Übersicht Landratssitzungen

Traktandenliste dieser Sitzung

Protokoll der Landratssitzung vom 25. November 2004

 

Nr. 904

15 2004/218
Interpellation von Dieter Völlmin vom 9. September 2004: "Ganzheitliche, lernzielorientierte Beurteilung". Schriftliche Antwort vom 19. Oktober 2004

Nr. 905

16 2004/219
Interpellation von Christine Mangold vom 9. September 2004: Neues Beurteilungssystem an den Baselbieter Primarschulen. Schriftliche Antwort vom 19. Oktober 2004

Nr. 906

17 2004/224
Interpellation von Rudolf Keller vom 9. September 2004: Weitgehende Abschaffung der Schulnoten. Schriftliche Antwort vom 19. Oktober 2004

Nr. 907

18 2004/211
Motion von Rudolf Keller vom 9. September 2004: Schulnoten wieder einführen

Nr. 908

19 2004/245
Postulat von Christian Steiner vom 23. September 2004: Verordnung über Beurteilung, Beförderung, Zeugnis und Uebertritt am Kindergarten und an der Primarschule (VO BBZ vom 4. Mai 04)

Landratspräsidentin Daniela Schneeberger informiert, dass die Traktanden 15 bis und mit 19 zusammengenommen werden. Zuerst begründet Regierungsrat Urs Wüthrich die Umwandlung der Motion 2004/211 in ein Postulat, anschliessend werden die Interpellationen gemeinsam behandelt, dabei kommen die Interpellanten/in der Reihe nach zu Wort. Über die Motionen wird anschliessend einzeln abgestimmt. Sie beantragt damit Eröffnung der Diskussion.

Regierungsrat Urs Wüthrich führt aus: In den verschiedenen Interpellationen werden kritische Fragen gestellt, welche man gerne ausführlich beantwortet hat und heute auch noch mit den entsprechenden Verordnungen sowie Formularen, welche in der Schule zur Anwendung kommen, dokumentieren konnte. Rudolf Keller geht über die Interpellationen hinaus einen Schritt weiter und verlangt eine sofortige Aufhebung der per Schuljahresbeginn eingeführten Notenregelung. Auch wer dem neuen Verfahren kritisch gegenüber stehe, gehe sicher mit dem Regierungsrat einig, dass es weder im Interesse der Schülerinnen und Schüler noch im Interesse eines verlässlichen Schulbetriebs richtig wäre, die Neuerung nach ein paar Wochen wieder aufzuheben und damit ein entsprechendes Chaos anzurichten.
Inhaltliche Begründung: Wer nur die Einleitung der Informationsbroschüre des AVS zum neuen Beurteilungs- und Beförderungssystem auf Primarschulstufe liest, muss irrtümlicherweise - dies sei betont - annehmen, dass in Sachen Beurteilung und Beförderung im Kanton Basel-Landschaft die Revolution ausgebrochen ist; dies als selbstkritische Feststellung an die eigene Adresse. Spätestens aber, seit die vollständige Verordnung über die Beurteilung, Beförderung und Zeugnisse für alle Schulstufen vorliegt, müsse klar sein, dass mit der Neuregelung die Grundlagen geschaffen wurden für mehr Klarheit und Rechtssicherheit, für präzise, verständliche, umfassende und aussagekräftige Standortbestimmungen. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten ein zukunftsorientiertes Werkzeug an die Hand, mittels welchem sie die Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung unterstützen sowie den Eltern die erforderlichen Informationen zur Verfügung stellen können.
Der Regierungsrat hat in seinen schriftlichen Antworten zu den Interpellationen von Dieter Völlmin, Christine Mangold und Rudolf Keller die Neuerungen der Verordnung über die Beurteilung, Beförderung und Zeugnisse sowie die Neuerungen in Zusammenhang mit dem Übertritt für die Primarschule beschrieben. In der Primarschule geht es im Wesentlichen um folgende Aspekte:
Erstens wird die Leistungsbeurteilung im Sinne einer ganzheitlichen Beurteilung ergänzt durch die Beurteilung des Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens.
Zweitens erfolgt der Beförderungsentscheid jährlich neu Ende Schuljahr. Anstelle eines Zeugnisses nach dem ersten Semester wird im Sinne einer strukturierten Standortbestimmung ein Beurteilungsgespräch mit den Erziehungsberechtigten durchgeführt. Die Standortbestimmung wird dokumentiert und zeigt ganz konkret auf, wo die Schülerin / der Schüler auf dem richtigen Weg ist und wo Handlungsbedarf besteht.
Drittes Merkmal: In der ersten und zweiten Klasse werden die Leistungen mit klaren Prädikaten über die Zielerreichung bewertet. Ab der dritten Klasse werden einerseits Noten in den Beförderungsfächern Deutsch, Mathematik und im Fach Mensch und Umwelt eingeführt. Die bisherige Regelung, wonach die Lehrpersonen am Anfang der Primarschulzeit entscheiden konnten, ob sie einen Bericht oder Noten machen wollen, wurde aufgehoben. Es wird verbindlich fest gelegt, wie zu verfahren ist.
Vierter Aspekt: Für eine Beförderung von der dritten bis zur fünften Klasse ist neu eine Durchschnittsnote in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie Mensch und Umwelt von mindestens 4.0 und nicht wie bis anhin 3,5 notwendig; eine klare Regelung im Sinne von härteren Promotionsbestimmungen. Nach dem kürzlich mit einer Delegation der SVP stattgefunden Gespräch mit der SVP geht man davon aus, dass dies in deren Sinn ist.
Fünftens: Das Übertrittsverfahren von der Primar- in die Sekundarschule wurde angepasst. Die kantonalen Orientierungsarbeiten mit einem einheitlichen Notenmassstab zur Leistungsbeurteilung sollen den Zuweisungsvorschlag ergänzen und unterstützen. Man will den Entscheid besser abstützen mit einer kantonal 'geeichten' Grundlage. Die kantonale Übertrittsprüfung für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern mit dem Zuweisungsvorschlag nicht einverstanden sind, wird dann abgeschlossen mit dem Zuweisungsentscheid durch das Amt für Volksschulen. Zur Wiederholung: Die Noten werden nicht abgeschafft, sondern es wird für die dritte bis fünfte Klasse festgeschrieben, in welchen Promotionsfächern sie massgebend sind. Sie werden neu fest gesetzt auf das Ende eines Schuljahres, was einen längeren Beurteilungszeitraum ergibt, und die Noten werden in der Primarschulstufe auf die traditionellen Beförderungsfächer Mathematik, Deutsch sowie das Fach Mensch und Umwelt konzentriert.
Wichtige Klarstellung: Die Lehrpersonen, welche mit dieser Beurteilung arbeiten müssen, haben von Anfang an klar signalisiert, dass sie diese Regelung wollen. Die neue Regelung passiert nicht gegen den Willen, sondern aufgrund eines ausdrücklichen Wunsches der Lehrpersonen auf Primarschulstufe. So sei der Regierungsrat an der Versammlung des Lehrerinnen- und Lehrervereins zugegen gewesen, bei welcher ursprünglich vom Gesamtverband her eine Kritik dieser Regelung vorgesehen war. Die Primarschullehrkräfte hätten dann aber ausdrücklich die Einführung dieses Werkzeugs gefordert. Es handle sich also keineswegs um eine, wie auch schon kritisierte, Nacht- und Nebelaktion oder gar um eine Einführung durch das Hintertürchen. Es sei denn, man betrachte eine breite Vernehmlassung im ganzen Bildungsbereich, die Beratung im Bildungsrat sowie die Verabschiedung im Regierungsrat als Hintertüre.
Es sei klar und verständlich, dass Neuerungen Verunsicherungen und Widerstände auslösen. Als Bildungsverantwortlicher in diesem Kanton stellt Regierungsrat Urs Wüthrich den Anspruch, dass gut qualifizierte Lehrpersonen sowohl in der Lage sein müssen, die ausführlich diskutierten Neuregelungen professionell umzusetzen wie auch die Schülerinnen und Schüler sowie die Erziehungsberechtigten stufengerecht und verständlich zu informieren.
Zurückblickend auf die im Landrat geführte Diskussion in Zusammenhang mit dem Berufsauftrag für Lehrpersonen geht der Regierungsrat davon aus, dass die Landrätinnen und Landräte den Anspruch an die Professionalität und Flexibilität teilen. Gleichzeitig erwartet er vom Landrat als oberstem Arbeitgeber der Lehrpersonen, dass er auf Flexibilität, Veränderungswillen und Kreativität setzt, dass er diese Qualifikationen fordert und sich nicht ausgerechnet hinter diejenigen Lehrpersonen stellt, welche sich möglichst nicht bewegen wollen.
Selbstverständlich wird man die Erfahrungen mit der neuen Verordnung systematisch auswerten. Für eine allfällige Kurskorrektur braucht es aber einen minimalen Erfahrungszeitraum. Vor diesem Hintergrund ist man selbstverständlich bereit, die Motion von Rudolf Keller als Postulat entgegenzunehmen. Denn der für das Jahr 2007 vorgesehene Bericht soll in jedem Fall auch den Aspekt der Beurteilung und Beförderung thematisieren. Damit wird eine Diskussionsgrundlage geschaffen zur Frage, ob Kurskorrekturen nötig sind oder ob der eingeschlagene Weg weiter gegangen werden kann.

