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- Newsletter 3 / September 2025
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Drei Fragen an Nathalie Fernandez und Andreas Brodbeck
Zwischen Tür und Postfach: Nathalie Fernandez und Andreas Brodbeck sind die beiden Weibel des Kantons Basel-Landschaft, sie verteilen also die interne und externe Post für die kantonale Verwaltung. Beide sind bei der Bau- und Umweltdirektion (BUD) angestellt. Andreas Brodbeck ist dabei für die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD), Nathalie Fernandez ist für die Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) zuständig. Für die übrigen Direktionen teilen sich Nathalie Fernandez und Andreas Brodbeck die Zuständigkeiten untereinander auf.
Was gehört zu Ihren Aufgaben als Weibel oder Weibelin – und was wissen viele Menschen gar nicht über Ihren Beruf?
Nathalie Fernandez: Als Weibel sind wir für die interne und externe Post verantwortlich – man kann unsere Tätigkeit gut mit der eines Pöstlers vergleichen. Wir bringen und holen die Post zwischen den verschiedenen Dienststellen und verteilen zudem Pakete, die wir auch entgegennehmen.
Andreas Brodbeck: Unsere Arbeit ist sehr wichtig für einen reibungslosen Ablauf innerhalb der kantonalen Verwaltung, auch wenn sie oft hinter den Kulissen stattfindet. Jeden Tag absolvieren wir eine fest zugeteilte Tour, die sich wiederholt und sorgen dafür, dass der gesamte externe und interne Postverkehr zuverlässig funktioniert. Ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Landeskanzlei, die von uns beiden bedient wird. Wenn eine Dienststelle etwas Dringendes braucht, erledigen wir das zeitnah oder organisieren dies. Wir bringen einen wichtigen Brief oder ein dringendes internes Couvert auch mal direkt bei Direktion vorbei, damit die zuständige Person dieses schnellstmöglich erhält. Dabei sind wir selbstverständlich an das Postgeheimnis gebunden.
Nathalie Fernandez: Dabei bekommen wir auch Einblicke in Bereiche, zu denen man sonst keinen Zugang hat – wie etwa die Steuerverwaltung oder die Polizei. Falls mal jemand ausfällt, unterstützt uns ein externes Unternehmen und übernimmt die Touren.
Wie hat sich die Rolle des Weibels, der Weibelin in den letzten Jahren verändert?
Nathalie Fernandez: Die Menge an Briefen und Paketen ist in den letzten Jahren zurückgegangen, weil heute viel per E-Mail verschickt wird.
Andreas Brodbeck: Es gibt immer noch einige Stellen, beispielsweise die Steuerverwaltung, die Landeskanzlei, das Betreibungs- und Konkursamt oder die Polizei, die täglich viel Post erhalten. Mein Vorgänger brachte früher am Nachmittag noch Tageszeitungen.
Nathalie Fernandez: Je nach Saison können es schon mal bis zu 30 Pakete pro Tag sein. Ausserdem hat sich unser Aufgabenbereich leicht verändert. Ich habe zum Beispiel eine weitere Dienststelle übernommen, die ich jetzt beliefere.
Andreas Brodbeck: Anfänglich musste ich noch diverse Postfächer bei der Postfachanlage leeren, was jetzt aber weggefallen ist und neu direkt vorsortiert kommt. Auch die eingesammelte Post geht seit einiger Zeit nach Frenkendorf und wird nicht mehr am Grosskundenschalter bei der Post in Liestal abgegeben.
Sie arbeiten eng zusammen: Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit – und wie ergänzen Sie sich als Duo?
Andreas Brodbeck: Am Morgen treffen wir uns bei der gemeinsamen Postabholung und tauschen uns gegenseitig aus. Dabei ist der Dialog untereinander sehr wichtig. Jeder weiss, was seine Aufgabe ist und dabei unterstützen wir uns gegenseitig.
Nathalie Fernandez: Wir sind ein eingespieltes Team und haben immer ein offenes Ohr füreinander. Wir ergänzen uns sehr gut.
Text und Bilder: Michèle Eggenschwiler, Praktikantin Kommunikation, Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion
Die beiden Weibel der kantonalen Verwaltung: Andreas Brodbeck und Nathalie Fernandez
Für die Verteilung der internen wie der externen Post stehen zwei Fahrzeuge zur Verfügung, eines davon ist ein E-Fahrzeug.