Was Eltern zum Schutze ihrer Kinder wissen müssen
Es ist eine unbestrittene Tatsache: Kaum eine andere kriminelle Handlung sorgt in den Medien für grössere Publizität und löst in der Bevölkerung mehr Betroffenheit und Mitgefühl aus, als ein schweres Sexualverbrechen an einem Kind. Dabei entsteht in der Öffentlichkeit häufig der Eindruck, als würden die meisten Sexualstraftaten an Kindern schrecklich und gewaltsam ablaufen.
Bei der Mehrheit der polizeilich bekannten Fälle geht es um Exhibitionismus, verbale Äusserungen oder oberflächliche Berührungen. Nur in seltenen Fällen ist rohe sexuelle oder sadistische Gewalt im Spiel.
Zielsetzung der polizeilichen Verbrechensprävention ist es, die Bevölkerung objektiv auf kriminelle Gefahren aufmerksam zu machen und aufzuzeigen, wie, womit und mit welchen Verhaltensmassnahmen das Gefahrenrisiko vermindert werden kann.
Dennoch kann die präventive Aufklärung der Kinder über sexuelle Gefahren nicht allein Aufgabe der Polizei sein, sondern sie gehört aus pädagogischer Sicht in die Hände der Erzieher. In diesem Sinne richtet sich die Broschüre "Sexuelle Ausbeutung und Missbrauch von Kindern" in erster Linie an die Adresse der Eltern von Kindern im vorpubertären Alter.
Erfahrungsgemäss sind Kinder dieser Altersgruppe gutgläubiger, können mögliche Risikosituationen weniger gut einschätzen und unterliegen folglich eher als ältere Kinder dem Einfluss und den Verlockungen des zumeist erwachsenen Sexualtäters.
Bei einem Verdacht auf sexuelle Misshandlung erhalten Sie bei folgenden Stellen Gehör und fachlichen Rat:
Institution | Adresse | Ort | Tel. | Angebot |
Opferhilfe-Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche beider Basel | Steinenring 53 | Basel | 061 205 09 10 | Beratungsstelle gemäss Opferhilfegesetz für Kinder und Jugendliche. Beratung für die direktbetroffenen Opfer und deren Angehörige. |
Universitätskinderspital | Bruderholz | Binningen | 061 685 65 65 | Übernachtungsmöglichkeit bei Notaufnahmen. |
Frauenhaus beider Basel |
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| 061 681 66 33 | Notunterkunft für akut gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche mit ihrer Mutter. |
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