Situation und Vorgehensweise in Baselland |
|
|
Auch im Bereich der Jugendkriminalität ist der Rechtsextremismus leider immer wieder ein Thema. Im Kanton Baselland ist es in den letzten Jahren glücklicherweise zu keinen spektakulären Delikten gekommen. Im Zusammenhang mit Fussballspielen des FC Basel kommt es gelegentlich zu strafbaren Handlungen von Jugendlichen aus dem Umfeld von Hooligans und Skinheads wie: Sachbeschädigungen, Schlägereien und Delikte gegen das Sprengstoffgesetz. Ebenso sind gelegentlich Schlägereien zwischen ausländischen Jugendgruppen und Jugendlichen aus dem Umfeld des Rechtsextremismus zu verzeichnen. Die Jugendanwaltschaft nimmt Delikte mit rechtsextremem Hintergrund sehr ernst und führt in den meisten Fällen genauere Abklärungen über den persönlichen Hintergrund der Täter (sogenannte Persönlichkeitsabklärungen) durch. Gemeinsam mit dem Jugenddienst der Polizei und Fachspezialisten versuchen wir mit Minderjährigen aus der Szene ins Gespräch zu kommen und ihnen die Gefährlichkeit ihres Tuns und die Folgen ihrer Handlungen bewusst zu machen. Betroffene Angehörige, Opfer von Straftaten sowie Lehrpersonen, die mit Rechtsextremismus in Kontakt kommen, können sich an die Jugendanwaltschaft oder den Jugenddienst wenden.
Die Regierung des Kantons Baselland hat sich dem Thema Rechtsextremismus seit mehreren Jahren intensiv angenommen. Inzwischen sind mehrere Arbeitsgruppen - teilweise in Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt - an der Arbeit, welche die Entwicklung verfolgen und auf verschiedenen Ebenen Projekte gegen den Rechtsextremismus unterstützen. Unter anderem wurde eine Beratungsstelle geschaffen (vgl. >>> Rechtsextremismus).
Ausstiegshilfe / Anlauf- und Beratungsstelle Rechtsextremismus
Der Regierungsrat BL hat im November 2001 eine Anlauf- und Beratungsstelle für ausstiegswillige Jugendliche oder andere betroffene und interessierte Personen eingesetzt (Kontaktstellen vgl. >>> Rechtsextremismus).
Dieter Bongers hat per 1. Juli 2003 das Mandat der Anlauf- und Beratungsstelle für Rechtsextremismus übernommen. Die Stelle wird gemeinsam von den Kantonen Baselland und Basel-Stadt betrieben.
Die Anlaufstelle hat zur Aufgabe, Jugendlichen, welche die rechtsextreme Szene verlassen wollen, im Sinne einer "Ausstiegshilfe" als erste Ansprechperson zu dienen und sie zu beraten. Bedürfen die betreffenden Jugendlichen zusätzlicher Unterstützung von weiteren Fachpersonen, so werden sie an diese weiter vermittelt werden. Das Beratungsangebot steht auch Jugendlichen offen, die nicht zur rechtsextremen Szene gehören, jedoch eine Fachperson zum Thema Rechtsextremismus konsultieren wollen. Die Beratungsstelle steht ebenfalls Eltern und Lehrpersonen zur Verfügung.
Die Anlauf- und Beratungsstelle ist unter der Telefonnummer 079 / 763 95 89 und unter der Mail-Adresse bongers@balcab.ch erreichbar.
Daneben kann auch die Polizei BL (Kom II Rolf Ritter, Tel. 061 926 32 80) kontaktiert werden.
"Rechtsextremismus bei Jugendlichen - wie reagieren?"
>>> Artikel von Dorothee Widmer, Schulinspektorin BL (aus den Basellandschaftlichen Schulnachrichten Nr. 1, März 2003)
>>> Merkblatt Rechtsextremismus bei Jugendlichen [PDF]
Weitere Angaben zum Thema Rechtsextremismus finden Interessierte auf der Homepage von Franz Kohler:
www.pmskohler.ch
Back to Top