Tiefe Geburtenrate - hohe Lebensdauer
Die anhaltend tiefe Geburtenrate sowie die durchschnittlich längere Lebensdauer haben die Voraussetzungen des Generationenvertrags in der Schweiz wesentlich verändert.
Rückstand bei der Erwerbsbeteiligung und beim Beschäftigungsniveau der Frauen
Industrie und Wirtschaft sind kontinuierlich auf die Erwerbsbeteiligung der Frauen angewiesen. Unabhängig von der konjunkturellen Lage ist der Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften weiterhin konstant geblieben. Die Arbeitsbedingungen erweisen sich jedoch grösstenteils als wenig flexibel und familienfreundlich.
Erschwerte Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Vereinbarkeit von Familienarbeit und Erwerbstätigkeit erfolgt unter erschwerten Bedingungen; der Bedarf an familienergänzender Betreuung übersteigt das vorhandene Angebot. Schulbegleitende familienfreundliche Massnahmen und Dienstleistungen sind ungenügend.
Fehlende gesetzliche Grundlage
Es fehlt ein umfassendes Familiengesetz und eine generelle Familientauglichkeitsüberprüfung bei neuen Gesetzen.
Fehlende Koordination und Überprüfung der Massnahmen
Eine schweizweit koordinierte und langfristig angelegte Familienpolitik fehlt. Bereits in Gang gesetzte Massnahmen sollten überprüft werden.
Wenig attraktive Bedingungen für Familiengründung, Familienführung
Die Einkommens- und Vermögenslage in unterschiedlichen Familienphasen divergiert stark: Junge Familien erfahren eindeutige Einkommensnachteile. Das Armutsrisiko für junge Familien und insbesondere für Alleinerziehende erweist sich als grösser im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen.
Die Familien sind steuerabzugsmässig benachteiligt. Die Familie hat als soziale Gruppe keine Lobby.
Ungenügende Information über Familienbelange und ungenügende Forschungsgrundlagen
Die Information für Familien und über Familienbelange ist mangelhaft. Die Forschungsgrundlagen im Bereich Familienfragen sind ungenügend.
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