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Schutz vor Elektrosmog

Um die Bevölkerung vor Elektrosmog zu schützen, hat der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) erlassen. Diese Verordnung begrenzt die nichtionisierende Strahlung, die von ortsfesten Anlagen ausgeht (z.B. Hochspannungsleitungen, Mobilfunk- oder Rundfunksender). Nicht in den Geltungsbereich der NISV fallen hingegen elektrische Geräte wie Mobiltelefone, Schnurlos-Telefone, Mikrowellenöfen, Fernsehapparate oder Radiowecker. Denn für die Begrenzung der Strahlung solcher Geräte sind internationale, technische Vorschriften nötig, welche die Schweiz nicht im Alleingang erlassen kann.

Immissionsgrenzwerte: Schutz vor bekannten Gesundheitsrisiken

Der Bundesrat hat in der NISV international angewendete Grenzwerte als so genannte Immissionsgrenzwerte übernommen. Diese schützen mit ausreichender Sicherheit vor den wissenschaftlich allgemein anerkannten Gesundheitsauswirkungen nichtionisierender Strahlung. Die Immissionsgrenzwerte begrenzen die gesamte niederfrequente und die gesamte hochfrequente Strahlung, die an einem Ort vorhanden ist. Sie müssen überall eingehalten sein, wo sich Menschen - auch nur kurzfristig - aufhalten können. In der Schweiz ist dies in der Regel problemlos möglich.

Anlagegrenzwerte: vorsorgliche Verminderung der Langzeitbelastung

Nun gibt es jedoch Hinweise auf biologische Auswirkungen im Dosisbereich unterhalb der Immissionsgrenzwerte. Über diese Wirkungen (insbesondere Langzeitwirkungen) ist sich die Wissenschaft zur Zeit noch nicht im Klaren. Die Forschung ist gefordert, hier für mehr Erkenntnisse zu sorgen. Beim Erlass der NISV wollte der Bundesrat jedoch nicht abwarten, bis die Wissenschaft die gewünschten Antworten liefert. Das Vorsorgeprinzip des Umweltschutzgesetzes verlangt nämlich, dass die Belastung grundsätzlich niedrig sein soll, so niedrig, wie es technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist. Der Bundesrat hat deshalb - basierend auf dem Vorsorgeprinzip des Umweltschutzgesetzes - zusätzlich noch die strengeren Anlagegrenzwerte festgelegt, mit denen vor allem die Langzeitbelastung niedrig gehalten wird. Die Anlagegrenzwerte liegen deutlich unterhalb der Immissionsgrenzwerte: für Mobilfunkanlagen rund 10-mal, für neue Hochspannungsleitungen sogar 100-mal. Sie gelten für die Strahlung einer einzelnen Anlage und müssen dort eingehalten werden, wo sich Menschen längere Zeit aufhalten (z.B. Wohnungen, Schulen, Spitäler, Arbeitsplätze, Kinderspielplätze u.a.). Die Schweiz verfügt damit für diese Orte über eine der strengsten rechtsverbindlichen Regelungen weltweit.

Angesichts der unklaren Risikolage bei den Gesundheitsauswirkungen bilden allerdings auch diese strengen Anlagegrenzwerte keine Unbedenklichkeitsgrenze. Eine 100-prozentige Unbedenklichkeitserklärung kann heute und auch in Zukunft niemand abgeben. Dies betrifft allerdings nicht nur die Strahlungsproblematik, sondern zahlreiche Technologien. Die Abwesenheit eines Risikos lässt sich wissenschaftlich nicht beweisen. Aber die Anlagegrenzwerte reduzie-ren die Langzeitbelastung und damit auch das Risiko für allfällige, heute noch nicht klar erkennbare Gesundheitsfolgen.

Der Vollzug der NISV wird durch weitere Vollzugshilfen des BAFU geregelt:

Vollzugsempfehlung zur NISV / Mobilfunk- und WLL-Basisstationen
Messempfehlung für GSM-Basisstationen
Messempfehlung für UMTS-Basisstationen

Die Kantone sind zuständig für den Vollzug der NISV bei Mobilfunkbasisstationen und übrigen Sendeanlagen. Für den Vollzug der NISV bei den übrigen Anlagen (Hochspannungsleitungen, Trafostationen, Unterwerke, Eisenbahnen, Flugsicherungsanlagen) sind Bundesbehörden zuständig.

Weitere Informationen.

Adresse
Lufthygieneamt beider Basel
Rheinstrasse 29
4410 Liestal
T +41 61 552 56 19
F +41 61 552 69 81 

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