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Integration im Fokus – der Newsletter der Fachabteilung Integration
Nadja Pankratova
Sara Svanberg
Ozan GüngörViermal im Jahr informiert der Newsletter der Fachabteilung Integration (FIBL) über aktuelle Themen, Projekte und Menschen, die Integration im Kanton Basel-Landschaft gestalten.
In jeder Ausgabe stehen persönliche Geschichten und praxisnahe Einblicke im Mittelpunkt – etwa dazu, wo und wie Begegnung, Zugehörigkeit und Teilhabe im Alltag entstehen. Unter dem Jahresthema «Orte der Integration» kamen 2025 vier Menschen zu Wort, die auf sehr unterschiedliche Weise Anschluss gefunden haben. Ihre Erfahrungen zeigen, dass Integration dort gelingt, wo Menschen gemeinsam etwas tun, Verantwortung übernehmen und Neues wagen.
Nadja Pankratova, Chemikerin aus Russland
Der Job brachte Nadja nach Therwil. Als sie 2021 in die Nachbarsgemeinde Witterswil zog, erhielt sie ein Schreiben der Feuerwehr – und dachte zunächst an Werbung. Eine Mahnung und ein Gespräch mit dem Feuerwehrkommandanten später fragte sie sich: „Warum eigentlich nicht? Ich habe es ja noch nie ausprobiert.“ Heute ist sie mit Freude Teil der Freiwilligen Feuerwehr. „An der Feuerwehr finde ich schön, dass man ein- bis zweimal im Monat die gleichen Leute sieht und etwas Sinnvolles zusammen macht. Ich fühle mich als Teil des Dorfes, obwohl ich offensichtlich eine Ausländerin bin.“ Ihr Engagement zeigt, wie gemeinsames Tun Brücken schlagen kann – auch über Sprachgrenzen hinweg: „Dank der Feuerwehr verstehe ich mittlerweile Schweizerdeutsch!“
Sara Svanberg, Doktorandin aus Schweden
Für Sara war der Fussballverein der Schlüssel. In die Schweiz kam sie ursprünglich zufällig während einer Interrail-Reise – und kehrte später für ein Praktikum und ihr Doktorat nach Basel zurück. Beim FC Allschwil fand sie Gemeinschaft und Zugehörigkeit. „Fussball ist viel mehr als nur Sport – er ist Gemeinschaft, Integration, ein Ort zum Lernen und Wachsen.“ Anfangs sei sie oft unsicher gewesen: „Ich konnte mich nicht gut ausdrücken und hatte das Gefühl, dass ich nicht ganz zeigen kann, wer ich bin. Aber kleine Gesten – ein Gespräch, ein Lächeln – machen viel aus.“
Ozan Güngör, wissenschaftlicher Mitarbeiter aus der Türkei
Ozan Güngör wiederum fand über Kunst und Engagement seinen Platz. Er kam 2019 in die Schweiz und arbeitet heute an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel. Parallel dazu engagiert er sich in einem Kulturverein, der an einem Festival Kunst und Technologie verbindet: „Das Engagement hat mir viele neue Fähigkeiten gebracht und mir geholfen, mich hier mehr zu Hause zu fühlen.“ Sprache war dabei für ihn ein Schlüssel: „Wenn ich hier lebe, möchte ich Dialekt können. Ich wollte die lokale Kultur wirklich verstehen – und Sprache ist dafür der Schlüssel.“
In der letzten Ausgabe des Jahres wird Thorben Rakers aus Deutschland erzählen, wie er in der Region Basel über die Baha’i-Gemeinschaft Anschluss fand – eine Geschichte, die zeigt, wie gelebte Spiritualität und Gemeinschaft Zugehörigkeit schaffen können.
Im kommenden Jahr richtet der Newsletter den Blick auf die Baselbieter Gemeinden: Wie gestalten sie Integration vor Ort? Welche Angebote bestehen – und welche Ideen entstehen neu?
Möchten Sie regelmässig über Integrationsthemen im Kanton Basel-Landschaft informiert werden? Dann abonnieren Sie den Newsletter der Fachabteilung Integration unter: www.baselland.ch/integration/newsletter
Annina Schmid, wissenschaftliche Mitarbeiterin FIBL, Amt für Migration, Integration und Bürgerrecht (Fotos: privat)