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Böden der Freibäder weitgehend frei von Schadstoffen

21.05.2008

In einer gemeinsamen Aktion haben die Umweltämter der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt die Böden in den Freibädern auf Rückstände von Polychlorierten Biphenylen (PCB) untersucht. Getestet wurden die Böden in 13 Freibädern im Kanton BL sowie in 4 Freibädern und 4 Planschbecken in Pärken im Kanton BS. Fazit: Nur in den Schwimmbädern Reinach und Liestal wurden Spuren von PCB gefunden, die nähere Abklärungen nötig machten. In beiden Fällen kann Entwarnung gegeben werden.



In den 1960-er und 1970-er Jahren wurden auch in Schwimmbädern Anstriche und Fugendichtungsmassen eingesetzt, die teilweise PCB als Weichmacher enthielten. Bei Reinigungs- oder Erneuerungsarbeiten sowie durch Verwitterung konnte der Schadstoff über Jahre freigesetzt werden und als unerwünschter Rückstand in die umliegenden Böden gelangen. PCB sind schwer abbaubar und für Mensch und Umwelt giftig. Ihre Verwendung in Anstrichen und Fugendichtungen ist deshalb in der ganzen Schweiz seit 1972 verboten.
Die Umweltämter der beiden Basel haben nun die Böden in 13 Freibädern im Kanton BL sowie in 4 Freibädern und 4 Planschbecken in Pärken im Kanton BS in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden auf Rückstände von PCB untersucht. Besonderes Augenmerk wurde auf Bereiche gelegt, wo sich Kleinkinder aufhalten. Diese sind durch Umweltgifte am stärksten gefährdet. Sie können sich beim Spielen belasteten Boden direkt in den Mund stecken und so PCB aufnehmen.
11 der 13 untersuchten Freibäder in BL sowie alle 4 Freibäder und 4 Planschbecken in Pärken in BS zeigten keine oder nur sehr geringe Spuren von PCB in den Böden. Die zwei Freibäder in Reinach und Liestal zeigten Spuren von PCB, die näher abgeklärt wurden. Die Nachuntersuchung bestätigte für das Schwimmbad Reinach den bereits zuvor beschlossenen Ersatz des Oberbodens rund um das Kinderbecken als sinnvolle Massnahme. Nachuntersuchungen im Schwimmbad Liestal zeigten, dass aufgrund der insgesamt geringen Spuren keine Sofortmassnahmen nötig sind. Der Oberboden wird dort kleinflächig und im Rahmen des normalen Unterhalts ersetzt.
Die früheren PCB-haltigen Anstriche und Fugendichtungen sind in der Zwischenzeit höchstwahrscheinlich alle ersetzt worden. PCB ist zudem nur in geringsten Spuren wasserlöslich. Die kantonalen Umweltämter halten deshalb fest, dass sowohl beim Baden im Wasser als auch beim Spielen auf dem Boden keine Gesundheitsgefahr durch PCB besteht.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Informationsdienst
Für Rückfragen:
BL: Roland Bono, Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 061 552 61 11
BS: Stephan Adam, Amt für Umwelt und Energie, Tel. 061 639 22 61

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