Dieter Völlmin nimmt zur Kenntnis, dass Regierungsrat Urs Wüthrich 'in einem Anflug von Selbstkritik' eingeräumt hat, die Einführung dieser ganzen Übung sei zumindest nicht so geschehen, wie er es wohl heute machen würde. Tatsächlich verhalte es sich so: Lese man das, was im amtlich-offiziellen Dokument der BKSD als Erklärung für die von der Revision der Verordnung Betroffenen geschrieben wurde und höre nun heute dem Regierungsrat zu oder lese die schriftliche Interpellationsbeantwortung, so käme man nicht auf die Idee, dass dieselbe Amtsstelle von derselben Sache spricht.
Er untermauert seine Aussage mit einem Zitat aus der 'grünen Broschüre' (amtliche Informationsbroschüre): Auf den ersten Blick werden Sie keinen Unterschied zur bisherigen Unterrichtspraxis fest stellen. Die Einführung der neuen Verordnung ist lediglich der Auftakt zur Entwicklung einer neuen Beurteilungskultur. Dies sei also nur der Anfang, das lasse 'noch Schlimmeres' vermuten. Weiter unten werde dem "dummen" Elternteil erklärt: Den wohl deutlichsten Unterschied werden Sie daran erkennen, dass ihre Kinder keine oder nur noch wenige Noten heimbringen. Vielmehr werden Ihnen ihre Kinder mitteilen, was (unterstrichen) sie nun wirklich neu gelernt haben und auch verstehen. An diesem Punkt habe es ihm den Hut 'gelüpft' und er habe nicht mehr weiter gelesen. Was ein Schulkind zu Hause erzähle, richte sich wohl kaum nach dem Inkrafttreten irgend einer Verordnung, erregt er sich.
Er habe geglaubt, was in der Broschüre steht, und müsse nun erfahren, dass alles nicht so gemeint sei. Er zitiert aus der Interpellationsbeantwortung (S. 4): Eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen sind informative Rückmeldungen. Die Ziffernnoten als ökonomische und etablierte Codes spielen dabei eine zentrale Rolle. - Was stimmt nun? möchte er wissen, das, was vor ca. 3 Monaten offiziell mitgeteilt wurde oder das, was soeben von Seiten der BKSD gesagt wurde?
Er hoffe sehr, dass es in die jetzt vertretene Richtung gehe, hat aber immer noch gewisse Befürchtungen. Als nämlich nach der Einführung die Meldung von der Abschaffung der Noten durch die Medien ging, sei von Seiten der BKSD kein lauter Aufschrei zu vernehmen gewesen, sondern man habe erst reagiert, als aus dem Landrat eine gewisse Opposition laut wurde. Er befürchtet, es werde nach Abebben der Welle der Empörung eher wieder in Richtung der 'grünen Broschüre' weiter gehen. Gerade diese Ereignisse zeigen seiner Ansicht nach auf, wie unüberlegt und überstürzt diese Revision eingeführt worden sei. Man sei rasch mit etwas gekommen, habe gleichzeitig eine Nebelpetarde gezündet und eine grosse Anzahl von betroffenen Kindern, Lehrern und Eltern mit dem Ganzen alleine gelassen.
Heute, da sich der Nebel ein wenig verzogen habe, sehe man in der Tat, dass es sich eigentlich um zwei wesentliche Unterschiede handle: erstens die Abschaffung des Semesterzeugnisses und zweitens die Abschaffung von Noten ausser in den Fächern Deutsch, Mathematik, Mensch und Umwelt. In Bezug auf den letzten Punkt bezeugt der Interpellant Unverständnis mit der Tatsache, dass einerseits die Noten in einigen Fächern abgeschafft werden, wenn gleichzeitig deren Wichtigkeit betont und anerkannt wird. Damit würden Zweiklassenfächer geschaffen.
Zum Beurteilungsgespräch anstelle von Zeugnissen: Wo sie praktiziert werden, sind Beurteilungsgespräche sicher wertvoll. Für ihn sind sie aber kein Ersatz für ein Zeugnis. Für Kinder seien Zeugnisse wichtig, deren Sprache würden sie verstehen; sie seien gewohnt, damit umzugehen, meint er. Er hält aber nichts von verordneten Gesprächen. Man könne in Gesprächen unangenehme Dinge verbrämen, der Zuhörende höre so oder so nur das, was er wolle; geschehe das Ganze dann noch im pädagogischen "Slang", so verstehe das Kind überhaupt nichts mehr. Er zweifelt daran, dass alle Lehrpersonen, die bisher keine Gespräche führten, dies nun plötzlich, auf Verordnung ab dem 1. August hin können.

Zu den einzelnen Fragen in der Beantwortung:
Bei seiner ersten Frage: Kann sich der Regierungsrat konkret erklären, wie seit dem 1. August 2004 in den Primarschulen Leistungen der Kinder bewertet werden, so dass sie objektiv überprüft werden können? gehe es im Grunde um die Frage, wie denn ein System angewendet werden könne, wenn man erst zwei Monate später damit vertraut gemacht werde.

