von Ackerflächen im Baselbiet bietet Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern eine gute Grundlage für eine nachhaltige und standortgerechte Bodenbewirtschaftung. Ebenso kann sie in der landwirtschaftlichen Beratung eingesetzt werden.

Die Karte im Internet unter : www.bl.ch/boden

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation

Für Rückfragen:
Roland Bono, Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 061 552 61 11

Liestal, 31. Januar 2011

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