Asiatische Tigermücken melden und Brutstätten vermeiden

16.04.2024
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Die Asiatische Tigermücke hat sich im Sommer und Herbst 2023 in der Region Basel weiter ausgebreitet. Mittlerweile sind ein Grossteil der Fläche von Basel-Stadt und 12 Gemeinden in Basel-Landschaft von der Tigermücke befallen. Um die Ausbreitung weiter nachverfolgen zu können, ist der Kanton Basel-Landschaft auf das Melden von verdächtigen Mücken durch die Bevölkerung angewiesen. Mit dem Vermeiden von Brutstätten soll die Ausbreitung gebremst und Mückendichte niedrig gehalten werden. 

Nicht nur flächenmässig ist die Asiatische Tigermücke auf dem Vormarsch. Die Daten aus dem Monitoring haben ergeben, dass im Jahr 2023 auch die Mückendichte deutlich höher war als im vorangegangenen Jahr. Das heisst, dass es insgesamt viel mehr Asiatische Tigermücken gibt. Durch ihre Fähigkeit, bestimmte Tropenkrankheiten übertragen zu können, wie etwa das Dengue-, Zika- oder Chikungunyavirus, steigt somit auch die Gefahr von lokalen Krankheitsausbrüchen. In der Schweiz wurden bislang noch keine Krankheitsübertragungen durch die Asiatische Tigermücke beobachtet. Die offiziellen Befallszonen können auf dem Geoportal des Kantons eingesehen werden.

Melden verdächtiger Mücken
Viele Tigermückenpopulationen im Kanton Basel-Landschaft wurden durch Meldungen verdächtiger Mücken entdeckt. Dies zeigt, wie zentral die Mithilfe der Bevölkerung ist, deren Meldungen eine wichtige Quelle bei der Überwachung sind. Mücken mit verdächtiger schwarzweisser Musterung können unter www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden.

Vermeiden von Brutstätten
Die wichtigste und einfachste Massnahme gegen die Bildung von Brutstätten besteht darin, auf Pflanzenuntersetzer und Wasserbehälter in Gärten und ungedeckten Terrassen zu verzichten. Ungenutzte Behältnisse sollen entweder umgedreht oder unter einem Dach gelagert werden, damit sich kein Regenwasser sammeln kann. Regentonnen sollen z.B. mit einem Netz mückendicht verschlossen werden. Gefässe wie Tiertränken und Kinderplanschbecken sollten wöchentlich entleert werden. Natürliche Gewässer und belebte Weiher sind keine Brutstätte für die Tigermücke. Für Brutstätten, welche nicht vermieden werden können, ist seit kurzem das Produkt Mollex TigermückenStopp im Handel erhältlich.

Informationen und Merkblätter
Das Amt für Umweltschutz und Energie koordiniert im öffentlichen Raum die Massnahmen gegen die Tigermücke. Dazu werden in Gemeinden, in denen es neue Ansiedlungen gibt, Schulungsveranstaltungen für das Werkhofpersonal durchgeführt. Auf privatem Grund wird die Bevölkerung gebeten, potentielle Brutstätten zu beseitigen. 

Die Verbreitung von Informationen an die Bevölkerung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und lokalen Organisationen. Dazu arbeiten die kantonalen Fachstellen in der Region eng zusammen. Merkblätter und Informationen stehen auf der kantonalen Website www.neobiota.bl.ch unter der Rubrik «Asiatische Tigermücke» zur Verfügung.