Zur Frage 3 nach der Vorbereitung der Lehrer auf das neue Beurteilungssystem:
Greife der Regierungsrat bei seiner Begründung zur Grundausbildung der Lehrer, so sei damit alles gesagt. In Tat und Wahrheit sei es so gewesen, dass die Lehrer überhaupt nicht informiert waren. Die einen hätten es aus Zeitungsartikeln erfahren, die andern von Kulturwandel gesprochen, die dritten meinten, es bleibe ungefähr alles beim Alten.

Zu Frage 4 betreffend Information der Eltern:
Dieter Völlmin nimmt gerne zur Kenntnis, dass dies total verunglückt war. Tragisch daran sei, dass es sehr viele Leute betreffe. Man müsse sich bei der Kommunikation einer solchen Sache vorgängig entsprechende Gedanken machen.

Zu Frage 5 / Bedeutung der Noten:
Der Interpellant nimmt gerne zur Kenntnis, dass der Regierungsrat die Wichtigkeit der Noten für Kinder erkennt und bekräftigt nochmals sein Unverständnis mit der Abschaffung von Noten in einzelnen Fächern.

Zu Frage 6 / Warum Streichung des "sehr gut"?:
In der Beantwortung werde ein wenig verschämt gesagt, man könne diese Aussage im Gespräch und in einem schriftlichen Kommentar machen. Er hält das für ideologischen Ballast. Er sieht nicht ein, warum nicht "sehr gut", "gut", "erfüllt" und "nicht erfüllt" als Prädikate zur klaren Bestimmung der Standorte verwendet werden können. Ein "sehr gut" gehöre nun einfach dazu. Ein zweiter 'ideologisch gefärbter' Ausdruck hat bei Dieter Völlmin Missfallen erregt. Am Anfang habe es anstelle des "nicht erfüllt" ein "noch nicht erfüllt" gegeben. Dies sei nun glücklicherweise in der aktuellen Verordnung korrigiert.

Zu Frage 7:
Der Interpellant ist nach wie vor der Meinung, dass bezüglich neues Bewertungssystem eine rückwirkende Einführung stattgefunden habe. Das beweise die Tatsache, dass die Verordnung am 1. August in Kraft getreten ist, während die entsprechende Instruktion der Lehrkräfte bis heute gemacht werde und die begleitenden Unterlagen erst jetzt langsam 'eintröpfeln'. Nie habe es einen Versuch gegeben, noch habe eine objektive Notwendigkeit für eine so rasche Einführung bestanden. Er macht u.a. den Vergleich mit neuer Software, welche auch im Vorfeld ausgetestet werden müsse, bevor sie eingesetzt wird. Es mute schon etwas zynisch an, wenn man dies offenbar dort nicht für notwendig erachte, wo Eltern, Lehrer und Kinder betroffen sind. Die Unüberlegtheit der ganzen Angelegenheit mache ihm Angst; auch wenn es nicht vorsätzlich geschehen sei. Er hat den Eindruck, im Kanton gebe es irgendwo Stellen, an denen Revisionen etc. irgendwo zum Selbstzweck werden. Abschliessend zitiert er aus der Zeitschrift des Lehrerinnen und Lehrervereins BL lvb.inform ('gelbes Blättli'): Es ist niemandem geholfen, wenn immer schönere Pädagogik-Konstrukte und geschönte Zeugnisformen eine Illusion hochhalten, während bei den Schülerinnen und Schülern die Lernleistungen abstürzen. Dann werden die Basic-Checks der Berufsbildung nur ein Anfang gewesen sein, dann wird mittelfristig auch den unsinnigen Forderungen nicht mehr erfolgreich zu begegnen sein, und die staatspolitisch so ungeheuer wichtige Volksschule wird gegenüber den dann unvermeidlichen privaten Eliteschulen zu einem Restinstitut verkommen, in dem das Volk dann im wahrsten Sinne des Wortes unter sich sein wird.

Landratspräsidentin Daniela Schneeberger erläutert nochmals das weitere Vorgehen, da offenbar einige Unklarheiten bestehen: Es werden alle Traktanden behandelt, die Diskussion ist eröffnet. Es kann zu den Motionen wie auch zu den Postulaten Stellung bezogen werden.

Christine Mangold geht es in keinster Weise darum, sich hinter Lehrerinnen und Lehrer zu stellen, welche sich nicht bewegen wollen. Das wäre das Letzte gewesen, was sie mit ihrer Interpellation hätte erreichen wollen. Im Gegenteil, ihr geht es darum, dass das, was während der Bildungsgesetzdebatte heftigst diskutierte wurde, auch umgesetzt wird. Damals war es ein grosses Anliegen, dafür zu sorgen dass der Landrat auch im Bildungsbereich Einfluss nehmen kann. Ihre Interpellation beschäftigt sich vorwiegend mit der Frage, ob es bei der Umsetzung der Verordnung auch richtig abgelaufen ist und abläuft. Der Regierungsrat berufe sich in seiner Antwort auf § 88 Buchstabe f des Bildungsgesetzes, aufgrund dessen er die Verordnung über Beurteilung, Beförderung, Zeugnis und Übertritt beschliessen kann. Dies sei grundsätzlich richtig. Allerdings halte § 89 a fest: Er (der Landrat) genehmigt die Zielsetzungen von Bildungskonzepten, welche Inhalt und Gliederung des kantonalen Bildungssystems oder den bisherigen Bildungsauftrag einzelner Schularten grundlegend ändern.
Die Interpellantin geht davon aus, dass im vorliegenden Fall dieser Paragraf zuerst zum Tragen kommt, denn es habe sich, ihrer Meinung nach, in diesem Beurteilungssystem etwas sehr verändert. Erst anschliessend - bei der entsprechenden Umsetzung der Verordnung - komme § 88 f (Regierungsrat) zum Tragen. Wäre es so, wie der Regierunsgrat nun in seiner Antwort auf die Interpellation schreibt, so könnte § 89a gleich gestrichen werden und der Regierungsrat hätte das Recht, die Verordnungen zu erlassen, ohne dass das Parlament dazu käme, in irgend einer Weise Einfluss zu nehmen, merkt sie kritisch an.
Zum Übertrittsverfahren habe kürzlich, speziell in Bezug auf das Rekursverfahren (Schnittstellen), in der EKK eine Riesendiskussion stattgefunden. Dort wurde fest gehalten, dass dieses Übertrittsverfahren unbedingt ganz klar formuliert sein muss, da man es immer häufiger mit Rekursen zu tun hat. Die Instrumente müssen also ganz klar sein, damit die nächste Rekursinstanz weiss, worum es gegangen ist. Sie macht diesbezüglich ein grosses Fragezeichen zu den Beurteilungsgesprächen, welche in der fünften Klasse stattfinden und glaubt kaum, dass diese als Grundlage genügen, wenn Eltern mit einer Zuteilung in die Oberstufe nicht einverstanden sind.
Bezüglich Lehrer-Elterngespräche teilt sie Dieter Völlmins Meinung. Diese seien nötig und dafür brauche es keine spezielle Verordnung. Auch sie fragt sich aber, ob nach einem Beurteilungsgespräch beide Seiten vom selben Ergebnis ausgehen. Ein solches Gespräch stelle höchste Anforderungen sowohl an die Eltern wie an die Lehrerschaft. Diesbezüglich sieht sie vor allem Probleme bei den vielen fremdsprachigen Eltern.
Mit den Prädikaten "gut erreicht" (Note 5 -6?), "erreicht" (4-5?), "nicht erreicht" (1-4?) ist sie auch nicht sehr glücklich. Sie findet deren Spannweite zu gross, es sei nicht definiert, welcher Notenspanne die einzelnen Prädikate entsprechen und auch die Schülerinnen und Schüler seien über diese Lösung nicht besonders glücklich, weiss sie. Mit einer Note 5.5 wisse man, was man habe. Frage man die Schüler, so heisse es, lieber eine Note als einen Bericht, obwohl man immer vom Notendruck spreche.
Zum Ablauf: Christine Mangold ist der Überzeugung, dass das Thema vor den Landrat hätte kommen müssen, auch wenn der Regierungsrat nach wie vor davon überzeugt ist, dass sein Vorgehen richtig war. Zudem werde auch das Beurteilungssystem auf der Sekundarstufe I, da es bereits im Bildungsrat behandelt wird, nicht in den Landrat kommen. Sie bedauert beides und findet es schade, dass man nichts aus der grossen Debatte gelernt habe, welche allenthalben geführt werde. Der Unmut sei gross.

