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Asiatische Tigermücken melden und Brutstätten vermeiden
Quelle: Projekt TIGERDie Asiatische Tigermücke hat sich im Sommer und Herbst 2025 in der Region Basel weiter ausgebreitet. Die betroffene Fläche im Kanton Basel-Landschaft hat sich von 12 auf 25 km2 mehr als verdoppelt. Der Kanton Basel-Landschaft unterstützt die Erforschung neuer Bekämpfungsmethoden. Um die Ausbreitung weiter nachverfolgen zu können, sind die Behörden auf das Melden von verdächtigen Mücken durch die Bevölkerung angewiesen. Mit dem Vermeiden von Brutstätten soll die Ausbreitung gebremst und die Mückendichte niedrig gehalten werden.
Die von der Asiatischen Tigermücke befallene Fläche ist im vergangenen Jahr wieder stark gewachsen. Wie im Jahr zuvor, gab es zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung, wonach die Mücken den Aufenthalt im Freien stark beeinträchtigen. Das betrifft vor allem Gebiete, in denen sich die Tigermücke vor mehreren Jahren angesiedelt und etabliert hat. Die offiziellen Befallszonen können auf dem Geoportal des Kantons eingesehen werden.
Weil sie Tropenkrankheiten wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunyavirus übertragen kann, steigt die Gefahr von lokalen Krankheitsausbrüchen. In der Schweiz wurden bislang keine Krankheitsübertragungen durch die Asiatische Tigermücke beobachtet.
Neue Methoden zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke werden untersucht
Die Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), erforscht die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke mit der sogenannten SIT-Methode (Sterile insect technique). Dabei werden sterile Männchen freigelassen, die nicht stechen. Paaren sich diese mit wildlebenden Weibchen, entstehen unbefruchtete Eier. Dadurch kann der Vermehrungszyklus der Tigermücke unterbrochen werden. Das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) unterstützt das entsprechende Forschungsprojekt der SUPSI, um die Einsatzmöglichkeiten dieser Methode weiter abzuklären. Zusätzlich werden im Rahmen des grenzüberschreitenden INTERREG-Projekts «TIGER 2.0» weitere Massnahmen zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke geprüft. Das AUE beteiligt sich als kofinanzierender Partner am Projekt.
Melden Sie verdächtige Mücken
Viele Tigermückenpopulationen im Kanton Basel-Landschaft wurden durch Meldungen verdächtiger Mücken entdeckt. Dies zeigt, wie zentral die Mithilfe der Bevölkerung ist. Die Meldungen sind eine wichtige Quelle bei der Überwachung. Mücken mit verdächtiger schwarzweisser Musterung können unter www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden.
Vermeiden Sie Brutstätten
Die wichtigste und einfachste Massnahme gegen die Bildung von Brutstätten besteht darin, auf Pflanzenuntersetzer und Wasserbehälter in Gärten und ungedeckten Terrassen zu verzichten. Ungenutzte Behältnisse sollen entweder umgedreht oder unter einem Dach gelagert werden, damit sich kein Regenwasser sammeln kann. Regentonnen sollen z.B. mit einem Netz mückendicht verschlossen werden. Gefässe wie Tiertränken und Kinderplanschbecken sollten wöchentlich entleert werden.
Natürliche Gewässer und belebte Weiher sind keine Brutstätte für die Tigermücke. Gemeinden, die von der Asiatischen Tigermücke betroffen sind, können beim AUE kostenlos ein biologisches Larvizid beziehen und an die Bevölkerung abgeben.
Informationen und Merkblätter
Das AUE koordiniert im öffentlichen Raum die Massnahmen gegen die Tigermücke. Dazu werden in Gemeinden, in denen es neue Ansiedlungen gibt, Schulungsveranstaltungen für das Werkhofpersonal durchgeführt. Auf privatem Grund wird die Bevölkerung gebeten, potentielle Brutstätten zu beseitigen.
Die Verbreitung von Informationen an die Bevölkerung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und lokalen Organisationen. Dazu arbeiten die kantonalen Fachstellen in der Region eng zusammen. Merkblätter und Informationen stehen auf der kantonalen Website neobiota.bl.ch unter der Rubrik «Asiatische Tigermücke» zur Verfügung.