
Ort: | BINNINGEN |
Titel: | Schulhausbauten |
Datum und Zeit: | Samstag, 11. September, Führung 10.30, 13.30 und 15.30 Uhr Dauer ca. 1 1/2 Stunden, Fussweg ca. 2,5 km |
Treffpunkt: | Münsterplatz 2, vor dem Haus |
ÖV: | Tram 2 bis «Hohle Gasse», ab dort 300 m Fussweg |
Führungen: | durch Markus Locher, Historiker, und Brigitte Frei-Heitz, Denkmalpflegerin |
Beschrieb: | In Binningen lässt sich die Geschichte des Schulhausbaus im Kanton Basel-Landschaft exemplarisch verfolgen: von der bescheidenen Wohnstube in einem Bauernhaus, wo der erste Schulunterricht vor rund 350 Jahren begann, zum ersten Neubau eines Gemeinde-Schulhauses von 1837 (abgebr.), zu den Schulhäusern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Kettiger-Schulhaus 1866, Pestalozzi-Schulhaus 1897, Margarethen-Schulhaus 1909), die von der raschen Bevölkerungszunahme, hervorgerufen durch die Industrialisierung und die Stadtnähe, zeugen, und den Schulhäusern des 20. Jahrhunderts, die hervorragende Beispiele des Modernen Bauens darstellen (Schulanlage Neusatz, 1952, Schulanlage Spiegelfeld 1962-65, Schulanlage Mühlematt 1970, Meiriacker-Schulhaus 1969). |
Ort: | LIESTAL |
Titel: | Pfrund Landarmenspital Kantonsspital |
Datum und Zeit: | Samstag, 11. September, Führung 10.00, 14.00 und 15.30 Uhr Ausstellung 10 bis 17.00 Uhr |
Treffpunkt: | Rheinstrasse 43, Haupteingang beim Wasserspiel |
ÖV: | Bus 78 ab Bahnhof Liestal bis «Zentralwäscherei» oder Bus 70 ab Bahnhof Liestal bis «Kantonsspital», ab dort 400 m Fussweg |
Führungen: | durch Heini Wernli, Bereichsleiter Alterspsychiatrie, Markus Billerbeck, Ortsbildpfleger, und Sabine Kronenberg, Kunsthistorikerin Die 1854 eröffnete Pfrund ist das erste Kantonsspital des jungen Kantons. Im Hauptbau befand sich die Krankenabteilung, in den Flügelbauten waren Einrichtungen für Geisteskranke untergebracht. |
Beschrieb: | Nach der Kantonstrennung genügte das Untere Spital nicht mehr. Die Pläne für den Neubau stammen vom kantonalen Bauinspektor, Benedikt Stehlin. Der grossartige Baukörper ist bewusst auf eine Anhöhe gestellt, damit seine eindrucksvolle Fassade mit nicht weniger als einundzwanzig Fensterachsen und einem Firstreiter voll zur Geltung kommt. Der Spitalbau war für den jungen Kanton ein Repräsentationsbau, doch ordnet sich dieser der bürgerlichen Gesinnung unter. |
Ort: | GELTERKINDEN |
Titel: | Bauernhaus |
Datum und Zeit: | Samstag, 11. September, Führung 9.00, 10.30, 13.30 und 15.00 Uhr |
Treffpunkt: | Tecknauerstrasse 17, vor dem Haus |
ÖV: | Bus 103/104 ab Bahnhof Gelterkinden bis «Rünenbergerbrücke» |
Führungen: | durch Stefan Buess, Eigentümer und Restaurator, und Walter Niederberger, Denkmalpfleger |
Beschrieb: | Schon im Plan von Georg Friedrich Meyer (1680) ist an dieser Stelle ein stattliches Bauernhaus eingezeichnet. Im allerdings wiederverwendeten Rundbogen der Stalltüre ist die Jahreszahl "1564" erkennbar. Wann das Bauernhaus genau errichtet wurde, ist aber noch unklar. Das Dach des Bauernhauses stammt von 1727. Es wurde 1808 angehoben, so dass zur Tecknauerstrasse ein drittes Geschoss entstand. Gleichzeitig erhielt die Rückseite eine schöne Laubenkonstruktion. Das Innere wurde ab 1792 umfassend erneuert und barockisiert. Aus dieser Zeit blieben viele Details erhalten, wie eine bemalte Rokokotüre, zwei Kachelöfen mit Kunst und die schmucke Haustüre mit einem Rautenmuster. |
Ort: | MUTTENZ |
Titel: | Wehrkirche Friedhof Erinnerungsort |
Datum und Zeit: | Samstag, 11. September, Führung 10.00 und 21.00 Uhr Sonntag, 12. September, Führung 13.00, 14.30 und 16.00 Uhr |
Treffpunkt: | Kirchplatz 1, vor der Kirche |
ÖV: | Bus 60 ab Bahnhof Muttenz bis «Mittenza» |
Führungen | durch Beat Damian, Kulturhistoriker |
Beschrieb: | Die St. Arbogast Kirche von Muttenz ist die einzige Kirchenanlage der Schweiz, bei der die allseitige Wehrmauer erhalten ist. Die Kirche entstand nach dem Erdbeben von 1356. Um 1420 wurden der Kirchturm und der zinnenbekränzte Mauerring mit Tortürmen als Schutz für die Bewohner errichtet. Ende des 19. Jahrhunderts wäre die Wehrmauer fast abgerissen worden. Die Freskenzyklen in der Kirche entstanden um 1507 und zeigen Darstellungen aus der Arbogast- und Niklauslegende, Szenen mit Christus, Maria und den Aposteln. An der Wehrmauer steht das um 1513 errichtete Beinhaus mit Wandgemälden, die aussen den Hl. Christophorus, den Hl. Michael und eine Schutzmantelmadonna sowie im Innern das Jüngste Gericht und die Legende der dankbaren Toten zeigen. Im Kirchhof befinden sich alte Gräber und eine Grenzsteinsammlung. |
INFORMATIONEN ZUM THEMA
Die mit jedem Lebenszyklus verbundenen Orte und Gebäude wie Spitäler, Schulen, Kirchen, etc. stellen eine Gruppe von Kulturgütern dar, die als öffentliche Bauaufgaben oft ein hohes Mass an planerischer und baukünstlerischer Qualität erreichen sowie eine prägende Stellung im Orts- oder Stadtbild einnehmen. Zudem erzählen sie über den Umgang mit den zentralen Themen des Lebens.
Das Thema «Am Lebensweg» der diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals bietet Ihnen Gelegenheit, während eines Wochenendes die Fülle und Vielfalt unseres Kulturerbes kennen zu lernen. Das diesjährige Thema ist nicht nur mit allen Phasen unserer Existenz, sondern auch mit dem durch Umnutzung, Wiederverwendung oder Restaurierung gekennzeichneten «Lebensweg» von Gebäuden und Gegenständen verbunden.
Weitere Infos:
Amt für Raumplanung
Kantonale Denkmalpflege
Rheinstrasse 24
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Fax 061 552 69 24
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