Rudolf Keller hat seine Vorrednerin aus dem Herzen gesprochen. Er dankt zwar für die regierungsrätliche Antwort, ist damit aber nicht zufrieden.
Es geht nicht an, mitten in der Saison die Spielregeln zu ändern - in der Schule ebenso wenig wie im Eishockey. Das müsste Regierungsrat Urs Wüthrich als Sportsmann doch wissen. Wo sind eigentlich die anderen Regierungsmitglieder geblieben, die diesen Entscheid ja mitzutragen haben? Sie ändern ja auch nicht mitten im Jahr den Steuerfuss oder die Krankenkassenprämien-Zuschüsse usw.
In Frenkendorf wurde bereits einmal im laufenden Jahr, im September, die Schule ausfallen gelassen, weil die Lehrkräfte miteinander die neue Situation besprechen mussten. Am 24. November 2004 gab es einen weiteren schulfreien Tag für die Frenkendörfer Kinder, weil noch immer nichts klar war.
Es ist zwar vielleicht gut gemeint, aber letztlich eine Illusion, glauben zu wollen, ein Grossteil der Eltern liesse sich so in die Schulentscheide mit einbeziehen, wie sich die Regierung das vorstellt. Sie hat ein wunderbares Menschenbild. Dem steht aber die reale Welt gegenüber. Die persönlichen Gespräche zwischen Lehrer(inne)n und Eltern unter Einbezug der Kinder stellen für viele Menschen eine Überforderung dar. Gerade Menschen, die kaum deutsch sprechen, werden dadurch beinahe diskriminiert - das findet Ruedi Keller schlecht, obwohl man es vielleicht von ihm nicht erwartet. Er hat selber acht- und neunjährige Kinder und durfte deshalb neulich an mehreren Schulabenden teilnehmen; er weiss, wie's läuft. Vor kurzem musste er anderen Eltern auf englisch übersetzen, was die Lehrkraft am Elternabend vorgetragen hat.
Wenn nur noch einige bestimmte Fächer als besonders wichtig hervorgehoben und benotet werden, rücken die anderen Fächer langsam, aber sicher in den Hintergrund. Denn die Eltern werden verstärkt darauf achten, dass ihre Kinder vor allem in den zentral wichtigen Fächern gut sind, der Rest läuft so nebenher.
In den regierungsrätlichen Antworten heisst es, die Lehrer seien in den Vorbereitungen vernehmlassungsmässig einbezogen worden. Das stimmt; aber es wurde nach aussen nicht offensichtlich, und deshalb wirkte die Übung auf fast alle Menschen wie ein Überfall, selbst für die Medien und viele Politiker/innen - von Eltern und Lehrkräften ganz zu schweigen. Es besteht ein Kommunikationsproblem bei der BKSD.
Das bisherige Schulsystem war insgesamt besser; das heisst aber nicht, dass es im neuen System nicht auch positive Punkte gibt, die sinnvollerweise aufgenommen und beibehalten werden sollten. Dass zum Beispiel neu die Note 4 statt wie bisher 3,5 als Grenze zwischen ungenügend und genügend gilt, ist durchaus sinnvoll. Ideal wäre es darum, das bisherige Schulsystem um einige solcher sinnvoller Elemente zu ergänzen.
Rudolf Keller hat vom Regierungsrat freundlicherweise Unterlagen zum Thema «Beurteilungsgespräch» bekommen. Er ist im Januar selber zu zwei solcher Gespräche aufgeboten. Der Lehrer wollte wissen, ob diese bei Kellers zuhause oder im Schulzimmer stattfinden sollte. Er kommt jetzt zur Familie nach Hause, was bestimmt eine ganz andere Atmosphäre bewirkt als in einem Schulraum. Innerhalb von 50 Minuten soll das Gespräch in Anwesenheit des Kindes so ablaufen, dass am Schluss alle Beteiligten genau wissen, woran sie sind, und sich auf eine gemeinsam erarbeitete Beurteilung einigen können. Das ist ausserordentlich anspruchsvoll.
Sehr viele Reaktionen in den letzten Tagen zeigten, dass selbst die Jugendlichen viel lieber klare Noten hätten. Sie empfinden diese als besser fassbare Einschätzung ihrer Leistungen als irgendwelche Beschreibungen.
Die Begründungen des Bildungsdirektors zur Motion 2004/211 hat sich Rudolf Keller angehört. Wenn der Vorstoss in ein Postulat umgewandelt und überwiesen wird, passiert nachher - wie aus den Worten von Regierungsrat Urs Wüthrich zu schliessen ist - gar nichts, nicht einmal die geringste Korrektur. So wie sich die Situation heute präsentiert, zieht der Motionär seine Motion zurück. Das Thema bleibt aber vordringlich pendent, und Ruedi Keller stellt weitere Vorstösse in Aussicht.

Die beschlossenen Änderungen seien erst provisorisch, stellt Christian Steiner fest. Im Jahr 2007 soll das neue Beurteilungsverfahren einer Standortbestimmung unterzogen werden; das ist problematisch. Wenn Eltern und Schüler das Gefühl haben, die Schule würde als Versuchskaninchen missbraucht, muss man ihnen Recht geben. Gerade im Schulbereich sollten Konzepte entwickelt werden, die hieb- und stichfest sind und für eine längere Frist beibehalten werden.
Hingegen hält Christian Steiner nicht das ganze Beurteilungsverfahren für so schlecht, wie es dargestellt worden ist. Die Beurteilungsgespräche, die einen grösseren Stellenwert bekommen sollen, sind sehr wichtig, damit die Eltern und Lehrpersonen sich ein abgerundetes Bild voneinander machen können, und sie sind sehr gut geeignet, Veränderungen einzuleiten oder herbeizuführen. Das Gespräch allein reicht aber nicht fürs Jahreszeugnis. Dort sind Noten erforderlich. Vielleicht ergibt sich aus der Neubeurteilung, dass noch mehr Fächer mit Noten bewertet werden, denn das würde bestimmt auch bei Fremdsprachen Sinn machen. Bei gewissen Fächern kann man sich allerdings gut mit Prädikaten begnügen, zum Beispiel Musik/Gesang oder Turnen, wo es von sehr vielen Faktoren abhängt, welche Leistungen erbracht werden.
An die Adresse von Ruedi Keller sagt Christian Steiner, die geltende Verordnung sei für den Anfang eines neuen Schuljahres vorgesehen; Änderungen mitten im Schuljahr hätten vielmehr die Kellersche Motion gebracht.
Dass die Regierung bereit ist, Christian Steiners Postulat entgegenzunehmen, freut diesen. Er hält am Vorstoss fest.

