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Bodenerosion bleibt ein Thema im Ackerbau

13.02.2014
Langjähriges Monitoring zeigt: Bodenerosion bleibt ein Thema im Ackerbau

Mit dem Erosionsmonitoring 1982 - 2012 liegt eine einzigartige Zeitreihe zur Entwicklung der Bodenerosion im Kanton vor. Sie zeigt, dass der Schutz der Böden vor Erosion weiterhin nötig ist. Gefährdet sind in erster Linie Ackerböden im Unterbaselbiet und im Laufental. Die Umwelt- und Landwirtschaftsbehörden werden in den nächsten Jahren zusammen mit den Betriebsleitern verschiedene Massnahmen realisieren.

Bodenerosion betrifft vor allem Ackerböden: Regen oder Wasser der Schneeschmelze fliesst ab und schwemmt fruchtbare Ackerkrume mit sich. Diese wird in Mulden und Ebenen wieder abgelagert, kann Feldwege oder Strassen überdecken und Bäche belasten. Erosion schädigt die Böden bleibend, die in unserer Region während etwa 10‘000 Jahren natürlich gewachsen sind.

Mit dem langfristigen Erosionsmonitoring überwacht der Kanton alle zehn Jahre die Auswirkungen des Ackerbaus auf die Erosion und ergreift bei Bedarf Massnahmen zum Schutze der Böden. Festgelegt ist dieser Auftrag im Umweltschutzgesetz. Erfreulicherweise sind 70 Prozent der Ackerfläche im Baselbiet nicht oder nur wenig durch Erosion betroffen. Rund 20 Prozent der Ackerfläche gelten als „gefährdet“ und 10 Prozent gar als „stark gefährdet“. Die im kantonalen Geographischen Informationssystem GIS abrufbare Erosions-Karte gibt Auskunft dazu (siehe: www.geo.bl.ch; unter Thema Boden)

Am Erosionsmonitoring sind rund 70 Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter im Kanton beteiligt. Die Erhebung 2012 ergab nebst Positivem auch kritische Entwicklungen. So ist die Erosionssituation im Oberbaselbiet und im Laufental in den letzten zehn Jahren stabil geblieben. Im Unterbaselbiet hingegen stieg die Erosionsgefährdung zum Teil. Hier hat es weniger Kunstwiesen, während mehr erosionsanfällige Kulturen wie Mais oder Gemüse angebaut werden. Auch nehmen kantonsweit die Gewichte der Landwirtschaftmaschinen seit 1992 kontinuierlich zu. Dies kann vermehrt Bodenverdichtungen verursachen und so die Erosion verstärken.

Das Amt für Umweltschutz und Energie hat in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain aus den ermittelten Fakten Massnahmen abgeleitet. Sie konzentrieren sich auf Betriebe im Unterbaselbiet und im Laufental. Sie umfassen die Beratung zu konservierender Bewirtschaftungstechnik, das Unterteilen von Hängen durch Grünstreifen und die Schulung der Beauftragten für den ökologischen Leistungsnachweis. Auch soll die Erosions-Karte besser bekannt gemacht werden. Sie ermöglicht den Betriebsleitern ein zielgerichtetes Handeln.

>   Erosionsmonitoring BL 1982-2012
                                                                                         
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation

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