Medieninformation der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion | |
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Lernprogramm gegen häusliche Gewalt für Frauen - ein weiteres Pionierprojekt des Kantons Baselland
Seit sieben Jahren führt die Baselbieter Interventionsstelle Lernprogramme für Männer, die häusliche Gewalt ausüben, durch. Damit nimmt unser Kanton eine Vorreiterrolle ein. Diese wird nun noch ausgebaut, indem neu ein solches Programm auch für Frauen angeboten wird. Damit betritt die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt einmal mehr Neuland - sowohl in der Schweiz als auch im internationalen Vergleich. Die Inhalte und Absichten des Programms werden am 7. März 2008 an einer Informationsveranstaltung für Behörden und Institutionen vorgestellt.
Die Baselbieter Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ist Pionierin in der Bekämpfung dieser weit verbreiteten Gewaltform. Die Lernprogramme gegen häusliche Gewalt - bisher ausschliesslich für Männer - arbeiten seit 2001 erfolgreich daran, gewalttätige Männer zur Verantwortung zu ziehen und sie zu befähigen, Konflikte im sozialen Nahraum friedlich zu lösen. Im Kontakt der Interventionsstelle mit den zuweisenden Behörden wurde immer wieder nach einem Angebot für Frauen gefragt. Wenn auch die Zahlen der Täterinnen sehr viel kleiner sind, soll diese Lücke nun im Rahmen eines Pilotversuchs geschlossen und die weitgehend tabuisierte Gewalt, die von Frauen ausgeht, erstmals thematisiert werden.
Zielgruppe sind Frauen, die den Behörden durch Gewalt gegenüber ihrem Partner sowie Gewalt und Vernachlässigung gegenüber ihren Kindern auffallen. Ins Programm können behördlich Zugewiesene ebenso wie freiwillige Teilnehmerinnen aufgenommen werden.
Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt der Justiz-, Polizei und Militärdirektion Baselland beschreitet mit diesem Pilotprojekt Neuland. Mit den Lernprogrammen gegen häusliche Gewalt soll der Teufelskreis der Gewalt durchbrochen werden und der jungen Generation ein Aufwachsen in einer friedlichen und entwicklungsförderlichen Atmosphäre ermöglicht werden.
Informationsveranstaltung vom 7. März 2008 16-18h im Landratssaal
Es referieren:
- Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro, Vorsteherin JPMD
- Ariane Rufino und Christine von Salis, Co-Leiterinnen Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt JPMD
- Susanne Altermatt, stv. Leiterin Bewilligungen, Freiheitsentzug und Soziales JPMD
- Helga Berchtold und Walter Grisenti, Kursleitung Lernprogramm für Frauen
Weitere Auskünfte:
Ariane Rufino oder Christine von Salis, Co-Leiterinnen Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, Justiz-, Polizei- und Militärdirektion, Liestal, Telefon 061 / 925 62 38
oder
Barbara Umiker Krüger, Leiterin parlamentarische Vorstösse, häusliche Gewalt und andere Aufgaben, Justiz-, Polizei- und Militärdirektion, Liestal, Telefon 061 / 925 61 65
Liestal, 7. März 2008