Regierungsrat Urs Wüthrich erklärt, warum die Regierung das Postulat Steiner entgegennehmen will.
Im Interesse einer ganzheitlichen Beurteilung werden die einzelnen Fachleistungen ergänzt durch Aussagen zum Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten, welche dokumentiert werden sollen. Das Hauptziel ist es, den Erziehungsberechtigten, aber auch den Schüler(inne)n, aussagekräftige Rückmeldungen zu geben, welches die Rahmenbedingungen sind, die teilweise auch die Ergebnisse in den einzelnen Fächern erklären. Es wurde davon abgesehen, diese Aussagen auch in den Zeugnissen zu dokumentieren. Denn es gab vor allem auf der Stufe Sekundarschule klare Widerstände dagegen, quasi die pubertätsbedingten Schwierigkeiten abzubilden. Und zum anderen wollten es auch die Wirtschaftsvertreter im Bildungsrat nicht. Sie sagten, die Unternehmen wollten sich selber - z.B. im Rahmen von Schnupperlehren - ein Bild von der Persönlichkeit eines Schülers machen und nicht durch Hinweise über die Arbeitshaltung in Zeugnissen. Die Beurteilungsbögen sind für die SchülerInnen gedacht.
Es soll nicht jetzt wieder eine Kurskorrektur vorgenommen, sondern erst die Standortbestimmung im Jahr 2007 abgewartet werden. Dann kommt auch die Beurteilung von Prädikaten bzw. Zahlennoten wieder auf den Tisch.
Um zu beweisen, dass nicht generell bis ins Jahr 2007 mit Neuerungen gewartet wird, kann der Bildungsdirektor einen Primeur verkünden: Der Kanton und die Wirtschaft haben sich darauf verständigt, einen Portfolio-Ordner für die SchülerInnen einzuführen. Dieser soll einerseits eine aussagekräftige Dokumentation für zukünftige Lehrmei-sterInnen sein und gleichzeitig auch eine Aussage ermöglichen zur Eingenverantwortung der SchülerInnen. Denn die Verantwortung, dass das Portfolio einigermassen vollständig geführt ist, liegt bei ihnen selber; es wird ihnen nicht auf dem Tablett serviert. Die Vorteile und Stärken dieses Portfolios bestehen darin, dass es nicht nur Zeugnisse enthält, sondern beispielsweise auch ein Selbstporträt, in welchem die SchülerInnen ihre Stärken und Schwächen aufführen, Aussagen zur Schullaufbahn, spezielle Semesterarbeiten - die vielleicht viel aussagekräftiger sind für einen zukünftigen Lehrmeister als irgend eine Note -, Orientierungsarbeiten und Standortbestimmungen. So entsteht ein vollständiges Bewerbungsdossier, ergänzt durch Aussagen über die aktuelle Schulstruktur, so dass sich auch ausserkantonale Lehrmeister ein Bild über das Baselbieter System und somit die Aussagekraft der Leistungen der SchülerInnen machen können. Bis zur Standortbestimmung 2007 kann bestimmt auch eine Zwischenbilanz zu diesem Portfolio-Projekt gezogen werden.
Zur Beruhigung Dieter Völlmins sagt Regierungsrat Urs Wüthrich, für die Interpellationsbeantwortung und für die Verordnung sei er persönlich verantwortlich, für die Informationsbroschüre formell. Die Ängste, dass im Quartalsrhythmus Änderungen kommen, sind unbegründet.
Die Beurteilungsgespräche sind zugegebenermassen anspruchsvoll, die thematische Breite ist gross. Aber gleichzeitig ist eine Struktur vorgegeben, also ist dieses Gespräche nicht eine Art inszenierter Selbsthilfegruppe oder ein psychotherapeutisches Seminar, sondern klar aufgebaut, und danach wird es dokumentiert.
Es wäre unergiebig, wenn man jetzt anfinge aufzuzählen, wer sich wie kritisch oder positiv geäussert hat zur Verordnung - daher dazu nur zwei Äusserungen: Nach den ersten Medienberichten bekam der Bildungsdirektor Zuschriften mit sehr positiven Schilderungen von Elternabenden. Die Eltern fanden, die Lehrpersonen hätten beeindruckend klar und verständlich sagen können, worum es in Zukunft gehe und wie man das anzupacken gedenke. (Dass es andere Beispiele gibt, soll nicht bestritten werden.) Und eine erste Blitzumfrage bei zweihundert zufällig ausgewählten Leuten aus dem Bildungsbereich - Lehrpersonen, Schulleitungsmitglieder und Personen, welche Einführungskurse zur neuen Verordnung geleitet haben - zeigt, dass das vorgesehene ganzheitliche, lernzielorientierte Prinzip von 186 Personen bejaht und nur von sieben Personen abgelehnt wird. Komplizierter wird es bei der Frage nach dem Verzicht auf promotionsrelevante Zeugnisse in der Mitte des Schuljahres: Dies wird von immerhin 30 Leuten abgelehnt, vom Rest begrüsst. Die Reduktion auf die drei Promotionsfächer in der 3.-5. Klasse wird immer noch von mehr als der Hälfte der Befragten begrüsst, aber eine starke Minderheit ist dagegen. Diese Minderheit teilt sich allerdings in zwei Gruppen auf: Während die eine Gruppe findet, es müssten mehr Fächer benotet werden, findet die andere, etwa gleich grosse Gruppe, es sollte generell nur noch mit Prädikaten gearbeitet werden.
Dass weiterhin mit Noten gearbeitet wird, hängt zentral mit der Rekursfestigkeit zusammen. Es braucht klar dokumentier- und messbare Leistungen, weil es tendenziell immer mehr Anfechtungen gibt.
Es stimmt: SchülerInnen, die nun während einer gewissen Zeit mit der Notengebung in Halbnotenschritten von 1 bis 6 gelebt haben, hätten zwar gerne auch weiterhin ihren Sechser im Singen gehabt. Der Bildungsdirektor ist aber überzeugt, dass die nächste Generation, die mit dem neuen Verfahren aufwächst, den Hinweis «erfüllt» aussagekräftiger findet als einen abstrakten Zahlenwert. Denn diese haben dazu geführt, dass Lehrstellensuchende noch zusätzlich mit Basic-Checks überprüft werden, weil man sich unter dem Wert der einzelnen Zahlen nicht mehr so viel vorstellen kann.

