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Abwasserrechnung 2018: Kosten leicht gesunken

27.08.2019

Die Netto-Jahreskosten der kantonalen Abwasseranlagen im Jahr 2018 betragen gemäss Abwasserrechnung des Amts für Industrielle Betriebe 27‘441‘037 Franken. Die Kosten sind gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent gesunken. Dies ist auf die geringeren Abschreibungen im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Der Regierungsrat hat die Abwasserrechnung für das Jahr 2018 genehmigt. 

Die Verrechnung erfolgt nach der in die Kanalisation abgeleiteten Wassermenge, die sich aus Schmutzwasser, Fremdwasser und Regenwasser zusammensetzt. Industrie- und Gewerbebetriebe, die stark verschmutztes Abwasser einleiten, bezahlen für den Mehraufwand für die Reinigung des Abwassers gegenüber dem häuslichen Abwasser die im Gesetz definierte Schmutzstoff-Frachtgebühr. 

Die Verrechnung nach Gewässerschutzgesetz berücksichtigt das verbrauchte und verschmutzte Trink- und Brauchwasser, das von den versiegelten Flächen in die Kanalisation eingeleitete Regenwasser und das stetig fliessende Fremdwasser. Gemeinden mit viel Fremdwasser, wenig Versickerung und wenig Trennsystem zahlen anteilmässig mehr. Gemeinden mit wenig Fremdwasser, mehr Versickerung und mehr Trennsystem zahlen anteilmässig weniger an die Netto-Jahreskosten. 

Im Jahr 2018 wurden im Einzugsgebiet der ARA Birs und der ARA Rhein Fremdwassermessungen durchgeführt und der Verteilschlüssel der angeschlossenen Gemeinden neu festgelegt. Aufgrund der unterschiedlichen geologischen, hydrologischen und meteorologischen Bedingungen in den verschiedenen ARA-Einzugsgebieten sind in weiteren Gemeinden Veränderungen gegenüber dem Vorjahr aufgetreten. Dies führt für einzelne Gemeinden zu höheren Fremdwassermengen. 

In drei Gemeinden stiegen die Kosten um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei allen Gemeinden begründen sich diese im höheren Trinkwasserverbrauch. Bei einer Gemeinde steht der Kostenanstieg neben dem Trinkwasser auch in Verbindung mit der höheren Fremdwassermenge. 

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