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Als eines der wenigen erhaltenen Wasserschlösser der Schweiz bewahrt es trotz der Barockisierung den mittelalterlichen Charakter einer Wasserburg, vor allem im Grundriss. In diesem unterscheidet es sich wesentlich von den einst zahlreichen und zum Teil, allerdings ohne Weiher erhaltenen Wasserschlössern der Umgebung Basels, die aus einfachen, befestigten Wohnbauten bestanden. Ihm fehlt aber auch der Bergfried der bekannten Wasserschlösser Hallwil oder Hagenwil. All dies bringt es in nächste Verwandtschaft mit dem turmbewehrten Viereck des burgundisch-savoyischen Burgentypus. Von dem mit von der Grün eingedrungenen deutschen Frühbarock erhielt sich ausser dem markanten Volutengiebel der Hauptfassade recht wenig. Johannes Deucher verwandelte das Schloss in einen Landsitz des französische Frühbarock, der uns beinahe vollständig erhalten blieb. Vermutlich eines der frühesten Beispiele für den Einfluss der Barockklassik des späten Louis XIV. in unserer Gegend, wovon in Bottmingen ausser der Aussenarchitektur vor allem das grossartige Treppenhaus zeugt. Erst unter Martin Wenk setzt sich das heimische, bereits abklingende Rokoko durch und hinterlässt den kostbaren Stuck im Steinsaal. |