Vor zwei Wochen wurde Paul Schär an der Mitgliederversammlung einer FDP-Sektion von zwei Lehrerinnen gebeten, sie vor weiteren Neuerungen zu verschonen. Sie seien schon in drei Kommission bzw. Arbeitsgruppen, die in der Freizeit an solchen im Prinzip sinnlosen Übungen arbeiten müssen. Es wäre noch interessant, was diese Lehrerinnen in dieser Debatte zu sagen hätten. Man muss die Lehrpersonen endlich wieder ihren eigentlichen Job machen lassen!
Paul Schär hat am Vortag der Debatte bei der BKSD die verschiedenen Unterlagen angefordert: Das Formular für das Beurteilungsgespräch, das Zeugnis der Primarschule, den Zwischenbericht, den die LehrerInnen ausfüllen müssen. Dieses Material sollte allen Landratsmitgliedern - zusammen mit der Verordnung über Beurteilung, Beförderung, Zeugnis und Übertritt - zugestellt werden, damit alle wissen, wovon geredet wird.
Persönlich bedauert der freisinnige Fraktionschef, dass über so ein Thema überhaupt im Landrat debattiert werden muss. Wenn es nämlich gut laufen und nicht wie heute ein Unbehagen über Parteigrenzen hinweg festzustellen wäre, bräuchte man gar nicht darüber zu reden. Nun läuft aber etwas schief, was zu Problemen für Schüler, Eltern und Lehrer führt.
Die Bildungsfachleute lassen es an Wertschätzung gegenüber dem Landrat mangeln. Auf der Tribüne sitzt niemand vom Bildungsrat und niemand vom AVS. Wenn Themen aus anderen Direktionen behandelt werden, kommen Exponenten, um die Landratsdebatte zu verfolgen.
Es ist allgemein bekannt, dass die FDP Schweiz wieder zurück zur konsequenten Notengebung will. Das ist aber nicht allein Parteiraison, sondern das gebietet schlicht der gesunde Menschenverstand.
[Raunen]
Es gibt drei Formen der Beurteilung:

-

die summative Form, also die Note, ist seit eh und je bekannt, indem Wissen abgefragt und klar bewertet wird;

-

die formative Form, d.h. eine Beschreibung der Leistungen eines Schülers, die auch im Gespräch ausgedrückt werden kann; und

-

die prognostische Form, welche die wahrscheinliche Weiterentwicklung angibt.

Die formative und die prognostische Beurteilung spielen im Elterngespräch eine ganz wichtige Rolle. Paul Schär hat ein solches Gespräch gerade bei der eigenen Tochter erlebt und war beeindruckt. Hut ab vor der Lehrerschaft!

Nun kommen neu Berichte anstelle von Zeugnissen. Dazu muss man das entsprechende Formular einmal gelesen haben! Da steht zum Beispiel: «Deutsch: gut erreicht - erreicht - noch nicht erreicht». Wo bleibt denn da die Motivation für ein Kind. «Gut erreicht» entspricht etwa der Note 4,5 bis 5. Aber was ist, wenn jemand toll arbeitet, also in der summativen Beurteilungsform einen Fünfeinhalber oder einen Sechser verdient? Die Motivation bleibt aus. Und es funktioniert auch umgekehrt: Ein Dreier ist ein klares Zeichen, dass jetzt fünf vor zwölf ist und der Schüler sich wirklich anstrengen muss. So etwas fällt nun weg.

Paul Schär hat sich mit zwölf Lehrern unterhalten. Zehn von ihnen - dem Regierungsrat würde er ohne weiteres die Namen liefern - haben mit Überzeugung gesagt, sie fänden Noten besser. Die Gespräche fänden so oder so statt. Der Bildungsrat zielt mit seiner Lagebeurteilung weit an der Praxis vorbei. Auch die Schüler ziehen Noten vor, wie man in Gesprächen leicht feststellen kann. Im Kanton Bern ist die Schülerschaft sogar für Noten auf die Strasse gegangen. Aber leider haben immer wieder die Theoretiker das Sagen.

Zwar sollte das Parlament in der Regel nicht in die operationellen Zuständigkeiten des Regierungsrates eingreifen, aber nun ist es angebracht.

In einer schriftlichen Beurteilung kann man jedes einzelne Wort hinterfragen. Ein Baselbieter Schulpsychologe hat Paul Schär vor der Auslegung von Berichten gewarnt und ihm gesagt, das könne für ein Kind auf Jahre hinaus verletzend wirken. Mit derselben Wortwahl kann man sehr Unterschiedliches meinen; das ist etwas ganz Heikles. Wörter können verletzend und mehrdeutig sein, ganz anders als Noten. Noten haben eine hohe Aussagekraft, und sie sind absolut verwurzelt im Volk. Jeder Schweizer weiss, was Schulnoten sind, und hat es selbst erlebt. Noten geniessen eine hohe Akzeptanz und sind belegbar, egal ob das Maximum in einer Prüfung 10 Punkte, 46 Punkte oder 433/4 Punkte sind. Noten sind einfach, transparent, verständlich. Das Elterngespräch muss bleiben, aber auf der Basis von Noten. Diese schaffen Klarheit und sind - obwohl holzschnitzartig - verantwortbar.

Die Frage muss gestellt werden, ob der Bildungsrat aus den richtigen Leuten zusammengesetzt ist. Wissen diese Leute eigentlich, was an der Front abläuft? Geben sie dem Regierungsrat die richtigen Entscheidungsgrundlagen, dass er für Berichte und gegen Noten entscheidet? Jetzt ist es nötig, dass sich der Landrat einmischt und «Stopp!» sagt, obwohl er sich gar nicht in die Kompetenzen der Exekutive einmischen möchte. Aber wenn ein Entscheid so sehr an der Basis vorbei geht, ist die Demokratie ein gutes Mittel, um einzugreifen. Nun ist Führung gefordert. Die Lehrer warten darauf.

