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Die Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft ist bestrebt, im Bereich der Jugendhilfe oder der Jugendkriminalität Projekte zu realisieren oder aber einen Beitrag an die Umsetzung von Projekten Dritter zu leisten. Wir haben das Privileg, in einem Kanton zu wirken, dessen finanzielle Verhältnisse vergleichsweise stabil sind und dessen PolitikerInnen und Behörden erkannt haben, dass im Jugendbereich für die Zukunft investiert werden muss |
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Folgende Projekte dienen im Bereich der Jugendhilfe als Beispiel für sinnvolle Präventionsbemühungen zur Reduktion von Suchtproblemen und der Jugendgewalt:
- | Schaffung der neuen Funktion von JugendsachbearbeiterInnen bei der Polizei BL. Im Kanton Basel-Landschaft wurde auf Anregung der Jugendanwaltschaft als Novum in der Schweiz die Funktion von polizeilichen JugendsachbearbeiterInnen geschaffen. Diese haben sowohl den Auftrag, bei Jugenddelikten zu ermitteln als zugleich auch durch eine enge Vernetzung mit Schulen, Behörden, Bezugspersonen bei Jugendlichen direkt auch präventiv präsent zu sein. |
- | Ein wichtiges Anliegen sind die Frühkontakte zu Jugendgruppen, die Gefahr laufen, delinquent zu werden. Denn: Delikte zu verhindern ist sinnvoller als Delikte aufzuklären. |
- | In Kooperation mit Suchtfachpersonen der Gesundheitsförderung BL und der Drogenberatung BL führt die Jugendanwaltschaft regelmässig Cannabispräventionskurse mit Jugendlichen durch, die wegen Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz verzeigt werden. |
- | In Zusammenarbeit mit freischaffenden Psychologen und Jugendpsychiatern werden als Ergänzung zu jugendstrafrechtlichen Strafen Gruppenworkshops mit ganzen Tätergruppen durchgeführt. Ziel ist es, die betreffenden Jugendlichen darin zu unterstützen, sie darin zu stärken, ihr Verhalten kritisch zu überprüfen, ihnen die Prozesse der Gruppendynamik bewusst zu machen und sie unterstützen, künftig mit neuen Handlungsmöglichkeiten zu experimentieren. |
- | Gemeinsam mit der Jugendanwaltschaft BS, dem Arxhof und den Verantwortlichen für das Gefängniswesen in BL und BS wurde im Januar 2003 im Untersuchungsgefängnis Waaghof in Basel die erste sozialpädagogisch betreute Jugendabteilung der Schweiz eröffnet. |
- | Es zeigt sich immer wieder, dass für eine erfolgreiche Arbeit in der Jugendhilfe eine gute Zusammenarbeit von untereinander gut vernetzten Berufsgruppen unerlässlich ist. Das KIT-Forum Jugendnetz BL versucht, die unterschiedlichen Helfersysteme zusammenzubringen. |
- | Eine Vorgehensweise, die auch in anderen Kantonen angewendet wird, ist der Täter-/Opfer-Ausgleich (TOA). Dabei werden die Beteiligten zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen mit dem Ziel, den der Tat zugrunde liegenden Konflikt zu klären, neue Lösungen auszuarbeiten und den beiden Seiten zu ermöglichen, andere Formen der Beziehung einzuüben. |
Weitere Projekte, an deren Entwicklung oder Durchführung die Jugendanwaltschaft mitgewirkt hat oder immer noch mitwirkt, sind:
- | Das Projekt "take off Tagesstruktur" ist ein bewährtes Präventionsprojekt im Kanton Basel-Landschaft. Es bietet Jugendlichen mit Sucht- oder Gewaltproblemen eine Chance zum Wiedereinstieg in ein geregeltes Leben. Durch die Schaffung einer Tagesstruktur und einer gezielten Förderung im Bereich der schulischen Ausbildung ist es bereits etlichen Jugendlichen gelungen, ihre Krise zu bewältigen und im Anschluss an das Programm eine Berufsausbildung in Angriff zu nehmen. |
- | Als Teil des Alkoholpräventionsprojektes 'talk about' der Gesundheitsförderung BL, des Jugend-sozialwerkes BL und der Justizdirektion JPMD BL, werden neben Präventionsveranstaltungen im Schulbereich (Wettbewerb, Elternabende, Bereitstellung von Informationsdokumentationen für Lehrkräfte) die laufenden, systematischen Testkäufe in Verkaufsstellen weitergeführt, um den Verkauf von alkoholischen Getränken an Kinder und Jugendliche nach Möglichkeit zu unterbinden. |
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