Medieninformation der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion | |
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Innovationspreis beider Basel 2001 geht an Kühni AG, Allschwil, und Lamello AG, Bubendorf
Die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben am Mittwoch, 21. November, im Schloss Ebenrain in Sissach den Innovationspreis beider Basel für das Jahr 2001 verliehen. Der mit 20'000 Franken dotierte Preis geht ex aequo an die Unternehmen Kühni AG, Verfahrens- und Umwelttechnik, Allschwil, sowie Lamello AG, Verbindungstechnik, Bubendorf.
47 Unternehmen und Einzelpersonen hatten sich im Frühjahr der Konkurrenz um den Innovationspreis beider Basel 2001 gestellt eine Rekordbeteiligung in der 18-jährigen Geschichte des Preises. Als Siegerinnen gingen nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen die Firmen Kühni AG und Lamello AG hervor, die von der Wettbewerbs-Jury gemeinsam auf den ersten Platz gesetzt wurden.
Der von den Regierungen der beiden Basel 1984 eingeführte Innovationspreis will zur wirtschaftlichen Attraktivität und Zukunftssicherung der Wirtschaftsregion Basel beitragen. Er soll Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen mit Sitz in der Region Basel dazu anspornen, innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu entwickeln, herzustellen und auf dem Markt einzuführen. Die Preissumme beträgt 20'000 Franken. Ausschlaggebend für die Preisvergabe sind die Kriterien Neuheitswert und Kreativität, Relevanz für Gesellschaft und Umwelt sowie eine erfolgreiche Markt- oder Betriebseinführung.
Preisträgerin Kühni AG, Allschwil
Das Unternehmen Kühni AG erhält die Auszeichnung für das von ihm entwickelte innovative Konzept des modularen Gross-Anlagenbaus, das im Vergleich zur konventionellen Anlagenbauweise überzeugende Vorteile aufweist.
Üblicherweise werden grosstechnische Prozessanlagen für die chemische und pharmazeutische Industrie vor Ort montiert. Sämtliche Anlagenteile (Stahlbau, Apparate, Rohrleitungsmaterial, Instrumente, Steuerungsteile usw.) werden dabei auf die Baustelle geliefert und dort von Monteuren und Spezialisten zur betriebsfertigen Anlage zusammengebaut.
Mit der Modulbauweise ist der Preisträgerin Kühni AG eine elegante und innovative Problemlösung gelungen. Die gesamten Anlagen werden bei Kühni AG in Allschwil unter Werkstattbedingungen hergestellt, "schlüsselfertig" montiert, den ersten Tests unterzogen und anschliessend als komplettes Modul zum Kunden transportiert.
Gegenüber der konventionellen Anfertigung ergeben sich daraus entscheidende Vorteile: wesentlich verkürzte Realisierungszeiten, eine minimale Interventionszeit vor Ort, eine Optimierung des Ausführungsdesigns, eine hohe Qualität als Folge moderner Produktionsverfahren unter idealen Werkstattbedingungen sowie deutlich niedrigere Gesamtkosten.
Mit seinem innovativen Konzept des modularen Gross-Anlagenbaus hat die Preisträgerin Kühni AG offensichtlich auch ihre Kunden in aller Welt überzeugt. Mit einem Anstieg des Anteils modular hergestellter Anlagen auf über 90 Prozent hat das Unternehmen in den letzten zwei Jahren den Durchbruch erzielt.
Preisträgerin Lamello AG, Bubendorf
Das Unternehmen Lamello AG, Bubendorf, wird ausgezeichnet für das von ihm entwickelte innovative Verbindungssystem INVIS, mit dem sich Holzelemente wie durch Zauberhand zusammenfügen, aber auch wieder problemlos trennen lassen.
Eine unsichtbare, stabile und trotzdem einfach wieder demontierbare Verbindung von Holzbauteilen dies ist seit langem der Wunsch vieler Handwerkerinnen und Handwerker. Der Wunsch ist heute Wirklichkeit geworden: Die Firma Lamello AG, Erfinderin des bekannten Flachdübelsystems, hat mit dem System INVIS eine völlig neuartige, ja revolutionäre Verbindungstechnik entwickelt.
INVIS funktioniert im Prinzip wie eine konventionelle Dübelverbindung, nur wird sie nicht wie üblich geleimt und gespannt, sondern quasi "von innen" zusammengezogen. Möglich wird dieses kleine Wunder durch eine magnetgetriebene Verschraubung. Angetrieben wird dabei die Schraube von aussen durch ein speziell entwickeltes Akku-Schraubgerät, das ein rotierendes Magnetfeld erzeugt und die Schraube berührungslos zum Drehen bringt. Das Resultat ist eine vollkommen unsichtbare, stabile Verbindung zwischen zwei Holzteilen, die sich mit dem selben Gerät auch jederzeit wieder rasch lösen lässt.
Überall dort, wo hohe Ansprüche an Qualität und Design gestellt werden oder wo Zerlegbarkeit gefordert ist speziell im gehobenen Möbel-, Küchen- und Innenausbau bieten sich für INVIS ideale Anwendungsmöglichkeiten. Interessant ist das System auch für den Einsatz im Messestandbau, wo dem raschen Auf- und Abbau von Standelementen eine grosse Bedeutung zukommt.
Das neue System wurde vorerst speziell für den Einsatz in Holz und Holzwerkstoffen entwickelt. Interessante Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten sich jedoch in Zukunft auch in Kunststoffen, Aluminium oder Naturstein an, denn INVIS kann in allen nicht magnetischen Materialien eingesetzt werden.
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Sissach, 21. November 2001