Schadstoffe: Stickstoffdioxid

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Stickoxide entstehen bei der Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen, insbesonders bei hohen Verbrennungstemperaturen. Hauptquelle ist heute der motorisierte Verkehr. Deshalb hängt die lokale Stickstoffdioxid-Belastung von der Nähe und der Exposition zu Verkehrsachsen ab.


Im langjährigen Vergleich haben die Stickstoffdioxid-Konzentrationen grossräumig abgenommen. So wird seit Ende der 90er Jahre in der Agglomeration Basel der Jahresgrenzwert eingehalten. Innerhalb der Stadt Basel liegt die Belastung grossräumig im Bereich des Grenzwertes oder knapp darüber. Im Bereich der stark verkehrsexponierten Strassen liegen die Stickstoffdioxid-Konzentrationen aber auf zu hohem Niveau.


- Trendentwicklung Stickstoffdioxid-Jahresmittelwerte [PDF]


- Herkunft und Quellen


- Massnahmen




Übersicht der Stickstoffdioxid-Belastung


Die Karte zeigt den Jahresmittelwert der Stickstoffdioxid-Belastung. Sie erlaubt damit den Vergleich mit dem Jahresgrenzwert, welcher 30 Mikrogramm pro m3 beträgt. Grosse Teile der Stadt Basel liegen im Bereich des Grenzwertes (Farbe: orange). Die Konzentrationen in den Agglomerationsgemeinden liegen im Bereich des Grenzwertes oder darunter (Farbe orange, grün). Im ländlichen Gebiet um die Stadt und im Jura wird der Grenzwert unterschritten (grüne Farbtöne). Entlang der Autobahnen und Hauptverkehrsachsen, hauptsächlich innerhalb der der Stadt Basel wird der Grenzwert aber zum Teil massiv überschritten (Farben: rot, violett).


Die Karte der Stickstoffdioxid-Konzentration wurde mit der Bevölkerungsverteilung in Relation gebracht. Dabei zeigte sich, dass heute rund die Hälfte der Einwohner von Basel-Stadt in zu stark mit Stickstoffdioxid belasteter Luft leben. Im Kanton Baselland sind es hingegen nur noch 6 Prozent der Bevölkerung. Zusammen sind das gegen 120'000 Personen. Stickstoffdioxid ist also ein Problem von dem noch viele betroffen sind.




Wie ist die Karte der Stickstoffdioxid - Konzentrationen entstanden?


Messungen der Stickstoffdioxid-Konzentration ergeben nur punktuelle Daten. Für weitergehende Beurteilungen müssen diese aber für die ganze Fläche der Kantone vorliegen. Dazu wurden in einem ersten Schritt die Emissionen an Stickoxid aus den verschiedenen Quellen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft berechnet. Dies geschah aufgrund von Verkehrsberechnungen, der Umlegung von Bevölkerungs- und Betriebsdaten auf die Fläche der Gemeinden, einzelnen Messungen direkt an den Kaminen. Der Import von Stickstoffdioxid wurde aus europäischen und schweizerischen Katastern ergänzt. Daraus ergab sich pro Hektar eine Summe der Stickoxid - Emissionen.


Durch Überlagerung mit den Windverhältnissen wurde berechnet, wo sich welche jährlichen Stickstoffdioxid-Konzentrationen ergeben. Dabei wurde auch die chemische Umwandlung in Stickstoffdioxid berücksichtigt. Diese Karte der geschätzten Stickstoffdioxid - Konzentrationen wurde schliesslich mit den Messwerten der Luftmess-Stationen überprüft und kalibriert.



 

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