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Unterwegs mit dem Japankäfer-Team
Handelt es sich bei den Käfern um Japankäfer?Die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben die Massnahmen zur Bekämpfung des Japankäfers im Vergleich zum Vorjahr intensiviert. Dank der optimalen Vorbereitung durch den Ebenrain und die Stadtgärtnerei ist die Anzahl der Japankäfer deutlich geringer ausgefallen als ursprünglich prognostiziert. Das Infoheft hat Sven Gysin und Timo Baechtold, Pflanzenschutzdienst Ebenrain, bei einer sommerlichen Kontrollrunde begleitet – eine Fotoreportage.
Ein Donnerstagmorgen im Juli 2025, 10 Uhr
Sven Gysin ist unterwegs zum Überprüfen der Japankäferfallen in der Gemeinde Muttenz. Der Ebenrain und die Stadtgärtnerei Basel stehen bereits seit Juni fest im Modus Japankäfer. Sie tauschen sich kontinuierlich mit der Bevölkerung aus, kontrollieren montierte Fallen, überprüfen Verdachtsfälle und optimieren die Massnahmen gegen den unerwünschten Schädling.
Donnerstag, 10.05 Uhr
Kollege Timo Baechtold sichtet bereits den ersten Standort. Aktuell stehen in den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt 134 Fallen im Einsatz. Sie sollen den Käfer gezielt anlocken und einfangen.
Timo erklärt die Funktion. Die Trichterfallen haben zwei verschiedene Sexual-Pheromone. Sie ziehen die weiblichen und männlichen Exemplare an.
Donnerstag, 10.10 Uhr
Die Fallen werden nur während der Flugsaison des Japankäfers eingesetzt, von Anfang Juni bis Ende September. Die adulten Käfer rutschen jeweils über den Trichter in die Fallen und bleiben stecken. Für andere Tiere stellt die Falle kein Risiko dar.
Menschen sollten die Lockstofffalle nicht berühren, da Hautfette die Funktionsweise der Fallen beeinträchtigen können.
Käfer werden bei uns in der Region oft verwechselt. Ein nicht geschultes Auge erkennt beispielsweise bei einem Laub- oder Maienkäfer einen Japankäfer, zu Unrecht. Das Insekt aus Japan unterscheidet sich in seinen Feinheiten von anderen. Der Käfer ist gerade mal so gross wie eine Kaffeebohne (1 bis 1,5 cm) und trägt fünf weisse Streifen. Er täuscht des Öfteren mit verwuscheltem Seitenhaar. Aufgrund dessen ist er nicht leicht zu identifizieren.
Käfer gesichtet? Japankäfer?
Der Ebenrain und die Stadtgärtnerei haben die Bevölkerung aufgerufen, Verdachtsfälle zu melden. Hierfür wurden unter anderem eine gemeinsame Japankäfer-Hotline sowie separate Mail-Melde-Adressen ([email protected] und [email protected]) eingerichtet. Beide Kommunikationskanäle wurden in den beiden Basel rege genutzt.
Donnerstag, 10.20 Uhr
Timo Baechtold trennt beim Leeren die Käferarten. Nur Verdachtsfälle kommen in die Box. Sie werden später vom Pflanzenschutzteam des Ebenrainteams im Detail geprüft und allenfalls als Japankäfer identifiziert.
Der gebietsfremde Japankäfer ernährt sich von rund 400 Pflanzen aus diversen Pflanzenfamilien. Dazu zählen viele landwirtschaftliche Kulturen wie Beeren, Obstbäume, Weinreben oder Mais, aber auch Rosen und Bäume wie Ahorn, Birke oder Linde.
Donnerstag, 11.30 Uhr
Die Käferexperten des Ebenrains und der Stadtgärtnerei bringen jeweils Licht ins Dunkle. Die positiven Käfer werden in einem Behälter eingefroren. Einzelne Käfer werden dann an Agroscope weitergegeben und genetisch untersucht, um die Verwandtschaft zu bestimmen und Rückschlüsse auf die Herkunft zu ziehen.
Die Arbeit rund um den Japankäfer endet jeweils mit dem Beginn des Herbstes. Anfang des nächsten Jahres stehen bereits wieder die Vorbereitungen für das nächste Käferjahr an.
Haben auch Sie einen Japankäfer entdeckt oder wollen Sie sich mit den Fachexpertinnen und Fachexperten rund ums Thema Japankäfer austauschen?
Weitere Informationen über den Japankäfer und die Massnahmen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft unter:
Reportage: Raffaela Bernold, Kommunikation VGD
Fotos
- Comic Japankäfer mit Unterstützung von KI
- Foto Japankäfer: Shutterstock
- weitere Bilder: VGD