Florence Brenzikofer hat sich vorgenommen, kürzer zu sprechen als ihr Vorredner. Sie möchte sich in ihren Äusserungen auf das neue Beurteilungssystem an den Schulen beschränken.
In der grünen Fraktion gab es zu diesem Thema seit August 2004 auch einiges zu diskutieren.
Positiv ist hervorzuheben, dass das Beurteilungsgespräch in der Mitte des Schuljahres ganzheitlich ist und neben der Leistungsbeurteilung auch eine Einschätzung des Lern- und Arbeitsverhaltens und der Sozialkompetenz enthält. Die Ergebnisse werden in einer sehr ausführlichen und differenzierten Aktennotiz festgehalten. Es gibt dabei eine Standortbestimmung in allen Fächern. Nicht ganz klar ist, ob die Lehrkräfte die Aktennotiz tatsächlich nach einem halben oder einem ganzen Jahr vernichten müssen, bzw. ob die Eltern ihre Aktennotiz behalten dürfen. Diese Frage müsste der Bildungsdirektor noch klären.
Weiter ist an der neuen Beurteilungsmethode positiv, dass sie für die SchülerInnen transparenter ist als die alte Variante. Kinder werden ins Gespräch mit einbezogen, also werden sie auch auf die nächsten Ziele vorbereitet.
In der 1. und 2. Klasse bringt das neue System eine Vereinfachung. Die Lehrkräfte der 1.-3. Klasse konnten bisher zwischen einer Beurteilung mit Noten oder mit einem Bericht auswählen. Nun wird nur noch mit Prädikaten gearbeitet.
Die Kinder, die aus dem Kindergarten an die Primarschule kommen, denken noch nicht in den Notenkategorien von 1 bis 6, wie dies Paul Schär behauptet hat. Diese Noten sind nur in den Köpfen von uns Erwachsenen. Für die Kinder bedeutet es kein Umdenken, mit den Prädikaten umzugehen.
Ein wichtiger Punkt ist das Jahreszeugnis, welches dem ganzen Schuljahr mehr Gewicht geben wird, und sehr positiv ist die erst kürzlich eingeführte, für das 5. Schuljahr vorgesehene Orientierungsarbeit.
Es gibt aber auch negative Aspekte. So greift das Postulat Steiner einen wichtigen Punkt auf, nämlich dass im Zeugnis am Jahresende nur die Fächer Deutsch, Mathematik und Mensch und Umwelt benotet werden, aber die wichtigen Punkte einer ganzheitlichen Beurteilung, also Sozialkompetenz, Lern- und Arbeitsverhalten fehlen. Wenn man schon von einem ganzheitlichen Beurteilungssystem reden möchte, muss man das ändern.
Als Sekundarlehrerin erlebt Florence Brenzikofer selber, dass der Wechsel von der Primar- in die Sekundarschule für viele Kinder eine grosse Hürde ist. Ihr scheint die Aufteilung, dass in der 3.-5. Klasse nur noch die erwähnten drei Kernfächer mit Noten, die anderen Fächer jedoch mit Prädikaten beurteilt werden, unglücklich. Denn in der Sekundarschule gibt es nachher überall Noten, und im Niveau E zählen sogar alle Fächer für die Promotion. Schon in der Primarschule sollten daher alle Noten gleichwertig sein, damit keine Zweiklassenfächer entstehen.
Die Anleitung und Betreuung der Lehrpersonen nach der Einführung des neuen Beurteilungssystems war ungenügend, was zu der massiven Kritik aus verschiedenen Ecken geführt hat. Wieso musste alles so schnell gehen? Wieso wurden das Parlament, die Eltern und teilweise auch die Lehrkräfte mangelnd informiert?
Die Grünen unterstützen das Postulat Steiner. Sie sind für die Einbindung der Sozialkompetenz, des Lern- und Arbeitsverhaltens im Sommerzeugnis. Nur so kann von einem ganzheitlichen Beurteilungssystem gesprochen werden.

Eva Chappuis findet es höchst erstaunlich, was für ein Thema im Landrat eine solche Monsterdebatte auslöst und was das Parlament dazu veranlasst, sich mit einem Mal sehr intensiv mit Bildungspolitik auseinanderzusetzen: Da erscheint ein Medienbericht, der sich relativ wenig um Facts kümmert, einen Aspekt herausgreift und ganz viel anderes weglässt; ein paar Parlamentarier lesen dieses Zeug und klären nichts ab, sondern schreiben Vorstösse; und schon haben wir den Salat.
Im Moment, in welchem die Vorstösse geschrieben worden sind, war für jeden und jede nachprüfbar, was wirklich abgelaufen ist und was wirklich in der Verordnung steht. Denn diese war im Internet seit Mai 2004 zugänglich.
[Zwischenrufe aus den SVP-Reihen: «Das weiss man nicht!»]
Was heisst hier «Das weiss man nicht»? - Als Parlamentarier weiss man, welche Informationen unter www.bl.ch zu finden sind; und wer es nicht weiss, soll einen Kurs belegen.
Die Verordnung war öffentlich seit Mai 2004; sie wurde schon zuvor vorberaten; es war klar, dass die Primarleh-rerInnen die Einführung auf das Schuljahr 2004/05 gewünscht haben. Diese Diskussionen haben stattgefunden.
Was passiert ist, ist nicht die Abschaffung von Noten oder von Zeugnissen: Es gibt weiterhin das ganze Jahr hindurch Prüfungen, so dass sich die SchülerInnen weiterhin an ihren Noten freuen, sich motivieren oder sich bewusst werden können, dass sie sich zusätzlich anstrengen müssen. Weggefallen ist lediglich das Semesterzeugnis, welches ersetzt wird durch eine ganzheitliche Beurteilung. Was daran dermassen relevant sein soll, dass der Landrat Einfluss nehmen müsste, ist nicht ersichtlich. Das Schulsystem ist in keiner Art und Weise durch die Verordnungen tangiert. Diese lagen seit eh und je in der Kompetenz des Regierungsrats.
Die SP-Fraktion ist gegen die Überweisung des Postulats von Christian Steiner. Ein Zeugnis ist eine Verfügung, ein beschwerdefähiges Dokument. Die SP will nicht, dass über die Beurteilungen von Sozialkompetenz und Verhalten Beschwerden geführt werden - das wäre unsinnig, aber unumgänglich, falls diese Bewertungen zeugnisrelevant würden. Es ist hingegen richtig, diese Aspekte im Jahresgespräch zu berücksichtigen, damit Eltern und Kinder wissen, wie die Beurteilung durch die Lehrkraft in diesen Bereichen aussieht, und damit die Lehrer, Eltern und Kinder Massnahmen diskutieren können.
Christian Steiner bezieht seinen Vorstoss nur auf die Primarschule; aber die Verordnung umfasst mittlerweilen - ebenfalls auf dem Internet einsehbar - alle Schulstufen. Der Postulant müsste also klarmachen, ob er das vorgeschlagene Vorgehen auch für die Sekundarschule wünscht und wie er den dadurch entstehenden Zusatzaufwand zu bewerkstelligen gedenkt: Denn in der Sekundarschule müsste für jede/n einzelne/n Schüler/in der gesamte Klassenkonvent die Beurteilungen aushandeln. Dafür müsste man den Lehrer(inne)n die nötigen Ressourcen zur Verfügung stellen.
Die SP ist gegen das Postulat, auch wenn es sowieso nur in einer BKSD-Schublade liegen würde, bis der Zwischenbericht zum Stand des Bildungswesens im Kanton Basel-Landschaft 2007/08 vorliegt.
Erst vor kurzem habe der Landrat über die Partizipation Jugendlicher gesprochen, blendet Thomi Jourdan zurück. Es wäre eine gute Idee gewesen, die Frage der Zeugnisse und des Beurteilungssystems auf eine kreative Art und Weise den Schülern zur Vernehmlassung vorzulegen. Dann müsste sich jetzt nicht jedes Landratsmitglied bemühen zu sagen, dass es dann übrigens auch noch ein paar Jugendliche kenne, die dies oder jenes meinen... Bei dieser Thematik hätten Jugendliche gut in die politische Meinungsfindung einbezogen werden können - dies als Anregung für ein nächstes Mal. Dann könnte endlich von Facts gesprochen werden und nicht nur vom Hörensagen.

