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16 neue Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

04.07.2019

16 neue Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für das Programm Interreg Oberrhein genehmigt. Klima, Energie, Verkehr, Forschung und Innovation stehen dabei im Fokus.

Der Begleitausschuss des Programms Interreg Oberrhein hat in seiner Sitzung am 25. Juni 2019 im französischen Volgelsheim 16 neue Projekte genehmigt. Sie wurden mit einer Fördersumme von insgesamt rund 12 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bewilligt. Die Nordwestschweiz ist an zehn Projekten beteiligt. All diese Vorhaben haben das Ziel, den Alltag der Bevölkerung und die Wettbewerbsfähigkeit in der deutsch-französisch-schweizerischen Grenzregion zu verbessern.

Die Projekte mit Schweizer Beteiligung:

Klima & Energie
Ein wichtiges, auf dem Gebiet der Energieversorgung zu lösendes Problem, betrifft die Energieeinsparungen in Gebäuden. Sogenannte Smart Meter erfassen den Energie-verbrauch und helfen Energiekosten in Privathaushalten besser vorherzusagen und Benutzer bei der Optimierung ihres persönlichen Verbrauchs zu unterstützen. Das Projekt SMI: Inklusives Smart Meter will die Funktionalität des Geräts erhöhen und es bezüglich Datensicherheit verbessern. Schweizer Projektverantwortlicher:  Hochschule für Technik der FHNW, Fördermittel Schweiz: CHF 80‘000.–.

Das Projekt Clim'Ability Design will die Anfälligkeit von KMUs und KMIs in der Oberrheinregion für den Klimawandel abmildern. Im Vorgängerprojekt Clim’Ability wurden bereits die wichtigsten klimatischen Stressfaktoren auf ausgewählte Branchen heraus-gearbeitet. Darauf aufbauend werden nun deren Auswirkungen auf die Arbeitsabläufe und die Arbeitsbedingungen untersucht. Für die Unternehmen werden konkrete Empfehlungen erarbeitet. Eine interaktive Onlineplattform ermöglicht die Zugänglichkeit der erarbeiteten Anpassungsstrategien. Schweizer Projektverantwortlicher: Soziologisches Institut der Universität Basel, Fördermittel Schweiz: CHF 210‘800.–.

Verbesserung der nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur im Grenzgebiet
Das Projekt RPIS 4.0 dient der Vertiefung der Zusammenarbeit von neun Oberrheinhäfen, die ein zentrales Bindeglied im europäischen Verkehrsnetz darstellen: die Häfen Basel, Weil am Rhein, Mulhouse, Colmar/Neuf-Brisach, Strasbourg, Kehl, Karlsruhe, Ludwigshafen (Rhein) und Mannheim. Im Rahmen des Projekts wird die bereits existierende IT-Plattform RPIS zur Optimierung des Managements von Containerverkehren auf dem Rhein darauf untersucht, inwiefern sie auf andere Verkehrsträger und andere Häfen erweitert werden kann, um neue Dienstleistungen für die Binnenschifffahrt anbieten zu können. Eine Gesellschaft für das Betreiben der ersten gemeinsamen Plattform wird gegründet. Das Projekt verfolgt somit das Ziel, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des multimodalen Verkehrs mithilfe digitaler Lösungen in der gesamten Logistikkette zu verbessern und unterstützt den Übergang zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern wie die Binnenschifffahrt. Schweizer Projektverantwortlicher: Schweizerische Rheinhäfen, Fördermittel Schweiz: CHF 144‘000.–.

Forschung, Innovation und Technologietransfer
Im Projekt Interneuron steht der Wissens- und Technologietransfer im Bereich der Neurowissenschaften im Mittelpunkt. Der Austausch zwischen Forschung und Industrie im Bereich der neurologischen Erkrankungen ist immer noch unzureichend. Ziel des Projektes ist es, diese Lücke zu schliessen und Industrieakteure stärker in das bereits bestehende Netzwerk Neurex einzubinden. Hierfür werden gemeinsame Fachgruppentreffen, runde Tische sowie Weiterbildungen organisiert. Schweizer Projektverantwortlicher: Departement Biomedizin der Universität Basel, Fördermittel Schweiz: CHF 293‘000.–.

Ziel des Projekts Knowledge Transfer Upper Rhine ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich des Wissens- und Technologietransfers zu intensivieren und ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen. Die Projektpartner konzipieren Lösungsansätze für ausgewählte Handlungsfelder, die als Pilotmassnahmen unter der aktiven Beteiligung von mehr als 100 Unternehmen umgesetzt werden sollen. Mehrere Aspekte, u.a. die Erprobung eines gemeinsamen Angebots in den Bereichen Weiterbildung, Start-ups und modular anpassbare Research-to-Business Plattformen für Information und Austausch werden untersucht. Die wirksamsten Massnahmen werden nach Abschluss des Projektes verstetigt. Schweizer Projektverantwortlicher: Innovation Office der Universität Basel, Fördermittel Schweiz: CHF 340‘000.–.

