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Altlastenkataster ab sofort online

08.12.2010
Der Kataster der belasteten Standorte im Kanton Basel-Landschaft ist ab sofort im Internet abrufbar. Zu sehen sind sämtliche belasteten Standorte und Verdachtsflächen unabhängig von ihrem Belastungsgrad. Bauinteressenten können sich nun vor dem Kauf ohne eine Vollmacht des Grundstückbesitzers über den altlastenrechtlichen Status informieren.

Der Kataster der belasteten Standorte wurde nach den Vorgaben und Kriterien des Bundes gemäss Altlastenverordnung erstellt. Im Kataster sind aktuell 1688 Standorte aufgeführt. Davon haben 516 Eigentümer den amtlichen Belastungsentscheid akzeptiert. Die übrigen 1172 Standorte sind noch in Bearbeitung beim Kanton. Bei den rechtskräftigen Einträgen ist ersichtlich, ob bereits Untersuchungen durchge­führt wurden. Um detaillierte Informationen zu den einzelnen Standorten zu erhalten, braucht es eine Einwilligung des Grundstückbesitzers. Der Kataster enthält sämtliche Verdachtsflächen. Damit hat er eine hohe Aussagekraft und schafft Transparenz für Bauherren und Grundstücksbesitzer. Der Katastereintrag ist nicht im Grundbuch vermerkt.

700 Standorte zu untersuchen
Von den eingetragenen Standorten sind 58% Betriebsstandorte, 40% Ablagerungsstandorte  und 2% Unfallstandorte. Von diesen Standorten müssen rund 700 Standorte untersucht werden. Dabei handelt es sich zuerst um eine historische Untersuchung, bei welcher die Geschichte des Standortes und dessen Besitzverhältnisse angeschaut werden. Zeigt sich beispielsweise, dass an dem Standort mit wassergefährdenden Flüssigkeiten gearbeitet wurde, muss anschliessend eine technische Untersuchung durchgeführt werden. Diese zeigt, ob tatsächlich Belastungen des Untergrundes und des Grundwassers vorliegen. Ist dies der Fall, muss der Standort möglicherweise überwacht werden. Wenn die Belastungen zu einer konkreten Gefährdung für Mensch oder Umwelt führen können, muss der Standort in einer Detailuntersuchung vertieft untersucht werden. Erst wenn auch in der Detailuntersuchung die Gefährdung bestätigt wird, muss der Standort allenfalls saniert werden.

Kataster verändert sich dauernd
Bei den rund 1000 Standorten ohne weiteren Untersuchungsbedarf handelt es sich um Standorte mit Belastungen des Untergrundes, von welchen keine Gefährdung ausgehen. Sie müssen erst im Rahmen von Baumassnahmen untersucht werden, um die vorhandenen Verunreinigungen des Untergrundes fachgerecht entsorgen zu können. Der Kataster ist einer dauernden Veränderung unterworfen. Durch die Untersuchung von Standorten kann sich beispielsweise der altlastenrechtliche Status ändern. Oder bei Bauvorhaben werden Verunreinigungen entfernt und der Standort kann aus dem Kataster entlassen werden.

Der Kataster im Internet unter:
www.baselland.ch/kataster-htm.302888.0.html   > Kataster online

> Präsentation: Kataster der belasteten Standorte [PDF]

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation

Für Rückfragen:
Alberto Isenburg, Leiter Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 079 320 78 64

Liestal, 08. Dezember 2010

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