Margrit Blatter wollte sich eigentlich nicht zu Wort melden, aber nun erscheint es ihr unvermeidbar. Denn sie hat inzwischen den Beurteilungsgesprächsbogen in die Finger bekommen und zitiert aus den Beurteilungskriterien für die 1. bis 5. Klasse: «Standortbestimmung im Bereich Selbst- und Sozialkompetenz», «Lern- und Arbeitsverhalten», «Sich aktiv am Unterricht beteiligen» - das geht ja noch. Aber weiter: «Sorgfältig arbeiten» - ein Erstklässler kann das noch nicht. «Ausdauern arbeiten» - auch das kann ein Erstklässler noch nicht. «Geeignete Lerntechniken anwenden» - Fragezeichen! «Eigene Fähigkeiten realistisch einschätzen» - wo sind wir eigentlich? Nichts ist mehr praxisbezogen!
Weiter heisst es auf dem Bogen: «Sozialverhalten», «Zielerreichung», «Kontakte aktiv aufbauen» - ein Erstklässler kann das, denn Kontakte zu anderen Kindern ergeben sich leicht. Aber dann geht es weiter: «Mit anderen konstruktiv zusammenarbeiten» - Fragenzeichen! «Rücksicht nehmen und anderen helfen» - Fragezeichen! «Sich angemessen einbringen und durchsetzen» - noch grösseres Fragezeichen! «Konflikte bewältigen» - Fragezeichen! «Konstruktiv mit Kritik umgehen» - Fragezeichen! Darüber kann man vielleicht etwa in der dritten oder vierten Klasse reden, aber nicht vorher.
Insgesamt besteht der Bogen aus acht Blättern! Von Sparmassnahmen keine Spur!
[Gelächter]
Alles ist durcheinander und richtig chaotisch! Kommt wieder vom hohen Ross herunter und seht zu, dass die Schüler mindestens eine Gebrauchsanweisung auf deutsch lesen können!
[Heiterkeit]

Regula Meschberger möchte einiges vom Gesagten nicht unwidersprochen stehen lassen. Wenn behauptet wird, die Verordnung sei völlig überraschend in Kraft gesetzt worden, so stimmt das zumindest für die LehrerInnen nicht: Vor einem Jahr hat ein grosser Teil der PrimarlehrerInnen an der Vernehmlassung teilgenommen. Sie wussten also genau, was kommt.
Vielleicht ist nicht alles ganz rund gelaufen, aber letztendlich wurde die Einführung der Neuerungen vom Amt für Volksschulen - zu dessen Kritikerinnen Regula Meschberger ab und zu gehört - sehr gut durchgeführt. Die LehrerInnen sind gut vorbereitet worden und wissen mit der Verordnung umzugehen.
An ganz vielen Schulen im Kanton werden seit vielen Jahren an der Unterstufe Berichte geschrieben und Elterngespräche geführt. Noch nie war zu vernehmen, dass diese Berichte gefährlich sein könnten für ein Kind, wie dies Paul Schär behauptet hat.
Eine Note ist auch nicht allein selig machend. Denn ein Fünfer ist nicht unbedingt ein Fünfer. In einem Artikel in der heutigen «Basler Zeitung» geht es darum, mit was für einem Rucksack SchülerInnen die Lehre beginnen. Darin heisst es, die Beurteilungssysteme - also Noten - seien von Schulhaus zu Schulhaus verschieden. Eine Note 5 am einen Ort kann am anderen also einer Note 6 oder auch 4,5 entsprechen. Die Noten selbst sind daher nicht sehr aussagekräftig.
Was mit dem Bildungsgesetz im Kanton in Gang gesetzt worden ist, ist ein demokratischer, auf Gesprächen und auf Feedback basierender Schulentwicklungsprozess. Im Grunde wird dieser Prozess, der zusammen mit den Lehrer(inne)n aufgebaut wird, mit der neuen Beurteilungsverordnung einfach weitergeführt. Mit dem ganzheitlichen Beurteilungswesen werden die SchülerInnen mit einbezogen und ernst genommen.
Es ist falsch, nun etwas zu verreissen, was eigentlich die Konkretisierung dessen ist, was im Bildungsgesetz steht.

Christian Steiner reagiert auf den Widerstand der SP gegen sein Postulat. Der Vorstoss gilt sinngemäss auch für die Verordnung, die für die Sekundarschulstufe noch geschaffen wird.
[Zwischenbemerkung von Eva Chappuis: Es gibt nur eine Verordnung.]
Dann gilt das Postulat halt für diese eine Verordnung.
Zum Argument der Beschwerdefähigkeit: Wenn - gerade auf der Sekstufe - drei, vier Lehrer zusammensitzen, um einen Schüler zu beurteilen, und dann nicht wagen, die Beurteilung schriftlich festzuhalten, weil sie die mögliche Beschwerde fürchten, dann muss sehr wahrscheinlich am Beschwerde- und nicht am Beurteilungssystem etwas geändert werden. In letzter Zeit wurde auch der kurzfristige Schulauschluss hin und wieder diskutiert (erinnert sei an Etienne Morels Motion), der auch nur möglich ist, wenn an den Beschwerdemöglichkeiten etwas geändert wird. Dies gilt es zu bedenken.
Auch die Pubertät wurde angesprochen. Man solle Jugendliche in dieser Phase nicht auf Sozial-, Arbeits- und Lernverhalten beurteilen, hiess es. Das könnte man natürlich auch auf die Noten anwenden und verlangen, die Leistungen Pubertierender gar nicht mehr zu benoten oder keine Absenzenkontrollen durchzuführen...
Niklaus Gruntz, der Leiter des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung, hat in einem Zeitungsartikel gesagt, pro Jahr verlören rund 500 Jugendliche ihre Lehrstelle, rund ein Drittel davon wegen mangelnder Leistungs- und Lernbereitschaft, fehlender Motivation usw. Wenn man den Lehrmeistern vorher nicht sagt, wie die Sachlage ist, ist damit auch den Jugendlichen nicht gedient. Irgendwann kommt dann eben die Schnittstelle, wo es drauf ankommt.
Es wird immer von jenen Schülern ausgegangen, die vielleicht Angst haben müssen, wenn ihr Arbeits-, Sozial- und Lernverhalten beurteilt wird. Aber der grösste Teil der Schüler wird mit Stolz diese Beurteilung zur Kenntnis nehmen können. Es gibt Schüler, die schwache Leistungen erbringen, aber ein tadelloses Arbeits- und Lernverhalten an den Tag legen. Für diese ist so eine Beurteilung wertvoll. Und für jene, deren Verhalten mangelhaft ist, liefert die Beurteilung schon frühzeitig einen Hinweis, dass sie etwas ändern müssen. So bekommen sie bereits während der Schulzeit die Chance, daran zu arbeiten im Hinblick auf eine mögliche Lehrstelle.
Christian Steiner hält an seinem Postulat fest und bittet den Rat, es zu überweisen.

://: Die Interpellation 2004/218 von Dieter Völlmin ist erledigt.

://: Die Interpellation 2004/219 von Christine Mangold ist erledigt.

://: Die Interpellation 2004/224 von Rudolf Keller ist erledigt.

://: Die Motion 2004/211 von Rudolf Keller ist infolge Rückzugs nichtig.

://: Das Postulat 2004/245 von Christian Steiner wird überwiesen.

Für das Protokoll:
Brigitta Laube, Landeskanzlei


Für das Protokoll:
Alex Klee-Bölckow, Landeskanzlei



 

Fortsetzung >>>

 

Back to Top