Bei dem Projektaufruf Wissenschaftsoffensive 2018 handelt sich um eine gemeinsame Initiative der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, der französischen Région Grand Est sowie des Programms Interreg Oberrhein mit dem Ziel, die am Oberrhein ansässigen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und KMU stärker untereinander zu vernetzen und auf diese Weise den regionalen Wissens- und Technologietransfer zu fördern. Der Begleitausschuss hat über die Bewilligung von insgesamt sieben aus achtzehn eingereichten Projektideen entschieden, darunter folgenden vier mit Schweizer Beteiligung:

PERSONALIS: Das Ziel des Projektes ist eine personalisierte Medizinplattform für betroffene Patienten mit Autoimmunkrankheiten zu entwickeln. Schweizer Projektverantwortlicher: Hochschule für Life Sciences der FHNW, Fördermittel Schweiz: CHF 335‘000.–.

TriMaBone: Durch die Etablierung einer zukunftsträchtigen Schlüsseltechnologie sollen 3D-Druck-Materialien für resorbierbare Knochenimplantate erschlossen werden. Schweizer Projektverantwortlicher: Hochschule für Life Sciences der FHNW, Fördermittel Schweiz: CHF 200‘000.–.

ACA-MODES: Das Ziel des Projektes ist es, eine intelligente Systemregelung zur Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz bereitzustellen. Schweizer Projektverantwortlicher: Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der FHNW, Fördermittel Schweiz: CHF 200‘000.–.

WaterPollutionSensor: Durch das Projekt soll die Entwicklung und Erprobung eines fortlaufenden und automatisierten Systems zur Überwachung der Konzentration mehrerer Schadstoffe im Trinkwasser mittels Sensortechnologie gewährleistet werden. Schweizer Projektverantwortlicher: Hochschule für Life Sciences der FHNW, Fördermittel Schweiz: CHF 267‘000.–.

Bessere Zusammenarbeit von Verwaltungen
Der Oberrheinrat ist das trinationale „Parlament“ der Oberrheinregion und besteht aus lokalen und regionalen Mandatsträgern. Seine Hauptaufgabe liegt in der politischen Beratung über wichtige, den grenzüberschreitenden Oberrheinraum betreffende Zielsetzungen. Die Leistungs- und Wirkungsfähigkeit des Oberrheinrates sind jedoch eingeschränkt, da er über keine ständige Verwaltungsstruktur verfügt. Deswegen wurde das Projekt Einrichtung eines ständigen Sekretariats des Oberrheinrats in Kehl ins Leben gerufen. Schweizer Projektverantwortlicher: Parlamentsdienst des Kantons Basel-Stadt, Projektmittel Schweiz: CHF 43‘200.–.

Die Projekte ohne Schweizer Beteiligung
Der Begleitausschuss hiess sechs weitere deutsch-französische Projekte gut.
– Das Projekt VEHICLE hat die Verbesserung der Energiespeichersysteme für Elektrofahrzeuge zum Ziel.
– Um die Planung des optimalen Produktionssystems zur richtigen Zeit dreht sich das Projekt VIRTFac: Ein effizienter Weg zur Industrie 4.0.
– Das Projekt DialogProTec setzt sich mit der Erarbeitung einer nebenwirkungsfreien Strategie im Pflanzenschutz auseinander.
– Das Projekt PAWENA – Palatinat Alsace Wasser Eau Nature hat die Vernetzung der Wasserproduktionsstätten in der Südpfalz und im Nordelsass zum Ziel, um eine langanhaltende Trinkwasserversorgung zu garantieren.
– Das Projekt MobiPAMINA will ein multimodales Mobilitätskonzept erstellen. Zudem soll eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der stillgelegten Bahnverbindung Karlsruhe-Rastatt-Haguenau-Saarbrücken finanziert werden.
– Ein weiteres Projekt stellt eine Machbarkeitsstudie für den Bau einer Fussgänger- und Fahrradbrücke auf der Brücke Beinheim-Wintersdorf dar. Im Rahmen dieses Projekts werden die technischen Gegebenheiten sowie die Kosten bewertet.

Das Programm Interreg V Oberrhein verfügt für den Zeitraum von 2014–2020 über europäische Fördermittel in Höhe von insgesamt 109,7 Mio. Euro. Auf Schweizer Seite stellt der Bund aus dem Fonds für Neue Regionalpolitik (NRP) insgesamt 9,2 Mio. Franken für grenzüberschreitende Projekte am Oberrhein zur Verfügung. Mit der Entscheidung vom 25. Juni 2019 wurden bisher für 107 Projekte rund 64 Prozent der europäischen Fördermittel bewilligt. Die Schweizer Seite beteiligt sich an bislang 54 Projekten, für die vom Bund im Rahmen der NRP insgesamt 4,3 Mio. Franken zur Verfü-gung gestellt wurden. Im Begleitausschuss sind die regionalen Programmpartner aus der Pfalz, Baden, dem Elsass und der Nordwestschweiz vertreten. Für die Beteiligung der Nordwestschweiz an Interreg ist die Interkantonale Koordinationsstelle bei der Regio Basiliensis (IKRB) zuständig.

Kontakt:
Andreas Doppler, Leiter Förderprogramme, Regio Basiliensis (IKRB), St. Jakobs-Strasse 25, 4010 Basel; Mail: andreas.doppler@regbas.ch, Tel. +41 61 915 15 15; Mobil +41 79 394 45 77.

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